190355 · Beschlussvorlage
Städtebauliche Entwicklung im Umfeld der "Dottendorfer Straße" (Ehem. Christian-Miesen-Gelände, In der Raste) in Bonn-Dottendorf Hier: Weitere Vorgehensweise (Alt 1912938, FF: Amt 61)
Kerndaten
- Nummer
- 190355
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 23.10.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Planung, Verkehr und Denkmalschutz Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Anregung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz Empfehlung
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Beschlussvorlage öffentlich 190355 Städtebauliche Entwicklung im Umfeld der "Dottendorfer Straße" (Ehem. Christian-Miesen- Gelände, In der Raste) in Bonn-Dottendorf Hier: Weitere Vorgehensweise (Alt 1912938, FF: Amt 61) Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 05.11.2019 Anregung Rat 07.11.2019 Entscheidung Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz 28.11.2019 Empfehlung Beschlussvorschlag (vorbehaltlich der Empfehlung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz) 1. Die brachliegenden und für eine bauliche Nutzung zu Verfügung stehenden Flächen des ehemaligen Christian-Miesen-Geländes sowie die Flächen im Bereich „In der Raste“, sollen gemäß der Übersichtspläne Anlage 1 und 2 als gemischt genutztes Quartier städtebaulich entwickelt werden. 2. Zur Sicherung einer qualitätvollen und integrierten Gesamtentwicklung ist ein städtebauliches Wettbewerbsverfahren einschließlich Freiraumplanung nach den Vorgaben der RPW (Richtlinie für Planungswettbewerbe) mit den betroffenen Grundstückseigentümern abzustimmen und durchzuführen. Vertreter der politischen Gremien sind in das Verfahren mit einzubeziehen. 3. Das Verfahren wird aufgrund der Anzahl von bis zu 450 Wohneinheiten südlich der Dottendorfer Straße, des großen Umfangs an Bürofläche sowie der Betroffenheit städtischer Grundstücke mit hoher Priorität versehen. 4. Mit Beschlussfassung dieser Vorlage werden DS-Nr. 1712126 ff. „Bebauungsplan Nr. 6719-5 'Christian-Miesen-Straße', Beschluss zur Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB)“ und DS-Nr. 1712234 ff „Zielbeschluss: Wohnbauliche Entwicklung im Bereich 'In der Raste'“ nicht mehr weiterverfolgt. 5. Der Bericht über die Bürgerinformationsveranstaltung am 21. Juni 2018 (Anlage 3) wird zur Kenntnis genommen. Beratungsfolge Sitzung Ergebnis Z. * Federführung: Bezirksverwaltungsstelle Bonn Dezernat: Dez. ISeite 1 von 116 Seite 2 Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz 30.10.2019 2 PLANGEBIET Der Planbereich befindet sich im Stadtbezirk Bonn, Ortsteil Dottendorf, und umfasst im Umfeld der „Dottendorfer Straße“ sowie der Straße „In der Raste“ folgende Teilbereiche (Anlage 2): A. den ehemaligen Produktionsstandort der Firma C. Miesen GmbH & Co. KG (privat, ca. 4,50 ha) B. aufgegebene Flächen der ehemaligen Großbäckerei der Firma LUBIG (privat, ca. 0,83 ha) C. ehemalige Friedhoferweiterungsfläche Südfriedhof (städtisch, ca. 1,70 ha) D. unbebaute Flächen des Gewerbegebietes südlich „In der Raste“ (privat, ca. 0,87 ha) E. Arrondierungsflächen entlang der Bahntrasse (städtisch, ca. 0,20 ha) F. einen Hundesportplatz, Brachfläche (städtisch, ca. 0,90 ha) Neben diesen rund 8,9 ha großen Teilbereichsflächen umfasst der Planbereich ca. 0,18 ha gewerblich genutzte Bestandsfläche. Zum Plangebiet zugehörig ist zudem ein rund 25 m breiter Streifen (städtisch), der sich parallel entlang der Bahngleise der Deutschen Bahn AG erstreckt (Freihaltekorridor). Das Umfeld ist geprägt durch den nach Westen angrenzenden Südfriedhof und die entlang der Dottendorfer Straße liegenden Wohnsiedlungsbereiche von Dottendorf. Jenseits der Dottendorfer Straße befinden sich die parkähnlichen und weitläufigen Sportanlagen des sogenannten „Wasserlandes“ sowie nördlich anschließend das Heizkraftwerk-Süd der Stadtwerke Bonn. Nach Osten hin bildet die Bahntrasse Bonn-Koblenz eine räumliche Zäsur hin zu dem Büro- und Verwaltungsstandort bzw. dem Arbeitsplatzschwerpunkt Bundesviertel. Im Süden schließen sich Kleingärten und Grabeland an. Sie sind Bestandteil des Grünzuges, der auf der Vorhaltetrasse für die ehemals geplante Südtangente zwischen Rheinauenpark und den Hängen des Kottenforsts verläuft. AUSGANGSLAGE Der Gewerbestandort nördlich und südlich der Dottendorfer Straße befindet sich seit Ende der 1990er Jahre im Umbruch. Hierzu haben insbesondere die Einstellung der Produktion auf dem Christian- Miesen-Gelände (Karosseriehersteller), die Umnutzung des Logistikzentrums der Firma Lancôme zu Beherbergungsbetrieben und einem Fitnesscenter sowie zuletzt die Einstellung des Betriebs der Großbäckerei im Jahr 2015 beigetragen. Stark emittierende industrielle und gewerbliche Nutzungen sind - mit Ausnahme des Heizkraftwerkes Süd der Stadtwerke Bonn nördlich des Miesen-Geländes - nicht vorhanden. Das Plangebiet und sein Umfeld werden heute fast ausschließlich von nicht-störenden Gewerbeformen geprägt.Seite 2 von 116 Seite 3 Rahmenplanung Bundesviertel Der Rat der Stadt Bonn hat am 28.09.2017 die Verwaltung beauftragt, die Rahmenplanung für das Bundesviertel zu erstellen und das Planungsgebiet um die Bereiche „sog. Miesen-Gelände“ und „In der Raste“ zu erweitern. Aufbauend auf einer dreitägigen Planungswerkstatt liegt nun im Ergebnis der Entwurf eines Entwicklungskonzeptes vor, welches gegliedert in einem Struktur-, Nutzungs-, Verkehrs- und Hochhauskonzept die Ziele, Strategien und Leitlinien für eine künftige Entwicklung des Bundesviertel aufzeigt. Für die Bereiche „Miesen-Gelände“ und „In der Raste“ sieht die Rahmenplanung ein Quartier für eine gewerbliche Nutzung mit urbaner Produktion, Forschung und Entwicklung bzw. ein gemischtes Quartier mit einer vorwiegenden Wohnnutzung vor (DS-Nr.: 1912597). Flächennutzungsplan Der aktuelle Flächennutzungsplan der Stadt Bonn stellt die Teilbereiche A und B sowie die Bestandsflächen ‚In der Raste‘ als gewerbliche Bauflächen dar, die übrigen Teilbereiche als Grünfläche, wobei dem Teilbereich C die Zweckbestimmung Friedhof zugeordnet ist. Für den frei zu haltenden Korridor ist eine Fläche für den überörtlichen Verkehr dargestellt. Der Flächennutzungsplan ist entsprechend den geplanten zukünftigen Nutzungen zu ändern. Integriertes Freiraumsystem Das Integrierte Freiraumsystem der Bundesstadt Bonn 2012 (IFS) enthält für die Teilbereiche C (ehem. Friedhofserweiterung) und F (Hundesportwiese) die Aussagen, dass diese als Kernbereiche des Teilraums VIII ‚Rheinaue, Venusberghang‘ mit den Entwicklungszielen Erhaltung bzw. Anreicherung anzusehen sind. Für Teilfläche D geht das IFS von einer möglichen Bebauung aus. Die Planungshinweise des IFS sind im Rahmen der Abwägung zu berücksichtigen. Im Folgenden wird detaillierter auf die beiden Teilbereiche nördlich und südlich der Dottendorfer Straße eingegangen: Ehem. Christian-Miesen-Gelände (Teilbereich A, nördlich Dottendorfer Straße) Bestehendes Planungsrecht Verbindliches Planungsrecht besteht für das Miesen-Gelände durch die Bebauungspläne Nr. 7919-46 und -47 aus den Jahren 1965/66. Danach liegen die Grundstücke innerhalb eines Industriegebietes, in dem allerdings besonders geräuschvolle Anlagen ausgeschlossen sind. Baulich kann dieses Gebiet bis zu einer Grundflächenzahl (GRZ) von 0,7 und einer Baumassenzahl (BMZ) von 3,5 in offener Bauweise genutzt werden. Im Bereich des Freihaltekorridors ist teilweise ein Pflanzgebot festgesetzt. Nutzungen / bisherige Planungen Bis Ende der 1990er Jahre beherbergte das Areal den Betriebsstandort des Spezialkarosserie- Herstellers Miesen; die Firma Miesen ist inzwischen im Gewerbegebiet Bad Godesberg -Nord ansässig. Das gesamte Gelände ist seit 2013 freigelegt. Im Jahr 2010 wurde durch den damaligen neuen Eigentümer (terrabon GmbH), mit dem Ziel einer weitestgehend wohnbaulichen Nutzung, ein städtebauliches Qualifizierungsverfahren in Form einer Mehrfachbeauftragung durchgeführt und durch den Rat der Stadt Bonn am 16.12.2010 ein entsprechender Beschluss für die Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans (7919-45) gefasst (DS-Nr. 1013550).Seite 3 von 116 Seite 4 Im weiteren Verfahren stellte sich jedoch heraus, dass eine hauptsächlich wohnbauliche Nutzung aufgrund der aus der Nachbarschaft herrührenden Lärmimmissionen durch Verkehr, Gewerbe, Sport und Heizkraftwerk nicht umsetzbar ist. Der Rat der Stadt Bonn hat daher am 10.12.2015 den Beschluss gefasst, ein Bebauungsplanverfahren mit dieser Zielsetzung nicht weiterzuführen (DS- Nr.1411938NV12). Für die zukünftige Entwicklung sollte vielmehr ein angesichts der Immissionsvorbelastung konfliktfreies Nutzungskonzept entwickelt werden. Im Sommer 2017 hat die terrabon GmbH ein neues städtebauliches Konzept vorgelegt, das eine rein gewerbliche Nutzung (Büro und Verwaltung) vorsah und als Grundlage für ein neues Bebauungsplanverfahren bzw. die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Absatz 1 Baugesetzbuch (BauGB) dienen sollte (DS-Nr. 1712126). Die Vorlage wurde jedoch am 10.10.2017 vertagt mit der Maßgabe, zunächst eine Bürgerinformation (siehe unten „Quartiersdialog in Kessenich/Dottendorf“) durchzuführen (DS-Nr. 1712126EB5). Im März 2018 hat die Cresco Projektentwicklungs GmbH (Berlin) durch den Erwerb der Projektgesellschaft Terrabon GmbH das Eigentum über die Liegenschaften des ehemaligen Christian- Miesen-Geländes erlangt. Das dem Beschluss zur frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung zugrunde liegende städtebauliche Konzept eines multifunktionalem Buisness-Quartiers (DS-Nr. 1712126ED2) aus dem Jahr 2017 entspricht jedoch nicht mehr den Zielvorstellungen der neuen Eigentümerin und Vorhabenträgerin und soll daher nicht mehr weiterverfolgt werden. Gewerbegebiet „In der Raste“ mit Entwicklungsbereichen (Teilbereiche B-F, südlich Dottendorfer Straße) Bestehendes Planungsrecht Für das Gebiet bestimmen die Bebauungspläne Nr. 7919-1 und 7919-5 die planungsrechtlichen Zielsetzungen. Der Bebauungsplan Nr. 7919-5 aus dem Jahr 1955 sollte neben der planungsrechtlichen Sicherung und Erweiterung des Südfriedhofs und der Schaffung eines neuen Industriegebietes entlang der Gleisanlagen der Deutschen Bahn AG (Bonn-Koblenz) eine neue Entlastungsstraße zwischen der Dottendorfer Straße und der früheren Stadtgrenze zwischen Bonn und Bad Godesberg ermöglichen. Nach Planung der Südtangente in den 70er Jahren parallel der Bahntrasse konnten die für die Entlastungsstraße freigehaltenen Flächen einem anderweitigen Nutzungszweck zugeführt werden. Entsprechend wurde im Jahre 1972 der Bebauungsplan Nr. 7919-1 mit der Zielsetzung aufgestellt, im Bereich der heutigen Straße ‚In der Raste‘ ein Gewerbegebiet zu etablieren und die Flächen neu zu ordnen. Dieser setzt die Teilbereiche B (ehemalige Großbäckerei, Bordell) und D (Brachfläche) sowie die gewerblich genutzten Flächen im Bereich der Straße ‚In der Raste‘ als Gewerbegebiet fest. Zur Unterstützung und Sicherung der Ortsteilzentren wurde im Jahr 2004 der Bebauungsplan mit der Zielsetzung geändert, dass Einzelhandelsbetriebe des Lebensmittelbereiches und sonstige Einzelhandelsbetriebe sowie Betriebe mit Verkaufsflächen für den Verkauf an letzte Verbraucher nur ausnahmsweise zulässig sind. Da das vormals als Friedhoferweiterungsfläche vorgesehene Areal (Teilbereich C) bisher nicht in Anspruch genommen wurde und auch für die langfristige Bestattungsflächenplanung der Stadt Bonn als nicht mehr erforderlich bewertet wurde, hat der Rat der Stadt Bonn am 25.02.2016 eine Teilaufhebung der oben aufgeführten Bebauungspläne in diesem Bereich beschlossen (DS-Nr. 1513834), sodass diese Flächen planungsrechtlich teils nach § 34 BauGB, teils nach § 35 BauGB zu beurteilen sind. Dies erfolgte mit Blick auf die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt sowie einem zu diesem Zeitpunkt besonders hohen Bedarf an Flächen zur Unterbringung von Flüchtlingen. Die Schaffung von Unterkünften zu diesem Zweck erfolgte jedoch nicht. Für die Teilbereichsfläche F (Hundesportwiese) setzt der Bebauungsplan Nr. 7915-5 entlang der südwestlichen Plangebietsgrenze eine öffentliche Verkehrsfläche (Entlastungsstraße) fest. Für die übrigen Flächen des Teilbereichs F sowie für den Teilbereich E (Arrondierungsfläche) und für den bahnparallelen Streifen trifft der Bebauungsplan aus dem Jahre 1955 keine Festsetzungen.Seite 4 von 116 Seite 5 Nutzungen / bisherige Planungen Das Gewerbegebiet ‚In der Raste‘ ist heute geprägt von einer dichten, bis zu 4 geschossigen heterogenen Gewerbestruktur mit überwiegend Büro -und Verwaltungsnutzungen, Beherbergungsbetrieben und Anlagen für sportliche und soziale Zwecke. Der Bereich wird zur Bahntrasse im Osten durch großformatige Bauten bestimmt, die ehemals durch die Firma Lancôme genutzt wurden. Die baulichen Anlagen wurden durch den Eigentümer neuen Nutzungen zugeführt, umfassend modernisiert und teilweise baulich ergänzt. Es befinden sich hier u.a. das Base Camp (Indoorcamping; Veranstaltungen), ein Fitnesscenter und ein Boardinghouse/Hotel. Entlang der Dottendorfer Straße inmitten der Ringerschließung ‚In der Raste‘ befinden sich der Standort der ehemaligen Großbäckerei LUBIG und ein dazugehöriges Wohngebäude (Betriebswohnung) sowie ein Bordellbetrieb (Teilbereich B). Diese Flächen befinden sich nunmehr, wie die Flächen des Miesen-Geländes, im Eigentum der Cresco Projektentwicklungs GmbH. Hieran schließen zwei Kindertagesstätten, sowie verschiedene Bürogebäude im Bestand an. Südlich der Straße ‚In der Raste‘ befinden sich ein unbebautes privates Grundstück (Teilbereich D), angrenzende ungenutzte städtische Restflächen (Teilbereich E) sowie die städtischen als Hundesportplatz genutzten und teils brachliegenden Freiflächen (Teilbereich F). Zusammen mit den ehemaligen Friedhoferweiterungsflächen (Teilbereich C) bilden diese ein großes zusammenhängendes städtebauliches bzw. freiräumliches Entwicklungspotenzial. Im Sommer 2017 wurde parallel zu DS-Nr. 1712126 (Städtebauliches Konzept für das ehem. Christian- Miesen-Gelände) auch ein Zielbeschluss „Wohnbauliche Entwicklung im Bereich ‚In der Raste' in die politische Beratung eingebracht (DS-Nr. 1712234). Von diesem Zielbeschluss waren die Flächen B, C, und D betroffen. Auch dieser wurde am 10.10.2017 mit der gleichen Maßgabe vertagt, zunächst eine Bürgerinformation (siehe unten „Quartiersdialog in Kessenich/Dottendorf“) durchzuführen (DS-Nr. 1712234EB4). Um die Zielsetzung einer wohnbaulichen und in Teilen mischgebietstypischen Entwicklung zu sichern bzw. einer städtebaulichen Fehlentwicklung entgegenzusteuern, die aus heutiger Sicht auf der Grundlage des bislang rechtsverbindlichen Bebauungsplanes Nr. 7919-1 möglich wäre, hat der Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz am 14.11.2018 unter Bezug auf die o.g. Beschlussvorlage „Zielbeschluss In der Raste“ einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan Nr. 6718-2 im Bereich ‚In der Raste‘ für die Teilbereiche C, D und E gefasst (DS-Nr. 1812720). Vor dem Hintergrund der eingeschränkten Leistungsfähigkeit der Dottendorfer Straße wurde die Verwaltung zudem beauftragt, frühzeitig die verkehrsplanerisch relevanten Aspekte zu untersuchen und bei der weiteren städtebaulichen Konzeption zu berücksichtigen (DS-Nr. 1812720EB3) (siehe unten „Mobilität und Verkehr“). In diesem Zusammenhang hat der Rat der Stadt Bonn am 04.07.2019 dem Erlass einer Veränderungssperre zur Sicherung der Bauleitplanung zugestimmt (DS-Nr. 1911065). PLANUNGSZIELE Bei der Entwicklung der Bereiche im Umfeld der Dottendorfer Straße handelt es sich aufgrund der Reaktivierung ehemals gewerblich genutzter Flächen und der Neuordnung eines Gewerbestandorts, unter Einbezug von innerstädtischen Brachflächen, um ein flächensparendes Vorhaben der Innenentwicklung.Seite 5 von 116 Seite 6 Ziel ist die Entwicklung eines Quartiers in dem die Nutzungen „Arbeiten & Wohnen“ miteinander verbunden werden. Hierfür sollen ein geeigneter urbaner Nutzungs- und Branchenmix etabliert sowie innovative Ansätze hinsichtlich verschiedener Wohnformen, Mobilität sowie nachhaltigem Bauen verfolgt werden. Im Zuge der städtebaulichen Qualifizierung sollen dementsprechend die Zielsetzungen einer 3-fachen Innenentwicklung umgesetzt werden (Nutzungsvielfalt durch bauliche Entwicklung etablieren, Qualifizierung der Freiräume, Mobilitätsangebote schaffen). Darüber hinaus sind städtebauliche Lösungsansätze, für die aus den jeweiligen Nachbarschaften herrührenden Lärmvorbelastungen durch Bahn- und Straßenverkehr, sowie durch die Sportnutzung im Sportpark Wasserland und des Heizkraftwerkes Süd zu erarbeiten. Aufgrund der gegebenen Lärmvorbelastungen durch das Heizkraftwerk können sensible Nutzungen wie Wohnnutzungen jedoch nur südlich der Dottendorfer Straße entwickelt werden. Für das ehemalige Christian-Miesen-Gelände (Teilbereich A) ist die Entwicklung eines Bürostandortes sowie von Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen geplant, ggf. ergänzt um ein der Nahversorgung dienendes Angebot wie z.B. Gastronomie, Bäckerei, Dienstleistungen. Eine Wohnnutzung ist nördlich der Dottendorfer Straße nicht vorgesehen, damit mögliche Einschränkungen der Betriebsgenehmigung des Heizkraftwerkes vermieden werden. Auf dem Areal der ehemaligen Großbäckerei sowie des Bordellbetriebes (Teilbereiche B) wird eine Mischnutzung aus Wohnen, Boarding Housing sowie kleinteiligeren Nutzungseinheiten (Büro, Dienstleistungen) angestrebt, auch hier ergänzt um ein der Nahversorgung dienendes Angebot (siehe oben, wie Teilbereich A). Zudem wird im weiteren Verfahren geprüft und diskutiert, ob die Entwicklung eines Discounterstandortes in Teilbereich B unter Berücksichtigung der oben aufgeführten Rahmenbedingungen (siehe Absatz „Discounterstandort“) umsetzbar ist und auch gewünscht wird. Die verbleibenden überwiegend unbebauten (Teilbereiche C-F) sollen primär für eine Wohnbauentwicklung zu Verfügung gestellt werden, wobei insbesondere dem Schutz vor Verkehrslärm Rechnung zu tragen ist. Entsprechend der Maßgaben einer 3-fachen Innenentwicklung soll ein qualitätvolles Freiraumgerüst entworfen werden, das sowohl die bahnparallelen als auch die übrigen Grünstrukturen und deren Nutzung aufgreift und verbindet. Das Freiraumgerüst soll dabei sowohl Qualitäten für eine wohnungsnahe Erholung, als auch einen Lebensraum für Tiere und Pflanzen bieten und in Gänze zur Anpassung an den Klimawandel beitragen. Im Zuge des Qualifizierungsverfahrens werden zudem Vorschläge erarbeitet, wie eine innovative Kleingartennutzung von mind. 5 000 m² in das Freiraumkonzept integriert und qualitativ ausgestaltet werden kann. Die Entwicklung der Teilbereiche soll städtebaulich aufeinander abgestimmt erfolgen und dabei die Dottendorfer Straße als verbindenden, urbanen Raum integrieren. Dies entspricht den Empfehlungen des Städtebau- und Gestaltungsbeirates vom 06.09.2017. Hierbei ist insbesondere der geplante Ausbau einer niveaufreien Bahnquerung (Unterführung) zur Ollenhauerstraße hin zu berücksichtigen.Seite 6 von 116 Seite 7 Für eine mögliche Erweiterung der Bahntrasse auf vier Gleise ist entlang der bestehenden Gleise ein rund 25 Meter Korridor von Bebauung freizuhalten. Ebenfalls zu berücksichtigen sind Flächen für einen bahnparallelen Radschnellweg. VERFAHRENSVORSCHLAG Die geplante Entwicklung ist auf Grundlage des geltenden Planungsrechtes nicht möglich, sodass die Änderung durch Bauleitplanverfahren im Vollverfahren mit Umweltprüfung erforderlich wird. Aufgrund der räumlichen Lage, der Größe des Planungsraumes und der differenzierten Planungsziele soll ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt werden. Der Wettbewerb soll kooperativ mit den wesentlichen Eigentümern sowie nach den Vorgaben der RPW (Richtlinie für Planungswettbewerbe) in Abstimmung mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen durchgeführt werden. Mit dem Eigentümer des Miesen-Geländes besteht hierüber Einvernehmen. Politische Vertreter werden in das Verfahren mit eingebunden. Die konkrete Ausgestaltung des Qualifizierungsverfahrens wird im Detail mit dem Städtebau- und Gestaltungsbeirat der Bundesstadt Bonn abgestimmt. Ziel ist die städtebauliche Konkretisierung und integrierte Entwicklung der einzelnen Flächenpotenziale in den Teilräumen. Die Ermittlung der städtebaulich angemessenen Dichte sowie der Freiraumstruktur ist Gegenstand des Wettbewerbs. Am 04.07.2019 hat sich der Rat der Stadt Bonn dem Bürgerantrag „Resolution zur Ausrufung des Klimanotstandes unterstützen“ angeschlossen (DS-Nr. 1911216). Dementsprechend sollen im Verfahren vorbildliche Lösungsansätze für eine klimagerechte Quartiersentwicklung erarbeitet werden. Zum einen betrifft dies die Handlungsfelder Energieversorgung, Gebäudebewirtschaftung, Verkehr, zum anderen erfordern die Folgewirkungen des Klimawandels die Entwicklung von Anpassungsstrategien an Extremwetterlagen wie Hitze und Starkregen. Die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung aus dem Jahr 2018 (Quartiersdialog Kessenich/Dottendorf, siehe unten) sowie die Ziele aus dem Rahmenplan Bundesviertel (siehe oben) sollen in der Aufgabenstellung berücksichtigt werden. Die Ergebnisse des Wettbewerbs bilden die Grundlage für die folgende Bauleitplanung. Dabei ist vorgesehen, für den gesamten Planungsraum im Rahmen der Bauleitplanung eine gemeinsame frühzeitige Beteiligung gemäß § 3(1) BauGB durchzuführen, bevor angesichts einer differenzierten Eigentümerstruktur und unterschiedlicher zeitlicher Entwicklungshorizonte für die Teilräume im weiteren Verfahren voraussichtlich eigenständige, ggf. vorhabenbezogene Bebauungsplanverfahren weitergeführt werden. EINSCHÄTZUNG DES VORHABENS Die oben aufgeführten brachgefallenen und ungenutzten Bereiche nördlich und südlich der Dottendorfer Straße stellen mit bis zu 9 ha möglichen Bauflächen eines der letzten großen Entwicklungspotenziale im Stadtbezirk Bonn dar. Angesichts der zentralen Lage des Areals an derSeite 7 von 116 Seite 8 Schnittstelle unmittelbar zwischen dem Arbeitsplatzschwerpunkt Bundesviertel und den Wohnsiedlungsbereichen von Dottendorf und Friesdorf sowie einem anhaltend hohen Bedarf sowohl an Wohnbauflächen wie auch an Flächen für gewerbliche Nutzungen (insbesondere Büro- und Verwaltungsnutzungen), bietet sich die Entwicklung eines gemischt genutzten Quartiers an. Die geplante Entwicklung wird damit dem gesamtstädtischen Ziel einer flächensparenden Innenentwicklung durch die Wiedernutzung vormals bebauter und erschlossener Flächen gerecht. Bedingt durch die gegebenen Immissionsvorbelastungen (Lärm) durch das Heizkraftwerk entfällt der Schwerpunkt im Miesen-Gelände (Teilbereich A) auf konfliktfreie, d. h. gewerbliche Nutzung wie Büros, Forschungs- oder Wissenschaftseinrichtungen sowie ggf. ergänzende Angebote wie Dienstleistungen, Gastronomie oder Bäckerei. In den Teilbereichen B - F südlich der Dottendorfer Straße sollte eine wohnbauliche bzw. mischgebietstypische Entwicklung weiterverfolgt werden (siehe Anlage 2). Hierbei wird jedoch nicht die vorhandene gewerbliche Nutzung des Gewerbestandorts „In der Raste“ vom Grundsatz her infrage gestellt. Allerdings ist aufgrund der heranrückenden Wohnbebauung zur Berücksichtigung der Belange des Immissionsschutzes eine neue Reglementierung bzw. auch Einschränkung der heute planungsrechtlich uneingeschränkt zulässigen gewerblichen Nutzungen erforderlich. Dabei ist u.a. auch der Konflikt zwischen einer möglichen, heranrückenden Wohnnutzung und dem bestehenden Bordellbetrieb – insofern dieser auch zukünftig bestehen bleibt - planerisch zu lösen. Unter Berücksichtigung eines signifikant hohen Anteils an Geschosswohnungsbau sowie einer angemessenen Bebauungsdichte können nach ersten Abschätzungen bis zu 450 Wohneinheiten realisiert werden. Bei Wohnungsbauvorhaben auf privaten Flächen, welche durch Investoren aufbauend auf Anpassung des Planungsrechtes durch vorhabendbezogene B-Plänen (oder Angebots-B-Plänen mit städtebaulichen Vertrag) entwickelt werden, greift das Bonner Baulandmodell. Hierdurch müssen bei diesen Vorhaben ein Anteil von mindestens 40 % der BGF Wohnen als öffentlich geförderter Wohnungsbau errichtet werden; weiter müssen Investoren eine Kostenbeteiligung zur Herstellung der durch das Vorhaben ausgelösten Kita-Plätze leisten. Auf Flächen im Eigentum der Stadt greift das Bonner Baulandmodell per Definition nicht. Bei der Entwicklung und Vermarktung dieser Flächen sollte die Stadt jedoch insbesondere bezüglich des Anteils an gefördertem Wohnungsbau nicht hinter den Anforderungen des Bonner Baulandmodells für private Investoren zurückbleiben. Bei der Entwicklung und Vermarktung der städtischen Flächen sind zukünftig auch die zurzeit im Rahmen der Arbeitsgruppen zum Thema „geförderter Wohnungsbau“ thematisierten Maßnahmen und Instrumente zu berücksichtigen. Gemäß des Ratsbeschlusses „Bonner Wohnungsnot durch aktives städtisches Flächenmanagement bekämpfen“ (DS-Nr. 1512113EB8) werden städtische Flächen zunächst der VEBOWAG angeboten. Zudem wird im weiteren Verfahren bzw. im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbsverfahren untersucht werden, ob insbesondere auf den städtischen Flächen innovative Konzepte aus den Bereichen nachhaltiger Wohnungsbau, neue Wohnformen oder innovative Mobilität und Freiflächengestaltung an dem Standort umgesetzt werden können. Angesichts einer hohen Anzahl möglicher Wohneinheiten sind im weiteren Verfahren der Bedarf an Einrichtungen der sozialen Infrastruktur (bspw. Kinderbetreuungseinrichtung) zu ermitteln und ggf. entsprechende Standorte in das Gesamtkonzept zu integrieren. Mobilität und VerkehrSeite 8 von 116 Seite 9 Die verkehrliche Leistungsfähigkeit der Dottendorfer Straße für den motorisierten Verkehr ist heute durch lange Schrankenschließzeiten des Bahnüberganges zur Ollenhauerstraße eingeschränkt. Zudem stellt der Bahnübergang auch für den Rad- und Fußgängerverkehr eine erhebliche Barriere dar. Erst mit dem mittelfristig absehbaren Ausbau einer niveaufreien Querung zur Ollenhauer Straße hin wird diese Barrierewirkung abgebaut und ist eine höhere Leistungsfähigkeit zu erwarten. Vor diesem Hintergrund wurde zwischen der Stadt Bonn und der Deutsche Bahn AG eine Planungsvereinbarung für den Bau einer Unterführung an der Dottendorfer Straße abgeschlossen. Die Verwaltung wurde gebeten, frühzeitig die verkehrsplanerischen Aspekte und Auswirkungen in eine städtebauliche Qualifizierung mit einzubeziehen (DS-Nr. 1812720EB3). Hierfür wurde das Büro IGEPA Verkehrstechnik, Eschweiler, mit einer fachplanerischen Begutachtung (Anlage 3) beauftragt. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass der Gutachter eine „Worst-Case-Betrachtung“ vorgenommen hat, d.h.: Die hier prognostizierte Verkehrszunahme berücksichtigt noch keine Maßnahmen des Mobilitätsmanagements für die einzelnen Projekte, die zu einer maßgeblichen Reduzierung des zugrunde gelegten MIV führen könnten. Der aktuelle Untersuchungsstand sowie eine verkehrsplanerische Einschätzung werden im Folgenden zusammengefasst: Im Rahmen der Untersuchung des Büros IGEPA Verkehrstechnik, Eschweiler, wurden zunächst die derzeitigen Kapazitäten des Verkehrsnetzes auf Basis aktueller Verkehrszählungen (Stand Mai 2019) analysiert. Einbezogen wurden die Knotenpunkte Karl-Barth-Str./Dottendorfer Str./Servatiusstr., Oscar- Romero-Allee/Ollenhauerstr./Nahum-Goldmann-Allee/Dottendorfer Str., Christian-Miesen- Str./Dottendorfer Str. und Dottendorfer Str./In der Raste (Nord/Süd). Darüber hinaus wurden die Schrankenschließzeiten am Bahnübergang Dottendorfer Str. und die daraus resultierenden Rückstaulängen erfasst. Im nächsten Schritt (Teil A, Netzfall A1, Status Quo) erfolgte eine Prognose der planinduzierten Ziel- und Quellverkehre auf Grundlage einer überschläglichen Einschätzung der städtebaulichen Entwicklungspotenziale in den Teilräumen (s. Anlage 2) zunächst ohne Unterführung der Bahntrasse (Netzvariante A1). Die Prognose differenziert zwischen gewerblichen Nutzungen (Büro/Dienstleistung), Wohnen und der Sondernutzung Boardinghouse/Hotel. Die unterschiedlichen Nutzungen sind durch teils gegenläufige Ziel- und Quellverkehre und ein nutzerspezifisches Mobilitätsverhalten gekennzeichnet. Darüber hinaus wurde ein Szenario mit Ansiedlung eines Discounters auf dem ehemaligen Lubig-Gelände (Teilbereich B) untersucht. In diesem Szenario wurde der gewerbliche Anteil entsprechend reduziert. Insgesamt sind im ungünstigsten Fall aus den städtebaulichen Entwicklungspotentialen rd. 5.000 Zusatzfahrten/Tag bzw. rd. 6.600 Zusatzfahrten/Tag unter Berücksichtigung eines Discounters zu erwarten. Maßgeblich für die Beurteilung der Kapazitätsreserven im Verkehrsnetz ist die Untersuchung der Leistungsfähigkeit in der Morgen- und Nachmittagsspitzenstunde an den o.a. Knotenpunkten. Im Ergebnis der Bewertung der Knotenpunkte entsprechend der Einstufung in die Qualitätsstufen nach dem Handbuch für die Bemessung von Straßenverkehrsanlagen (HBS 2015), wird eine Ertüchtigung des Knotens Dottendorfer Str./Karl-Barth-Str./Servatiusstr. für die zukünftige Verkehrsabwicklung als notwendig angesehen. Gutachterlich wurde zunächst eine zusätzliche Linksabbiegerspur in die Servatiusstr. geprüft, die eine ausreichend leistungsfähige Verkehrsabwicklung in alle Fahrtrichtungen ermöglichen würde. Zu prüfen wären im weiteren Verfahren aber auch andere Lösungen zur Optimierung des Knotens. Weiterhin ist in der Christian-Miesen-Str. ein separater Fahrstreifen für Rechtseinbieger in die Dottendorfer Str. erforderlich, um ein möglichst störungsfreies Ausfahren der nach Westen orientierten Verkehre zu ermöglichen. Empfohlen wird darüber hinaus eine zusätzliche Linksabbiegespur von der Dottendorfer Str. in die Christian-Miesen-Str., um bei Rückstauerscheinungen während der Schrankenschließzeiten ein freies Linksabbiegen zu ermöglichen bzw. während der Schrankenöffnungszeiten Behinderungen der Geradeausverkehre durch wartende Linksabbieger zu vermeiden.Seite 9 von 116 Seite 10 Unter Berücksichtigung dieser Maßnahmen kommt das Gutachten zum Ergebnis, dass die Kapazitäten der Verkehrsinfrastruktur für eine Aufnahme der zusätzlichen Verkehrsmengen ausreichend leistungsfähig sind. Der zweite Teil des Verkehrsgutachtens (Teil B, Netzfall P1 mit Bahnquerung) wird die Netzvariante P1 im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens untersuchen. In dieser Variante wird eine Verkehrsprognose unter Berücksichtigung einer Unterführung der Bahntrasse durchgeführt. Grundlage für diese Betrachtung soll das Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs sein, das konkretere Aussagen zur Nutzungsverteilung und zur städtebaulichen Dichte in den Teilbereichen des Planungsraumes liefern wird. In diesem konkretisierenden zweiten Teil des Verkehrsgutachtens werden auch die von VSU, Beratende Ingenieure für Verkehr, Städtebau und Umweltschutz, Herzogenrath, prognostizierten Zusatzverkehre gemäß der neuen Rahmenplanung Bundesviertel berücksichtigt. Es ist zu erwarten, dass aus der Realisierung der planfreien Querung der Bahntrasse Zusatzverkehre insbesondere auf der Dottendorfer Str. resultieren werden. Die Leistungsfähigkeit des Knotens Oscar-Romero-Allee/Ollenhauerstr./Nahum-Goldmann-Allee/Dottendorfer Str. wird ohne den beschrankten Bahnübergang jedoch auch optimiert. Auch für Fußgänger und Radfahrer wird die Erreichbarkeit des Plangebietes ohne die Barriere des Bahnübergangs deutlich verbessert. Insgesamt ist auch außerhalb des Planungsraumes von einer veränderten großräumigen Verteilung der Verkehre im Straßennetz auszugehen, die ggf. weitere verkehrslenkende Maßnahmen erforderlich machen wird. Mobilitätskonzept Entsprechend der Ziele des neuen Rahmenplans Bundesviertel ist bei allen Standortentwicklungen eine Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs und des Stellplatzbedarfes zu forcieren. Es soll daher auf Grundlage der Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung eine Wirkungsabschätzung von Maßnahmen zur Verbesserung alternativer Mobilitätsformen und Verkehrsminderung vorgenommen werden. Der erste Teil des Verkehrsgutachtens zur Untersuchung der Leistungsfähigkeit des heutigen Verkehrsnetzes (Teil A, Netzfall A1, Status Quo) berücksichtigt zunächst nur einen ÖPNV-Abschlag bei der Verkehrserzeugung und stellt somit grundsätzlich den ungünstigsten Belastungsfall dar. Ein standortbezogenes Mobilitätskonzept ist daher aufbauend auf dem Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs zu entwickeln. Entsprechende Ideen sollen im Rahmen des Wettbewerbs entwickelt und in der Projektentwicklung durch konkrete, nutzerspezifische Maßnahmen umgesetzt werden. Die Mobilitätskonzepte werden sowohl im Rahmen des Bauleitplanverfahrens bzw. im Rahmen städtebaulicher Verträge, als auch projektbezogen im Zuge von Baugenehmigungen soweit möglich gesichert. Langfristig ist beabsichtigt, die DB-Bahntrasse zwischen Bonn Hbf und Bad Godesberg in Teilbereichen auf vier Gleise zu erweitern. Daher ist bei der weiteren Entwicklung des Bereiches ein Freihaltekorridor von etwa 25 Metern zu berücksichtigen. Das zukünftige Quartier unter der Maßgabe einer 3-fachen Innenentwicklung in qualitätvoller Weise an das gesamtstädtische Radverkehrsnetz sowie an das örtliche Fuß- und Radwegenetz anzubinden. Discounterstandort Im Zuge der politischen Beratung zur Entwicklung am Rheinweg-Süd, Kessenich, (DS-Nr. 1711579EB18) wurde die Verwaltung beauftragt, mit dem neuen Vorhabenträger über einen möglichen Discounter-Standort bis 800 m² Verkaufsflächen auf dem ehemaligen Miesengelände zu verhandeln und die entsprechenden städtebaulichen Auswirkungen auf Grundlage einer Gesamtplanung für das Umfeld Dottendorfer Straße erneut zu bestimmen.Seite 10 von 116 Seite 11 Wie in der Verwaltungsvorlage 1711579NV16 aufgeführt, kommt die Gutachterin vom Büro Junker und Kruse zu dem Ergebnis, dass die Ansiedlung eines Lebensmittedeldiscounters auf dem Miesengelände mit einer maximalen Verkaufsfläche von 800 qm rein rechnerisch eine städtebaulich verträgliche Größenordnung im Sinne des § 11 Abs. 3 Baunutzungsverordnung darstellt, sodass der Standort planungsrechtlich realisiert werden könnte. Eine erneute Begutachtung wäre somit hinfällig. Verkaufsflächen über 800 qm dagegen würden negative Auswirkungen auf benachbarte Zentren zur Folge haben. Jedoch wird im Gutachten bei einer Kompatibilitätsprüfung herausgearbeitet, dass das Vorhaben mit den Zielen und Grundsätzen des Bonner Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes nicht übereinstimmt. Dabei wird hervorgehoben, dass der Umsatz nicht durch die Wohnbevölkerung im Umkreis generiert werden kann. Der Standort ist städtebaulich nicht integriert und kann auch keine unterversorgten Wohngebiete bezüglich Nahversorgung abdecken. Daher fördert der Standort nicht das Ziel des der Stärkung der Nahversorgungsstruktur in der Stadt Bonn. Insofern müsste für diesen Standort eine auf Besonderheiten des Einzelfalls abstellende Abweichung vom Einzelhandels- und Zentrenkonzept formuliert und politisch beschlossen werden. Eine Abfrage beim Vorhabenträger (Cresco Projektentwicklung) hat ergeben, dass dieser der Entwicklung eines Discounterstandortes vom Grundsatz her offen gegenübersteht. Dieser würde von ihm jedoch nur im Bereich des ehemaligen Lubig-Geländes (Teilbereich B) weiterverfolgt werden. Ein Standort nördlich der Dottendorfer Straße (Ehem. Miesengelände) wird aus stadtgestalterischer und funktionaler Sicht abgelehnt. Zudem wird weiterhin vorausgesetzt, dass die mit einem nicht integrierten Einzelhandelsstandort verbundenen verkehrlichen Auswirkungen die Leistungsfähigkeit der Dottendorfer Straße nicht in einer Weise reduzieren, dass die ursprünglichen Entwicklungsabsichten des Vorhabenträgers aus verkehrlichen Gründen erheblich eingeschränkt werden. Umweltbelange - Im Sinne einer klimagerechten Stadtentwicklung werden die Ergebnisse der Klimaanalyse sowie die Empfehlungen der Planungshinweiskarte des ZURES-Projektes (DS-Nr. 1912146), sowie eine energieeffiziente Bauweise und Energieversorgung bei der weiteren Planung Berücksichtigung finden. - Die Flächen im Umfeld der Dottendorfer Straße unterliegen verschiedenen Vorbelastungen durch Lärmimmissionen (Bahn, Straße, Freizeit/Sport, Gewerbe). Im Rahmen des durchzuführenden Qualifizierungsverfahrens sind diese zu berücksichtigen und städtebauliche Lösungen hierfür zu entwickeln. Zudem muss gewährleistet sein, dass das angrenzende Heizkraftwerk durch heranrückende sensiblere Nutzungen nicht in seinem Betrieb eingeschränkt wird. - Im wohnbaulichen Entwicklungsbereich „In der Raste“ liegen Flächen, die im Altlastenkataster der Stadt Bonn verzeichnet sind. Hierbei handelt es sich um zwei Altablagerungen und vier Altstandorte. Im Hinblick auf die Schaffung von gesunden Wohn- und Arbeitsverhältnissen ist zu prüfen, ob von diesen Flächen eine Gefährdung ausgeht und die Bebaubarkeit insbesondere der städtischen Flächen auch aus wirtschaftlicher Sicht beeinflusst wird. - Artenschutzrechtliche Belange sind insbesondere im Bereich der ehemaligen Friedhofserweiterung Südfriedhof, entlang der Bahntrasse sowie der Hundesportwiese zu erheben. - Zur Darstellung der Freiraumplanerischen Belange ist ein Grünordnungsplan zu erstellen. In den sich anschließenden B-Planverfahren werden die Ergebnisse der durchgeführten Umweltprüfungen in einem Umweltbericht zusammengetragen. Für die zu erwartenden Eingriffe in Boden, Natur und Landschaft ist eine Eingriffs-/ Ausgleichsbilanzierung zu erstellen.Seite 11 von 116 Seite 12 Quartiersdialog Kessenich/Dottendorf am 21. Juni 2018 Am 21. Juni 2018 wurden im Rahmen einer Informationsveranstaltung zur Quartiersentwicklung in Kessenich und Dottendorf unter anderem auch die städtebaulichen Rahmenbedingungen und mögliche Zielsetzungen einer Entwicklung im Umfeld Dottendorfer Str./In der Raste (Bahnquartiere Süd) erläutert. Dabei wurden keine Beiträge und Hinweise eingebracht, die die oben aufgeführten Entwicklungsziele grundsätzlich in Frage stellen: - Eine gewerbliche Nachnutzung des Miesengeländes wurde oftmals begrüßt. - Die Bedeutung einer Unterführung zur Ollenhauerstraße wurde betont, wobei auch zusätzliche Verkehre für die angrenzenden Quartiere befürchtet werden. - Insbesondere die Berücksichtigung des Radverkehrs wird gewünscht (Anbindung des Quartiers sowie durchgehende Radschnelltrasse) Hinweise und Anmerkungen der Teilnehmer wurden in einer Dokumentation festgehalten (siehe Anlage 4) Anlage/n 1 Übersichtspläne (Anl. 1 u. 2), Verkehrsuntersuchung (Anl. 3) und Dokumentation (Anl. 4) (öffentlich)Seite 12 von 116 67b'7(%$8/,&+((17:,&./81* Ä80)(/''277(1'25)(5675$66(³ (KHP&KULVWLDQ0LHVHQ*HOlQGH,QGHU5DVWH %XQGHVVWDGW%RQQ$PW 0Seite 13 von 116 Stadt Bonn | Stadtplanungsamt | 61-23 Stand: August 2019 Anlage 2 B A C D F E Teilbereich B - Ehemalige Großbäckerei ca. 8 300 m² (privat, Cresco Projektentwicklung) Potenzial: Wohnen, Boarding House, Büro ergänzendes Angebot: bspw. Gastronomie, Bäckerei, Dienstl. ggf. Discounterstandort Teilbereich A - Ehemaliges Christian-Miesen-Gelände ca. 45 000 m² (privat, Cresco Projektentwicklung) Potenzial: Büro, Dienstleistung, Forschung, Wissenschaft, nicht störendes Gewerbe, ergänzendes Angebot: bspw. Gastronomie, Bäckerei, Dienstleistungen UMFELD DOTTENDORFER STR. STÄDTEBAULICHE ENTWICKLUNGSPOTENZIALE Freihaltekorridor 25 Meter für poenzielle Erweiterung DB-Trasse auf 4 Gleise Teilbereich E - Arrondierungsflächen ca. 2 000 m² (städtisches Eigentum) Potenzial: Wohnen, Gewerbe Arrondierung für angrenzendes Grundstück Teilbereich F - Hundesportwiese ca. 9 000 m² (städtisches Eigentum) Potenzial: Wohnen, Freiraumentwicklung Bestand (Erhalt) Teilbereich C - Ehemalige Friedhofserweiterung ca. 17 000 m² (städtisches Eigentum) Potenzial: vorwiegend Wohnen, innovative Wohnformen Teilbereich D - Brachfläche ca. 8 700 m² (privat) Potenzial: vorwiegend WohnenSeite 14 von 116 ___________________________________________________________________________ _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Bundesstadt Bonn Standortentwicklungen an der Dottendorfer Straße Fachbeitrag Verkehr Teil A: Netzfall A1 (Status Quo) ________________________________________________________ Auftraggeber: Terrabon GmbH / WID R1 Bonn GmbH Rudi-Dutschke-Straße 26 10969 Berlin ________________________________________________________ Bearbeitet: Dipl.-Ing. Markus Geuenich Stand: 29. August 2019 ________________________________________________________________Seite 15 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Bundesstadt Bonn Standortentwicklungen an der Dottendorfer Straße Fachbeitrag Verkehr Teil A: Netzfall A1 (Status Quo) Erläuterungsbericht Inhaltsverzeichnis 1.) Einführung und Aufgabenstellung ..................................................................... 1 2.) Nutzungsszenarien.............................................................................................. 1 3.) Ermittlung der zu erwartenden Verkehrserzeugung ........................................... 2 4.) Verteilung der Zusatzverkehre im Netz ............................................................. 4 5.) Verkehrsbelastungsdaten .................................................................................... 5 5.1 Analyse .............................................................................................................. 5 5.2 Prognosebelastungsdaten .................................................................................. 5 6.) Berechnungsverfahren ........................................................................................ 6 6.1 Signalisierte Standardknotengeometrien ......................................................... 6 6.2 Unsignalisierte Standardknotengeometrien ...................................................... 8 7.) Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Servatiusstraße / Karl-Barth-Straße ......... 12 7.1 Szenario 1 ........................................................................................................ 13 7.1.1 Morgenspitzenstunde........................................................................................ 13 7.1.2 Nachmittagsspitzenstunde ................................................................................ 14 7.2 Szenario 2 ........................................................................................................ 17 7.2.1 Morgenspitzenstunde........................................................................................ 17 7.2.2 Nachmittagsspitzenstunde ................................................................................ 18 8.) Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Oscar-Romero-Allee / Nahum-Goldmann- Allee / Ollenhauer Straße ................................................................................. 21 8.1 Szenario 1 ........................................................................................................ 22 8.1.1 Morgenspitzenstunde........................................................................................ 22 8.1.2 Nachmittagsspitzenstunde ................................................................................ 24 8.2 Szenario 2 ........................................................................................................ 25 8.2.1 Morgenspitzenstunde........................................................................................ 25 8.2.2 Nachmittagsspitzenstunde ................................................................................ 26Seite 16 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 9.) Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Christian-Miesen-Straße .......................... 28 9.1 Szenario 1 ........................................................................................................ 29 9.1.1 Morgenspitzenstunde........................................................................................ 29 9.1.2 Nachmittagsspitzenstunde ................................................................................ 30 9.2 Szenario 2 ........................................................................................................ 31 9.2.1 Morgenspitzenstunde........................................................................................ 31 9.2.2 Nachmittagsspitzenstunde ................................................................................ 31 10.) Knotenpunkt Dottendorfer Straße / In der Raste West..................................... 32 10.1 Szenario 1 ........................................................................................................ 33 10.1.1 Morgenspitzenstunde........................................................................................ 33 10.1.2 Nachmittagsspitzenstunde ................................................................................ 34 10.2 Szenario 2 ........................................................................................................ 35 10.2.1 Morgenspitzenstunde........................................................................................ 35 10.2.2 Nachmittagsspitzenstunde ................................................................................ 35 11.) Knotenpunkt Dottendorfer Straße / In der Raste Ost ....................................... 36 11.1 Szenario 1 ........................................................................................................ 38 11.1.1 Morgenspitzenstunde........................................................................................ 38 11.1.2 Nachmittagsspitzenstunde ................................................................................ 38 11.2 Szenario 2 ........................................................................................................ 39 11.2.1 Morgenspitzenstunde........................................................................................ 39 11.2.2 Nachmittagsspitzenstunde ................................................................................ 40 12.) Erforderliche / Empfohlene Maßnahmen in den Knotenpunkten .................... 41 13.) Zusammenfassung / Resümee Untersuchungsteil Teil A ................................. 42Seite 17 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 1/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 1.) Einführung und Aufgabenstellung An der Dottendorfer Straße, im Bereich zwischen der Servatiusstraße im Westen und der Oscar-Romero-Allee im Osten, sind an der Christian-Miesen-Straße und In der Raste verschiedene Standortentwicklungen geplant. Im Rahmen dieser Verkehrsuntersuchung sollen die verkehrlichen Auswirkungen der geplanten Entwicklungen auf die umliegenden Straßenzüge, sowie die Knotenpunkte Dottendorfer Straße / Servatiusstraße / Karl-Barth- Straße, Dottendorfer Straße / Oscar-Romero-Allee / Nahum-Goldmann-Allee / Ollenhauer Straße, Dottendorfer Straße / Christian-Miesen-Straße, Dottendorfer Straße / In der Raste West und Dottendorfer Straße / In der Raste Ost untersucht und dargestellt werden. In diesem Teil A der Untersuchung wird zunächst die verkehrliche Situation im bestehenden Verkehrsnetz, mit plangleicher Bahnquerung (BÜ) am Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Oscar-Romero-Allee / Nahum-Goldmann-Allee / Ollenhauer Straße, als Netzfall A1 betrachtet. Im weiteren Verfahren wird im Teil B der Untersuchung ein geplanter Netzfall P1 betrachtet, in dem die Bahnquerung (BÜ) am Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Oscar-Romero-Allee / Nahum-Goldmann-Allee / Ollenhauer Straße planfrei ausgebaut ist. Diesem Netzfall wird das Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbs, sowie die vom Büro VSU, Beratende Ingenieure für Verkehr, Städtebau und Umweltschutz, Herzogenrath, prognostizierten Zusatzverkehre gemäß der neuen Rahmenplanung Bundesviertel zu Grunde liegen. 2.) Nutzungsszenarien In Abstimmung mit den Fachämtern der Stadt Bonn werden folgende Nutzungsszenarien für die Standortentwicklungen untersucht. Szenario 1 Büronutzung Christian-Miesen-Gelände: ca. 80.000m² BGF Büronutzung In der Raste: ca. 5.000m² BGF Wohnnutzung Lubig-Gelände: ca. 150 Wohneinheiten Wohnnutzung In der Raste: ca. 300 Wohneinheiten Hotel/Boardinghouse Lubig-Gelände: ca. 5.000 m² BGFSeite 18 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 2/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Szenario 2 Büronutzung Christian-Miesen-Gelände: ca. 80.000m² BGF Büronutzung In der Raste: ca. 4.000m² BGF Wohnnutzung Lubig-Gelände: ca. 150 Wohneinheiten Wohnnutzung In der Raste: ca. 300 Wohneinheiten Hotel/Boardinghouse Lubig-Gelände: ca. 5.000 m² BGF Discounter In der Raste: < 800m² VKF 3.) Ermittlung der zu erwartenden Verkehrserzeugung Für die Ermittlung der Verkehrserzeugung wurden aktuelle Parameter des bundesweit anerkannten Programmes „Ver_Bau – Programm zur Abschätzung des Verkehrsaufkommens durch Vorhaben der Bauleitplanung“ (Bosserhoff, Gustavsburg 2019) herangezogen. Dieses Programm basiert auf den einschlägigen Studien „Integration von Verkehrsplanung und räumlicher Planung“, Teil 2: „Abschätzung der Verkehrserzeugung aus Vorhaben der Bauleitplanung“ (Hessischen Landesamtes für Straßen- und Verkehrswesen, Bosserhoff) und „Hinweise zur Schätzung des Verkehrsaufkommens von Gebietstypen“ (Forschungsgesellschaft für Strassen- und Verkehrswesen (FGSV)). Die in diesen Studien hinterlegten Parameter und Ansätze werden im Rahmen des Programmes „Ver_Bau“ regelmäßig aktualisiert. Die mit den Fachämtern der Stadt Bonn abgestimmten Parameter und die daraus resultierenden Verkehrserzeugungen für die einzelnen Nutzungen sind in der Anlage 10 in Tabellenform ermittelt und dargestellt. Der MIV1-Anteil am Modal-Split für die Büronutzungen wurde hierbei abstimmungsgemäß zunächst ohne Berücksichtigung von zusätzlichen Mobilitätsmaßnahmen zur Förderung der Nutzung des Umweltverbundes angenommen. Hierzu wird im weiteren Verfahren ein standortbezogenes Mobilitätskonzept erstellt. Die diesbezüglichen Parameteransätze bilden damit den ungünstigsten Belastungsfall ab. 1 Motorisierter Individual-VerkehrSeite 19 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 3/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Da der Discounter gemäß den Angaben der Fachämter der Stadt Bonn derzeit als „nicht integriert“ eingestuft wird, wird hier von einem autoaffinen Standort ausgegangen. Für die beiden Untersuchungsszenarien ergeben sich folgende Verkehrserzeugungen: Szenario 1 DTVw Morgenspitze Nachmittagsspitze Kfz-Fahrten/d Kfz-Fahrten/h Kfz-Fahrten/h Büronutzung Ch.-Miesen- Gelände (80.000m² BGF) 3590 572 365 Büronutzung In der Raste (5.000 m² BGF) 225 39 25 Wohnnutzung Lubig-Gelände 350 29 34 Wohnnutzung In der Raste 769 59 73 Hotel/Boardinghouse 49 6 5 Summe 4983 705 502 Tabelle 1: Verkehrserzeugungen Szenario 1 Szenario 2 DTVw Morgenspitze Nachmittagsspitze Kfz-Fahrten/d Kfz-Fahrten/h Kfz-Fahrten/h Büronutzung Ch.-Miesen- Gelände (80.000m² BGF) 3590 572 365 Büronutzung In der Raste (4.000 m² BGF) 180 31 22 Wohnnutzung Lubig-Gelände 350 29 34 Wohnnutzung In der Raste 769 59 73 Hotel/Boardinghouse 49 6 5 Discounter 1686 99 174 Summe 6624 796 673 Tabelle 2: Verkehrserzeugungen Szenario 2Seite 20 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 4/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 4.) Verteilung der Zusatzverkehre im Netz Die Büro- und Wohnnutzungen werden sich annähernd gleich im Netz verteilen. Die Kundenverkehre des Discounters verteilen sich aufgrund der umliegenden Wohnstrukturen eigenständig. Die Verteilung der prognostizierten Verkehre wurde gutachterlich wie folgt angenommen: Bild 1: Verkehrsverteilung Büro-/Wohnnutzung2 Bild 2: Verkehrsverteilung Einzelhandelsnutzung3 2 Kartengrundlage: Land NRW (2019) - Lizenz dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0) – Eintragungen IGEPA Verkehrstechnik GmbH 3 Kartengrundlage: Land NRW (2019) - Lizenz dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0) – Eintragungen IGEPA Verkehrstechnik GmbHSeite 21 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 5/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Die knotenstrombezogene Verteilung der Zusatzverkehre in den Spitzenstunden der beiden Szenarien ist in Anlage 11 dargestellt. 5.) Verkehrsbelastungsdaten 5.1 Analyse Als Bearbeitungsgrundlage wurden aktuelle, knotenstrombezogene Verkehrsbelastungsdaten für die Knotenpunkte Dottendorfer Straße / Servatiusstraße / Karl-Barth-Straße, Dottendorfer Straße / Oscar-Romero-Allee / Nahum-Goldmann-Allee / Ollenhauer Straße, Dottendorfer Straße / Christian- Miesen-Straße, Dottendorfer Straße / In der Raste West und Dottendorfer Straße / In der Raste Ost erhoben. Die Erhebungen fanden an einem repräsentativen Werktag (07.05.2019) statt. Die Analyse-Verkehrsbelastungen sind in den Anlagen 1 bis 4 knotenstrombezogen [Kfz/h, SV4%] dargestellt. Zeitgleich wurden die Schrankenschließzeiten in den Morgen- und Nachmittagsstunden, sowie die resultierenden Rückstauerscheinungen am Bahnübergang Dottendorfer Straße ermittelt. Die Schrankenschließzeiten liegen in den Spitzenstunden zwischen 37 Minuten und 48 Minuten je Stunde. Die daraus resultierenden Rückstauerscheinungen wurden mit bis zu 192m in der Dottendorfer Straße dokumentiert. Die diesbezügliche, detaillierte Auswertung liegt als Anlage 5 bei. 5.2 Prognosebelastungsdaten Die unter 3.) ermittelten Zusatzverkehre wurden gemäß Kap. 4.) in das Netz verteilt und für die beiden Szenarien mit den Analyseverkehrsbelastungsdaten überlagert. Die resultierenden Prognosebelastungen der Spitzenstunden sind den Anlagen 6 bis 9 knotenstrombezogen [Kfz/h, SV %] dargestellt. 4 SV: Schwerverkehr >3,5tSeite 22 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 6/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 6.) Berechnungsverfahren 6.1 Signalisierte Standardknotengeometrien Für die verkehrstechnischen Berechnungen als signalisierte Standardknotengeometrie wird das bundesweit anerkannte Programm „Ampel“ (Prof. Brilon, Ahn u. Partner) eingesetzt. Dieses Programm ermittelt über den Vergleich der max. abwickelbaren Belastung (M-mögl.) mit der vorhandenen Belastung, die jeweiligen Leistungsreserven für die einzelnen Ströme bzw. Signalgruppen. Hierbei werden Behinderungen für Abbieger, sowohl gegenüber bevorrechtigten Kfz-Strömen als auch gegenüber „parallel“ geführten Fußgängern/Radfahrern, berücksichtigt. Mit dem Programm Ampel werden die Leistungsfähigkeitsnachweise, insbesondere auch die mittleren Wartezeiten der einzelnen Knotenströme und darüber die Qualitätsstufen (QSV) gemäß des HBS5 2015, sowie die entsprechenden Rückstauerscheinungen berechnet bzw. bewertet. Die Einstufung in die maßgebende Qualitätsstufe nach HBS 2015 sieht wie folgt aus: QSV Mittlere Wartezeit w [s] A ≤ 20 B ≤ 35 C ≤ 50 D ≤ 70 E > 70 F - 1) 1)Die Stufe F ist erreicht, wenn die nachgefragte Verkehrsstärke q über der Kapazität C liegt. Tabelle 3 5 Handbuch für die Bemessung von StraßenverkehrsanlagenSeite 23 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 7/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de QSV A: Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffenen Verkehrsteilnehmer sehr kurz. QSV B: Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffenen Verkehrsteilnehmer kurz. Alle während der Sperrzeit auf dem betrachteten Fahrstreifen ankommenden Kraftfahrzeuge können in der nachfolgenden Freigabezeit weiterfahren. QSV C: Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffenen Verkehrsteilnehmer spürbar. Nahezu alle während der Sperrzeit auf dem betrachteten Fahrstreifen ankommenden Kraftfahrzeuge können in der nachfolgenden Freigabezeit weiterfahren. Auf dem betrachteten Fahrstreifen tritt im Kfz-Verkehr am Ende der Freigabezeit nur gelegentlich ein Rückstau auf. QSV D: Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffenen Verkehrsteilnehmer beträchtlich. Auf dem betrachteten Fahrstreifen tritt im Kfz-Verkehr am Ende der Freigabezeit häufig ein Rückstau auf. QSV E: Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffenen Verkehrsteilnehmer lang. Auf dem betrachteten Fahrstreifen tritt im Kfz-Verkehr am Ende der Freigabezeit in den meisten Umläufen ein Rückstau auf. QSV F: Die Wartezeiten sind für die jeweils betroffenen Verkehrsteilnehmer sehr lang. Auf dem betrachteten Fahrstreifen wird die Kapazität im Kfz-Verkehr überschritten. Der Rückstau wächst stetig. Die Kraftfahrzeuge müssen bis zur Weiterfahrt mehrfach vorrücken.Seite 24 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 8/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 6.2 Unsignalisierte Standardknotengeometrien Für die hier zu bearbeitende Aufgabenstellung gibt es ein - im Auftrage des BMVI entwickeltes und bundesweit anerkanntes - Simulationsprogramm „KNOSIMO“ - KNOtenpunkt SIMulation Ohne Lichtsignalanlage -. Mit diesem Programm werden die jeweiligen Verkehrsabläufe durch digitale, stochastische Simulation mit den Parametern Grenzzeitlücke „tg“ und Folgezeitlücke „tf“ nachgebildet, was im Ergebnis eine detaillierte Beurteilung der Leistungsfähigkeit und der Verkehrsflussqualität über die mittleren Verlustzeiten zulässt. Die Grenz- und Folgezeitlücken entsprechen denen des HBS 2015. Die Einstufung in die maßgebende Qualitätsstufe nach HBS 2015 stellt sich wie folgt dar: QSV Mittlere Wartezeit w [s] A ≤ 10 B ≤ 20 C ≤ 30 D ≤ 45 E > 45 F - 1) 1)Die Stufe F ist erreicht, wenn die nachgefragte Verkehrsstärke q über der Kapazität C liegt. Tabelle 4 Stufe A: Die Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer kann nahezu ungehindert den Knotenpunkt passieren. Die Wartezeiten sind sehr gering. Stufe B: Die Abflussmöglichkeiten der wartepflichtigen Kraftfahrzeugströme werden vom bevorrechtigten Verkehr beeinflusst. Die dabei entstehenden Wartezeiten sind gering. Stufe C: Die Verkehrsteilnehmer in den Nebenströmen müssen auf eine merkbare Anzahl von bevorrechtigten Verkehrsteilnehmern achten. Die Wartezeiten sind spürbar. Es kommt zur Bildung von Stau, der jedoch weder hinsichtlich seiner räumlichen Ausdehnung noch bezüglich der zeitlichen Dauer eine starke Beeinträchtigung darstellt.Seite 25 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 9/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Stufe D: Die Mehrzahl der Verkehrsteilnehmer in den Nebenströmen muss Haltevorgänge, verbunden mit deutlichen Zeitverlusten, hinnehmen. Für einzelne Verkehrsteilnehmer können die Wartezeiten hohe Werte annehmen. Auch wenn sich vorübergehend ein merklicher Stau in einem Nebenstrom ergeben hat, bildet sich dieser wieder zurück. Der Verkehrszustand ist noch stabil. Stufe E: Es bilden sich Staus, die sich bei der vorhandenen Belastung nicht mehr abbauen. Die Wartezeiten nehmen sehr große und dabei stark streuende Werte an. Geringfügige Verschlechterungen der Einflussgrößen können zum Verkehrszusammenbruch führen. Die Kapazität wird erreicht. Stufe F: Die Anzahl der Verkehrsteilnehmer, die in einem Verkehrsstrom dem Knotenpunkt je Zeiteinheit zufließen, ist über eine Stunde größer, als die Kapazität für diesen Verkehrsstrom. Es bilden sich lange, ständig wachsende Staus mit besonders hohen Wartezeiten. Diese Situation löst sich erst nach einer deutlichen Abnahme der Verkehrsstärken im zufließenden Verkehr wieder auf. Der Knotenpunkt ist überlastet.Seite 26 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 10/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Einfluss bevorrechtigter Fußgänger/Radfahrer auf Nebenanlagen Ab- und einbiegende Fahrzeuge (Verkehrsströme 1, 3, 4, 6, 7, 9, 10, 12 der nachstehenden Abbildung) sind gemäß StVO den die Ausfahrt querenden Fußgängern (Fg.) vorfahrtsrechtlich untergeordnet, solange die Verkehrsströme 3, 6, 9 oder 12 nicht durch Dreieckinseln abgetrennt werden. Bild 3: Zuordnung der Kfz- und Fg. - Verkehrsströme gem. HBS 2015 Das HBS 2015 sieht für die betroffenen Verkehrsströme Abminderungsfaktoren (ff,EK,Fi) für die Grundkapazität, in Abhängigkeit von der entsprechenden Anzahl der Fußgänger/Radfahrer je Stunde (qFi), vor. Diese Abminderungsfaktoren berechnen sich demnach für die einzelnen Fg.-Ströme wie folgt: ff,EK,F12/F56 = e -0,000425 x qF12/F56 für qF12/F56 < 600 Fg/h ff,EK,F12/F56 = 0,775 für qF12/F56 > 600 Fg/h ff,EK,F34/F78 = e -0,00085 x qF34/F78 für qF34/F78 < 600 Fg/h ff,EK,F34/F78 = 0,6 für qF34/F78 > 600 Fg/h Die Abminderungsfaktoren ff,EK,F12/F56 sind für die Verkehrsströme 4, 6, 10 und 12 maßgebend, die Abminderungsfaktoren ff,EK,F34/F78 für die Verkehrsströme 1, 3, 7 und 9.Seite 27 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 11/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Die o.a. Abminderungsfaktoren gehen in die Simulationen dahingehend ein, dass die Verkehrsbelastung (qSi) der betroffenen Verkehrsströme gemäß der nachstehenden Berechnungsformel erhöht wird. Maßgebende Verkehrsbelastung (MqSi) = qSi x (1/ff,EK,Fi) Für die betroffenen Knotenpunkte wurde eine Fußgängeranzahl von 50 Fg./h an allen Querungen angenommen. Gemäß den o.a. Berechnungsformeln des HBS ergeben sich demnach folgende Abminderungsfaktoren für die jeweiligen Fg.-Ströme: ff,EK,F12 = 0,979 ff,EK,F34 = 0,958 ff,EK,F56 = 0,979 ff,EK,F78 = 0,958 Basierend darauf gehen die Verkehrsbelastungen der betroffenen Verkehrsströme mit den folgenden Multiplikatoren fM,VSi in die Simulation ein: fM,VS4/12 = 1,021 fM,VS3/7 = 1,043 fM,VS6/10 = 1,021 fM,VS1/9 = 1,043Seite 28 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 12/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 7.) Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Servatiusstraße / Karl-Barth-Straße Der Knotenpunkt wird signaltechnisch, als vollverkehrsabhängiger Einzelknoten gesteuert. Die jeweiligen Freigabezeiten werden knotenstrombezogen über Detektoren ermittelt und nach Bedarf, innerhalb der parametrierten Maximalgrünzeiten, zugewiesen. Für derartige vollverkehrsabhängige Einzelknotensteuerungen ermittelt das Programm Ampel, basierend auf den jeweiligen Verkehrsbelastungen der einzelnen Fahrströme, die optimale Umlaufzeit, verteilt die Freigabezeiten nach dem Bedarf der einzelnen Ströme innerhalb der parametrierten Maximalgrünzeiten und weist die entsprechenden Leistungsfähigkeiten nach HBS 2015 aus. Bild 4: Bestehende Knotengeometrie und Signalgruppenzuordnung Die Berechnungen werden für die Spitzenstunden der Planfälle in den Szenarien 1 und 2 durchgeführt.Seite 29 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 13/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 7.1 Szenario 1 7.1.1 Morgenspitzenstunde Für die hier anliegenden Verkehrsbelastungen beträgt die ermittelte, optimale Umlaufzeit 67 sec. Der resultierende Signalzeitenplan wurde den leistungstechnischen Berechnungen zu Grunde gelegt. Bild 5: Signalzeitenplan U=67 sec. Der Knotenpunkt liegt für den MIV insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = C. Die Signalgruppe „C“ in der Zufahrt der östlichen Dottendorfer Straße liegt in einer QSV = C, alle anderen Signalgruppen weisen eine QSV = B, die fiktive Signalgruppe „BR“ eine QSV=A, aus. . Bild 6: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 1 MorgenspitzeSeite 30 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 14/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 7.1.2 Nachmittagsspitzenstunde Für die in der Nachmittagsspitzenstunde anliegenden Verkehrsbelastungen beträgt die ermittelte, optimale Umlaufzeit >100 sec. Die Umlaufzeit wurde hierbei, mit Rücksicht auf die Wartezeiten der Fußgänger, auf 100 sec. begrenzt. Dies entspricht auch der im Raum Bonn größtenteils üblichen, maximalen Umlaufzeit an signalisierten Knotenpunkten. Der resultierende Signalzeitenplan wurde den leistungstechnischen Berechnungen zu Grunde gelegt. Bild 7: Signalzeitenplan U=100 sec. Der Knotenpunkt liegt für den MIV insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = E. Die Signalgruppe „C“ in der Zufahrt der östlichen Dottendorfer Straße liegt in einer QSV = E, die Signalgruppe „D“ in der westlichen Zufahrt der Dottendorfer Straße in einer QSV = D, die Signalgruppen „B“ und „BL“ in der Zufahrt Karl-Barth-Straße in einer QSV = C und die Signalgruppen „A“ und „AL“ in der Zufahrt Servatiusstraße in einer QSV = B bzw. C. Der 95%-Rückstau in der östlichen Zufahrt der Dottendorfer Straße wird mit 241m angegeben.Seite 31 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 15/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de . Bild 8: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 1 Nachmittagsspitze Die mangelhafte Leistungsfähigkeit, sowie insbesondere die dadurch ausgelösten starken Rückstauerscheinungen in der östlichen Zufahrt der Dottendorfer Straße, erfordern den Ausbau des Knotenpunktes in dieser Zufahrt. Für den Linksabbieger (Strom 7) ist eine separate Linksabbiegespur vorzusehen. Bild 9: Angepasste Knotengeometrie und SignalgruppenzuordnungSeite 32 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 16/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Der Knotenpunkt liegt jetzt für den MIV insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = D. Die Signalgruppe „C“ in der Zufahrt der östlichen Dottendorfer Straße liegt in einer QSV = C, die Signalgruppe „D“ in der westlichen Zufahrt der Dottendorfer Straße in einer QSV = D, die Signalgruppen „B“ und „BL“ in der Zufahrt Karl-Barth-Straße in einer QSV = C und die Signalgruppen „A“ und „AL“ in der Zufahrt Servatiusstraße in einer QSV = B bzw. C. Der 95%-Rückstau für den Linksabbieger in der östlichen Zufahrt der Dottendorfer Straße wird mit 67m angegeben. Bild 10: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 1 Nachmittagsspitze – angepasste KnotengeometrieSeite 33 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 17/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 7.2 Szenario 2 7.2.1 Morgenspitzenstunde Für die im Szenario 2 hier anliegenden Verkehrsbelastungen beträgt die ermittelte, optimale Umlaufzeit ebenfalls 67 sec. Der resultierende Signalzeitenplan wurde den leistungstechnischen Berechnungen zu Grunde gelegt. Bild 11: Signalzeitenplan U=67 sec. Der Knotenpunkt liegt für den MIV insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = C. Die Signalgruppe „C“ in der Zufahrt der östlichen Dottendorfer Straße liegt in einer QSV = C, alle anderen Signalgruppen weisen eine QSV = B, die fiktive Signalgruppe „BR“ eine QSV=A, aus. . Bild 12: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 2 MorgenspitzeSeite 34 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 18/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 7.2.2 Nachmittagsspitzenstunde Für die in der Nachmittagsspitzenstunde anliegenden Verkehrsbelastungen beträgt die ermittelte, optimale Umlaufzeit >100 sec. Die Umlaufzeit wurde hier ebenfalls auf 100 sec. begrenzt. Der resultierende Signalzeitenplan wurde den leistungstechnischen Berechnungen zu Grunde gelegt. Bild 13: Signalzeitenplan U=100 sec. Der Knotenpunkt liegt für den MIV insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = F. Die Signalgruppe „C“ in der Zufahrt der östlichen Dottendorfer Straße liegt in einer QSV = F, die Signalgruppe „D“ in der westlichen Zufahrt der Dottendorfer Straße in einer QSV = D, die Signalgruppen „B“ und „BL“ in der Zufahrt Karl-Barth-Straße in einer QSV = C und die Signalgruppen „A“ und „AL“ in der Zufahrt Servatiusstraße in einer QSV = B bzw. C. Der 95%-Rückstau in der östlichen Zufahrt der Dottendorfer Straße wird mit 440m angegeben.Seite 35 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 19/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de . Bild 14: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 2 Nachmittagsspitze Die ungenügende Leistungsfähigkeit, sowie insbesondere die dadurch ausgelösten starken Rückstauerscheinungen in der östlichen Zufahrt der Dottendorfer Straße erfordern hier ebenfalls den Ausbau des Knotenpunktes in dieser Zufahrt. Für den Linksabbieger (Strom 7) ist eine separate Linksabbiegespur vorzusehen. Bild 15: Angepasste Knotengeometrie und SignalgruppenzuordnungSeite 36 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 20/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Der Knotenpunkt liegt jetzt für den MIV insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = D. Die Signalgruppe „C“ in der Zufahrt der östlichen Dottendorfer Straße und die Signalgruppe „D“ in der westlichen Zufahrt der Dottendorfer Straße liegen in einer QSV = D, die Signalgruppen „B“ und „BL“ in der Zufahrt Karl-Barth-Straße in einer QSV = C und die Signalgruppen „A“ und „AL“ in der Zufahrt Servatiusstraße in einer QSV = B bzw. C. Der 95%-Rückstau für den Linksabbieger in der östlichen Zufahrt der Dottendorfer Straße wird mit 78m angegeben. Bild 16: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 2 Nachmittagsspitze – angepasste KnotengeometrieSeite 37 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 21/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 8.) Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Oscar-Romero-Allee / Nahum-Goldmann- Allee / Ollenhauer Straße Der Knotenpunkt wird vollverkehrsabhängig gesteuert. Mittels BüSTRA- Steuerung beeinflusst die westlich verlaufende Bahntrasse die signaltechnischen Abläufe während der Schrankenschließzeiten. Bild 17: Knotengeometrie und Signalgruppenzuordnung Die Schließzeiten des dortigen Bahnüberganges während der untersuchten Spitzenstunden, wurden im Zuge der Verkehrserhebungen aufgenommen (Anlage 5). Da derartige Beeinflussungen in den Berechnungsalgorithmen des HBS nicht real abbildbar sind, wurden die Beeinflussungen des Bahnüberganges auf die Leistungsfähigkeiten des Knotenpunktes hilfsweise wie folgt berücksichtigt: Gemäß den Erhebungen betragen die Schrankenschließzeiten in den Morgenspitzenstunden (7:00 – 9:00 Uhr) im Mittel 2.622 sec./h und in den Nachmittagsspitzenstunden (16:00 – 18:00 Uhr) im Mittel 2.596 sec./h. In den Morgenspitzenstunden verbleiben für die von der Schrankenschließung betroffenen Knotenströme (Zufahrt Dottendorfer Str. – Zufahrt Ollenhauerstr. – Linksabbieger N.-Goldmann-Allee) 978 sec./h (3600 sec. – 2622 sec.) um die dort anstehenden Verkehrsbelastungen abzuwickeln. Dies entspricht 27,2% der Stunde und resultierend einem Erhöhungsfaktor von 3,68.Seite 38 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 22/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de In den Nachmittagsspitzenstunden ergeben sich 1.004 sec./h (3600 sec. – 2.596 sec.) um die dort anstehenden Verkehrsbelastungen abzuwickeln. Dies entspricht 27,9% der Stunde und resultierend einem Erhöhungsfaktor von 3,59. Üblicherweise erhalten die von der Schrankenschließung betroffenen Verkehrsströme nach Schrankenöffnung, im Rahmen der sogenannten „Nachbeeinflussung“ der BüSTRA-Steuerung, zunächst eine erhöhte Freigabezeit um die während der Schrankenschließung wartenden Fahrzeuge abfließen zulassen. Dieser „Nachbeeinflussung“ wird durch eine Reduktion der o.a. Erhöhungsfaktoren um 20% Rechnung getragen. Die Verkehrsbelastungen der betroffenen Knotenströme werden resultierend mit den folgenden Faktoren hochgerechnet: Morgenspitze: f = 3,68 x 0,8 = 2,95 Nachmittagsspitze: f = 3,59 x 0,8 = 2,87 Damit lässt sich die Beeinflussung der signaltechnischen Abläufe im Knotenpunkt näherungsweise abbilden. Zur sicheren Seite hin wurde hierbei vernachlässigt, dass im Gegenzug während der Schrankenschließzeiten für die Geradeaus-/Rechtsverkehre der N.-Goldmann-Allee und die Zufahrt O.-Romero- Allee größere Grünzeiten zur Verfügung stehen. 8.1 Szenario 1 8.1.1 Morgenspitzenstunde Für die gemäß den o.a. Ansätzen vorliegenden Verkehrsbelastungen beträgt die ermittelte, erforderliche Umlaufzeit 134 sec. Da es sich hierbei um näherungsweise leistungstechnische Berechnungen handelt, wird auf eine Begrenzung der Umlaufzeit verzichtet. Die Fußgängerströme östlich des Bahnüberganges können den Knotenpunkt auch während der Schrankenschließungen regelmäßig passieren, so dass deren Wartezeiten in der angesetzten Umlaufzeit nur untergeordnete Berücksichtigung finden müssen. Der resultierende Signalzeitenplan wurde den leistungstechnischen Berechnungen zu Grunde gelegt.Seite 39 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 23/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Bild 18: Signalzeitenplan U=134 sec. Der Knotenpunkt liegt für den MIV insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = D. Der 95%-Rückstau in der Dottendorfer Straße wird mit 230m ausgewiesen. . Bild 19: Näherungsweise Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 1 MorgenspitzeSeite 40 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 24/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 8.1.2 Nachmittagsspitzenstunde Für die gemäß den o.a. Ansätzen vorliegenden Verkehrsbelastungen beträgt die ermittelte, erforderliche Umlaufzeit 133 sec. ansonsten gilt das unter 8.1.1 beschriebene analog. Bild 20: Signalzeitenplan U=133 sec. Der Knotenpunkt liegt für den MIV insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = D. Der 95%-Rückstau in der Dottendorfer Straße wird mit 167m ausgewiesen. . Bild 21: Näherungsweise Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 1 NachmittagsspitzeSeite 41 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 25/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 8.2 Szenario 2 8.2.1 Morgenspitzenstunde Für die angesetzten Verkehrsbelastungen beträgt die ermittelte, erforderliche Umlaufzeit 135 sec. Da es sich hierbei um näherungsweise leistungstechnische Berechnungen handelt, wird auf eine Begrenzung der Umlaufzeit verzichtet. Die Fußgängerströme östlich des Bahnüberganges können den Knotenpunkt auch während der Schrankenschließungen regelmäßig passieren, so dass deren Wartezeiten in der angesetzten Umlaufzeit nur untergeordnete Berücksichtigung finden müssen. Der resultierende Signalzeitenplan wurde den leistungstechnischen Berechnungen zu Grunde gelegt. Bild 22: Signalzeitenplan U=135 sec. Der Knotenpunkt liegt für den MIV insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = D. Der 95%-Rückstau in der Dottendorfer Straße wird mit 237m ausgewiesen.Seite 42 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 26/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de . Bild 23: Näherungsweise Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 2 Morgenspitze 8.2.2 Nachmittagsspitzenstunde Für die gemäß den o.a. Ansätzen vorliegenden Verkehrsbelastungen beträgt die ermittelte, erforderliche Umlaufzeit 134 sec. ansonsten gilt das unter 8.2.1 beschriebene analog. Bild 24: Signalzeitenplan U=134 sec.Seite 43 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 27/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Der Knotenpunkt liegt für den MIV insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = D. Der 95%-Rückstau in der Dottendorfer Straße wird mit 176m ausgewiesen. . Bild 25: Näherungsweise Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 2 NachmittagsspitzeSeite 44 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 28/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 9.) Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Christian-Miesen-Straße Aufgrund der Rückstauerscheinungen während der Schrankenschließzeiten am Bahnübergang, die zeitweise bis an die Einmündung Christian-Miesen-Straße heranreichen, ist davon auszugehen, dass die Linkseinbieger aus der Christian- Miesen-Straße nicht zu jeder Zeit zufallsverteilt abbiegen können. Um den Rechtseinbiegern aus der Christian-Miesen-Straße einen zufallsverteilten Abfluss gewährleisten zu können, ist unabhängig von leistungstechnischen Bewertungen, an dieser Stelle eine separate Fahrspur für die nach Westen orientierten Quellverkehre, aus dem dortigen Plangebiet, erforderlich. Da es sich hinsichtlich der verkehrlichen Situation an dieser Einmündung um einen Sonderfall handelt (die Rechtseinbieger können in ca. 70% der Stunde abbiegen ohne Verkehr aus Richtung Osten (BÜ) beachten zu müssen), ist ein Nebeneinanderaufstellen der Einbieger an der Einmündung aus verkehrsgutachterlicher Sicht vertretbar. Die zugrunde liegende Knotengeometrie wurde in den Berechnungen entsprechend angesetzt. Bild 26: Schematisierte KnotengeometrieSeite 45 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 29/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Die Beeinflussung der Verkehrsabläufe durch den Bahnübergang (BÜ) wurde an dieser Stelle wie folgt berücksichtigt: Die Linksabbieger in die Christian-Miesen-Straße haben nur während der Öffnungszeiten des BÜ mit Gegenverkehr zu rechnen. Gemäß den Ausführungen in Kapitel 8.) beträgt die Öffnungszeit am BÜ im Mittel 27,2% der Stunde in der Morgenspitze und 27,9% der Stunde in der Nachmittagsspitze. Für die Pulkbildung nach der Schrankenöffnung wird hier eine Sicherheit von 50% angesetzt, so dass die Verkehrsbelastungen (Mq) des entgegenkommenden und gegenüber dem Linksabbieger bevorrechtigten Ströme (8/9) wie folgt angesetzt wurden: Morgenspitze: Mq(8/9) = q(8/9) x 0,272 x 1,5 Nachmittagsspitze: Mq(8/9) = q(8/9) x 0,279 x 1,5 Der durch den Rückstau am Bahnübergang beeinflusste Linkseinbieger aus der Christian-Miesen-Straße (Strom 10) wird in den leistungstechnischen Berechnungen lediglich nachrichtlich aufgeführt, da die HBS-Berechnungen von einem zufallsverteilten Abfluss der Fahrzeuge ausgehen, der tatsächlich so nicht gegeben ist. Der oben beschriebene Geometrieausbau, mit separater Fahrspur für die Rechtseinbieger aus der Christian-Miesen-Straße, ermöglicht diesem den zufallsverteilten Abfluss, so dass dieser Strom (Strom 12) HBS-konform abgebildet ist. 9.1 Szenario 1 9.1.1 Morgenspitzenstunde Alle HBS-konform abbildbaren Ströme liegen in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = A. Für den Linksabbieger von der Dottendorfer Straße in die Christian-Miesen-Straße wird ein 95%-Rückstau von 12m ausgewiesen. Für den dortigen Geradeausverkehr beträgt der 95%-Rückstau 6m. Es ist demnach davon auszugehen, dass temporäre Behinderungen des Geradeausverkehres durch linksabbiegende Fahrzeuge auftreten können.Seite 46 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 30/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Bild 27: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 1 Morgenspitze 9.1.2 Nachmittagsspitzenstunde Insgesamt weist der Knotenpunkt, für die HBS-konform abbildbaren Ströme, eine Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = A aus. Für den Linksabbieger von der Dottendorfer Straße in die Christian-Miesen-Straße wird ein 95%-Rückstau von 6m ausgewiesen. Für den dortigen Geradeausverkehr beträgt der 95%-Rückstau 0m. Demnach ist hier nicht davon auszugehen, dass temporäre Behinderungen des Geradeausverkehres durch linksabbiegende Fahrzeuge auftreten werden. Bild 28: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 1 NachmittagsspitzeSeite 47 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 31/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 9.2 Szenario 2 9.2.1 Morgenspitzenstunde Alle HBS-konform abbildbaren Ströme liegen in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = A. Für den Linksabbieger von der Dottendorfer Straße in die Christian-Miesen-Straße wird ein 95%-Rückstau von 12m ausgewiesen. Für den dortigen Geradeausverkehr beträgt der 95%-Rückstau 6m. Es ist demnach davon auszugehen, dass temporäre Behinderungen des Geradeausverkehres durch linksabbiegende Fahrzeuge auftreten werden. Bild 29: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 2 Morgenspitze 9.2.2 Nachmittagsspitzenstunde Insgesamt weist der Knotenpunkt, für die HBS-konform abbildbaren Ströme, eine Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = A aus. Für den Linksabbieger von der Dottendorfer Straße in die Christian-Miesen-Straße wird ein 95%-Rückstau von 6m ausgewiesen. Für den dortigen Geradeausverkehr beträgt der 95%-Rückstau 0m. Demnach ist hier nicht davon auszugehen, dass temporäre Behinderungen des Geradeausverkehres durch linksabbiegende Fahrzeuge auftreten werden.Seite 48 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 32/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Bild 30: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 2 Nachmittagsspitze 10.) Knotenpunkt Dottendorfer Straße / In der Raste West Die heute bestehende Knotengeometrie wurde den Berechnungen zu Grunde gelegt. Bild 31: Schematisierte Knotengeometrie Die Beeinflussung der Verkehrsabläufe durch den Bahnübergang (BÜ) wurde an dieser Stelle wie folgt berücksichtigt: Der von Osten (BÜ) kommende Geradeausverkehr auf der Dottendorfer Straße tritt nur temporär während der Öffnungszeiten des BÜ auf. Gemäß den Ausführungen in Kapitel 8.) beträgt die Öffnungszeit am BÜ im Mittel 27,2% der Stunde in der Morgenspitze und 27,9% der Stunde in der Nachmittagsspitze.Seite 49 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 33/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Für die Pulkbildung nach der Schrankenöffnung wird hier eine Sicherheit von 50% angesetzt, so dass die Verkehrsbelastungen (Mq) des bevorrechtigten Geradeausstromes (8) wie folgt angesetzt wurden: Morgenspitze: Mq(8) = q(8) x 0,272 x 1,5 Nachmittagsspitze: Mq(8) = q(8) x 0,279 x 1,5 Der von Osten kommende, und gegenüber den Verkehren aus Richtung Westen untergeordnete, Linksabbieger in die Straße In der Raste (Strom 7) kommt aufgrund der Schrankenschließzeiten nicht zufallsverteilt, sondern überwiegend pulkartig am Knotenpunkt an. Dem wird durch eine Erhöhung der tatsächlichen Verkehrsbelastung, im Rahmen der unter Kapitel 8.) ermittelten Hochrechnungsfaktoren für die von der Schrankenschließung betroffenen Knotenströme am Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Oscar-Romero-Allee / Nahum-Goldmann-Allee / Ollenhauer Straße, Rechnung getragen. Morgenspitze: Mq(7) = q(7) x 2,95 Nachmittagsspitze: Mq(7) = q(7) x 2,87 10.1 Szenario 1 10.1.1 Morgenspitzenstunde Der Knotenpunkt liegt insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = C. Der 95%-Rückstau In der Raste beträgt 18m. Für den Linksabbieger von der Dottendorfer Straße in die Straße In der Raste (Strom 7) wird ein 95%-Rückstau von 6m ausgewiesen. Für den dortigen Geradeausverkehr (Strom 8) beträgt der 95%-Rückstau 0m. Demnach ist nicht davon auszugehen, dass temporäre Behinderungen des Geradeausverkehres durch linksabbiegende Fahrzeuge auftreten.Seite 50 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 34/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Bild 32: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 1 Morgenspitze 10.1.2 Nachmittagsspitzenstunde Der Knotenpunkt liegt insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = B. Der 95%-Rückstau In der Raste beträgt jetzt 6m. Für den Linksabbieger von der Dottendorfer Straße in die Straße In der Raste (Strom 7), sowie den dortigen Geradeausverkehr (Strom 8), wird ein 95%-Rückstau von 0m ausgewiesen. Demnach ist nicht davon auszugehen, dass temporäre Behinderungen des Geradeausverkehres durch linksabbiegende Fahrzeuge auftreten. Bild 33: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 1 NachmittagsspitzeSeite 51 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 35/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 10.2 Szenario 2 10.2.1 Morgenspitzenstunde Der Knotenpunkt liegt insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = D. Der 95%-Rückstau In der Raste beträgt 36m. Für den Linksabbieger von der Dottendorfer Straße in die Straße In der Raste (Strom 7) wird ein 95%-Rückstau von 6m ausgewiesen. Für den dortigen Geradeausverkehr (Strom 8) beträgt der 95%-Rückstau 0m. Demnach ist nicht davon auszugehen, dass temporäre Behinderungen des Geradeausverkehres durch linksabbiegende Fahrzeuge auftreten. Bild 34: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 2 Morgenspitze 10.2.2 Nachmittagsspitzenstunde Der Knotenpunkt liegt insgesamt in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = C. Der 95%-Rückstau In der Raste beträgt jetzt 24m. Für den Linksabbieger von der Dottendorfer Straße in die Straße In der Raste (Strom 7) wird ein 95%- Rückstau von 6m ausgewiesen. Für den dortigen Geradeausverkehr (Strom 8) beträgt der 95%-Rückstau 0m. Demnach ist nicht davon auszugehen, dass temporäre Behinderungen des Geradeausverkehres durch linksabbiegende Fahrzeuge auftreten.Seite 52 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 36/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Bild 35: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 2 Nachmittagsspitze 11.) Knotenpunkt Dottendorfer Straße / In der Raste Ost Die heute bestehende Knotengeometrie wurde den Berechnungen zu Grunde gelegt. Bild 36: Schematisierte Knotengeometrie Die Beeinflussung der Verkehrsabläufe durch den Bahnübergang (BÜ) wurde an dieser Stelle – analog der westlich gelegenen Einmündung In der Raste (Kap. 10.) - wie folgt berücksichtigt: Der von Osten (BÜ) kommende Geradeausverkehr auf der Dottendorfer Straße tritt nur temporär während der Öffnungszeiten des BÜ auf. Gemäß den Ausführungen in Kapitel 8.) beträgt die Öffnungszeit am BÜ im Mittel 27,2% der Stunde in der Morgenspitze und 27,9% der Stunde in der Nachmittagsspitze.Seite 53 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 37/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Für die Pulkbildung nach der Schrankenöffnung wird hier eine Sicherheit von 50% angesetzt, so dass die Verkehrsbelastungen (Mq) des bevorrechtigten Geradeausstromes (8) wie folgt angesetzt wurden: Morgenspitze: Mq(8) = q(8) x 0,272 x 1,5 Nachmittagsspitze: Mq(8) = q(8) x 0,279 x 1,5 Der von Osten kommende, und gegenüber den Verkehren aus Richtung Westen untergeordnete, Linksabbieger in die Straße In der Raste (Strom 7) kommt aufgrund der Schrankenschließzeiten nicht zufallsverteilt, sondern überwiegend pulkartig am Knotenpunkt an. Dem wird durch eine Erhöhung der tatsächlichen Verkehrsbelastung, im Rahmen der unter Kapitel 8.) ermittelten Hochrechnungsfaktoren für die von der Schrankenschließung betroffenen Knotenströme am Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Oscar-Romero-Allee / Nahum-Goldmann-Allee / Ollenhauer Straße, Rechnung getragen. Morgenspitze: Mq(7) = q(7) x 2,95 Nachmittagsspitze: Mq(7) = q(7) x 2,87 Die Rechtseinbieger in die Dottendorfer Straße (Strom 6) werden durch den Rückstau am Bahnübergang beeinflusst. Dieser Strom wird in den leistungstechnischen Berechnungen lediglich nachrichtlich aufgeführt, da die HBS-Berechnungen von einem zufallsverteilten Abfluss der Fahrzeuge ausgehen, der tatsächlich so nicht gegeben ist. Aufgrund der vergleichsweise geringen verkehrlichen Belastung dieser Einmündung, sind hier zunächst keine Ausbaumaßnahmen erforderlich. Die Rechtseinbieger (Strom 4) können an den wartenden Linkseinbiegern vorbeifahren, da die Gegenverkehre an dieser Stelle überschaubar sind. Grundsätzlich wird in den leistungstechnischen Berechnungen ein StVO- konformes Verhalten der Verkehrsteilnehmer unterstellt. In diesem Fall wird davon ausgegangen, dass die Einmündung von den wartenden Verkehren in der Dottendorfer Straße regelmäßig freigehalten wird. Mehrfache Beobachtungen in der Örtlichkeit bestätigen dieses Verhalten weitestgehend.Seite 54 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 38/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 11.1 Szenario 1 11.1.1 Morgenspitzenstunde Alle HBS-konform abbildbaren Ströme liegen in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = A. Für den Linksabbieger von der Dottendorfer Straße in die Straße In der Raste (Strom 7) wird ein 95%-Rückstau von 6m ausgewiesen. Für den dortigen Geradeausverkehr (Strom 8) beträgt der 95%-Rückstau 0m. Es ist demnach nicht davon auszugehen, dass temporäre Behinderungen des Geradeausverkehres durch linksabbiegende Fahrzeuge auftreten werden. Bild 37: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 1 Morgenspitze 11.1.2 Nachmittagsspitzenstunde Insgesamt weist der Knotenpunkt, für die HBS-konform abbildbaren Ströme, eine Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = A aus. Für den Linksabbieger von der Straße in die Straße In der Raste (Strom 7), sowie den dortigen Geradeausverkehr (Strom 8), beträgt der 95%-Rückstau 0m. Demnach ist hier nicht davon auszugehen, dass temporäre Behinderungen des Geradeausverkehres durch linksabbiegende Fahrzeuge auftreten.Seite 55 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 39/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de . Bild 38: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 1 Nachmittagsspitze 11.2 Szenario 2 11.2.1 Morgenspitzenstunde Alle HBS-konform abbildbaren Ströme liegen in einer Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = A. Für den Linksabbieger von der Dottendorfer Straße in die Straße In der Raste (Strom 7) wird ein 95%-Rückstau von 6m ausgewiesen. Für den dortigen Geradeausverkehr (Strom 8) beträgt der 95%-Rückstau 0m. Es ist demnach nicht davon auszugehen, dass temporäre Behinderungen des Geradeausverkehres durch linksabbiegende Fahrzeuge auftreten werden. Bild 39: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 2 MorgenspitzeSeite 56 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 40/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 11.2.2 Nachmittagsspitzenstunde Insgesamt weist der Knotenpunkt, für die HBS-konform abbildbaren Ströme, eine Qualitätsstufe des Verkehrs (QSV) = A aus. Für den Linksabbieger von der Straße in die Straße In der Raste (Strom 7), sowie den dortigen Geradeausverkehr (Strom 8), beträgt der 95%-Rückstau 0m. Demnach ist hier nicht davon auszugehen, dass temporäre Behinderungen des Geradeausverkehres durch linksabbiegende Fahrzeuge auftreten. Bild 40: Leistungsfähigkeiten nach HBS –Szenario 2 NachmittagsspitzeSeite 57 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 41/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de 12.) Erforderliche / Empfohlene Maßnahmen in den Knotenpunkten Basierend auf den Ergebnissen der Kapitel 7.) bis 11.) werden gutachterlich folgende bauliche Maßnahmen in den Knotenpunkten empfohlen, um die Abwickelbarkeit der geplanten Nutzungsstrukturen zu ermöglichen: Am Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Servatiusstraße / Karl-Barth- Straße ist der Ausbau einer Linksabbiegespur in der Zufahrt der östlichen Dottendorfer Straße erforderlich. Die mindestens einzuplanende Länge der Abbiegespur beträgt: L > 67m in Szenario 1 L > 78m in Szenario 2 Am Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Christian-Miesen-Straße ist eine separate Fahrspur für den rechtseinbiegenden Verkehr aus der Christian- Miesen-Straße in die Dottendorfer Straße vorzusehen. Diese Fahrspur muss bis an die Grundstücksanbindung der dort geplanten Nutzung reichen. Am Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Christian-Miesen-Straße kann es, insbesondere in der Morgenspitze, zu Behinderungen der in Richtung Bahnübergang fahrenden Geradeausverkehre durch die morgens starken linksabbiegenden Zielverkehre der dort geplanten Büronutzung kommen. Diese Behinderungen werden üblicherweise dann auftreten, wenn der BÜ geöffnet ist und entsprechende Gegenverkehre für den Linksabbieger am Knotenpunkt ankommen. Der in Richtung BÜ orientierte Geradeausverkehr sollte genau dann nicht behindert werden. Daher wird an dieser Stelle die Einrichtung einer Linksabbiegespur oder mindestens eines Aufstellstreifens, für die linkeinbiegenden Verkehre empfohlen. Die Aufstelllänge sollte hierbei mindestens 18m betragen. Hierdurch wird auch ein behinderungsfreies Abbiegen der Zielverkehre während der Schrankenschließungen ermöglicht, da die Linksabbieger dann an eventuell bis an die Einmündung zurückstauenden Fahrzeugen vorbeifahren können, ohne die Gegenfahrbahn benutzen zu müssen.Seite 58 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 42/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de Bild 41: Erforderliche / Empfohlene Maßnahmen 13.) Zusammenfassung / Resümee Untersuchungsteil Teil A Im Rahmen des Untersuchungsteiles A der Verkehrsuntersuchung wurden die verkehrlichen und leistungstechnischen Auswirkungen der Standortentwicklungen auf das bestehende, umliegende Straßennetz und die unmittelbar betroffenen Knotenpunkte, für zwei Nutzungsszenarien ermittelt und dargestellt. Aus den für das Szenario 1 angenommenen Nutzungen sind insgesamt 4.983 Kfz-Fahrten/Tag, respektive 705 Kfz-Fahrten/h in der Morgenspitzenstunde und 502 Kfz-Fahrten/h in der Nachmittagsspitzenstunde, zu erwarten. Für das Szenario 2 sind dies insgesamt 6.624 Kfz-Fahrten/Tag, respektive 796 Kfz-Fahrten/h in der Morgenspitzenstunde und 673 Kfz-Fahrten/h in der Nachmittagsspitzenstunde. Der MIV-Anteil am Modal-Split für die Büronutzungen wurde hierbei abstimmungsgemäß zunächst ohne Berücksichtigung von zusätzlichen Mobilitätsmaßnahmen zur Förderung der Nutzung des UmweltverbundesSeite 59 von 116 Standortentwicklungen Dottendorfer Straße -Fachbeitrag Verkehr – Teil A - 43/43 - _________________________________________________________________________ IGEPA Verkehrstechnik GmbH – Ardennenstraße 30 – 52249 Eschweiler 02403/5087349 – igepa@gmx.de angenommen. Hierzu wird im weiteren Verfahren ein standortbezogenes Mobilitätskonzept erstellt. Die diesbezüglichen Parameteransätze bilden damit den ungünstigsten Belastungsfall ab Die verkehrsgutachterlichen Bewertungen wurden unter Berücksichtigung der zeitweise langen Schrankenschließzeiten am Bahnübergang Dottendorfer Straße durchgeführt. Für den hier behandelten Netzfall A1 (Status Quo) sind in den betroffenen Knotenpunkten bauliche Ausbaumaßnahmen durchzuführen. Am Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Servatiusstraße / Karl-Barth-Straße ist der Ausbau einer Linksabbiegespur in der Zufahrt der östlichen Dottendorfer Straße, mit einer Mindestlänge von 67m (Szenario 1) bzw. 78m (Szenario 2) erforderlich. Am Knotenpunkt Dottendorfer Straße / Christian-Miesen-Straße ist eine separate Fahrspur für den rechtseinbiegenden Verkehr aus der Christian- Miesen-Straße in die Dottendorfer Straße vorzusehen. Außerdem wird dort der Ausbau einer Linksabbiegespur oder mindestens eines Aufstellstreifens, mit einer Länge von mindestens 18m empfohlen. Eschweiler, 29.08.2019 Aufgestellt M. GeuenichSeite 60 von 116 IGEPA Verkehrstechnik GmbH Ardennenstrasse 30 - 52249 Eschweiler Tel.: 02403/5087349 - igepa@gmx.de Standortentwicklungen Dottendorfer Straße Fachbeitrag Verkehr Knotenstrombelastungen 6:00 - 10:00 Uhr [Kfz (SV%)/4h]AnalyseKartengrundlage: Land NRW (2019) - Lizenz dl-de/by-2-0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0) Eintragungen: IGEPA Verkehrstechnik GmbH (SV): Schwerverkehr 3,5t> Anlage 1 K2 K4 K3 K5 K1 201 (3,0) 279 (4,3) 522 (4,0) 1002 (3,9) 186 (4,8) 161 (8,1) 459 (5,2) 112 (1,8) 151 (0,7) 897 (2,2) 2060 (1,7) 1012 (1,3) 71 (4,2) 600 (3,0) 204 (2,5) 875 (3,0) Dottendorfer Str. Dot
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