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190277 · Beschlussvorlage: Einleitung

Einleitung des Vergabeverfahrens "Kunsttransport zur Ausstellung Sound and Silence"

Nummer
190277
Art
Beschlussvorlage: Einleitung
Veröffentlicht
25.10.2019
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Bau- und Vergabeausschusses 21.11.2019 Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage: Einleitung
öffentlich
190277
Einleitung des Vergabeverfahrens "Kunsttransport
zur Ausstellung Sound and Silence"
Beratungsfolge
Bau- und Vergabeausschuss 21.11.2019 Entscheidung
Beschlussvorschlag
Der Einleitung des Vergabeverfahrens zur Maßnahme „Kunsttransport
zur Ausstellung Sound and Silence“ wird zugestimmt.
Begründung
Das Kunstmuseum Bonn zeigt im Rahmen des Beethoven
Jubiläumsjahres vom 18.06. bis 01.11.2020 die Ausstellung Sound and
Silence.
Der Kunsttransport zur Ausstellung soll im Januar 2020 öffentlich
ausgeschrieben werden.
Die Finanzierung erfolgt zu 20 % aus dem lt. Intendantenvertrag für die
Wechselausstellung vorgesehenen Budget und zu 80 % aus Drittmitteln.
Die Ausstellung zeigt Werke von 50 internationalen Künstlerinnen und
Künstlern, die in unterschiedlichen Medien das Thema der Ausstellung
behandeln, von der Zeichnung, der Fotografie, Sound- und Video-
Installationen, Performances bis zu aufwendigen Installationen, für die in
der Ausstellung eigene Räume gebaut werden müssen. Als zentraler
Beitrag des Kunstmuseums zum Beethoven-Jahr 2020 will die
Ausstellung einen Parcours intensiver akustischer und visueller
Erfahrungen der Welt am Rande der Stille erarbeiten. Die Werke werden
von Museen, Galerien, Künstlern in Berlin, London, Lyon, Zürich, New
York, Sao Paulo, Mexico City u.a. zur Verfügung gestellt. Die
Ausstellung zeigt sowohl die Partitur des berühmtesten Stücks der Stille
„4´33´´“ von John Cage als auch „Minus“, bei dem Christoph Büchel
einen Raum baut, in dem alle Teile eines Rockkonzerts eingefroren
werden. Yorinde Voigt macht aus dem Notentext der 32 Klaviersonaten
Beethovens dynamische Zeichnungen. Samson Young lässt in einem
Video ein Streichquartett lautlos spielen. Christina Kubisch druckt die
Federführung:
41 Kulturamt Dezernat:
Dez. IVSeite 1 von 3

Seite 2
Sonogramme des Wortes Stille in verschiedenen Sprachen, Tatiana
Blass lässt in einer Performance Wachs in einen Klavierflügel füllen, der
so nach und nach verstummt.
Vorläufige Liste der Künstler*innen: Marina Abramovic, Absalon, Arturo
Hernandez Alcazar, Jennifer Allora & Guillermo Calzadilla, Nevin Aladağ,
Dave Allen, William Anastasi, Laurie Anderson, John Baldessari,
Benjamin Bergmann, Jane Benson, Joseph Beuys, Tatiana Blass,
Manon de Boer, Maya Bringolf, Christoph Büchel, Julia Bünnagel, John
Cage, Hanne Darboven, Marcel Duchamp, Bogomir Ecker, Robert
Filliou, Terry Fox, Al Hansen, Sofia Hultén, Pierre Huyghe, Hiwa K, Idris
Khan, Annika Kahrs, Christina Kubisch, Bernhard Leitner, Alvin Lucier,
Christian Marclay, Teresa Margolles, Kris Martin, Jonathan Monk, Peter
Moore, Janis E. Müller, Carsten Nicolai, Yoko Ono, Dennis Oppenheim,
Nam June Paik, Susan Philipsz, Ricarda Roggan, Anri Sala, Erwin
Schulhoff, Juergen Staack, Jens Standke, Timm Ulrichs, Jorinde Voigt,
Samson Young, Gillian Wearing, David Zink Yi, Artur Zmijewsk
Als weitere Information über die Ausstellung ist ein Auszug aus dem
Ausstellungskonzept angefügt: Die Ausstellung Sound and Silence
widmet sich der Frage, wie die Kunst der Gegenwart Stille und
Schweigen sichtbar und hörbar macht. Dabei berücksichtigt sie in
besonderer Weise, dass Stille selbst immer nur in Beziehung zum Klang
fassbar ist. Insofern sucht die Ausstellung auf verschiedenen Ebenen
Trenn- und Verbindungslinien zwischen lebendigem Schweigen und
endgültigem Verstummen, zwischen dem Noch-Nicht und dem Nicht-
Mehr. Sie zeigt, welche Bilder und Klänge die Kunst der Gegenwart für
die Stille, die Pause, das Schweigen findet, wie sie das Verschwinden
zeigt, ohne selbst zu verschwinden, wie sie eine Stille erklärt, die nicht
bloß die Abwesenheit von Geräuschen ist, wie sie das Nichts völliger
Stille sinnlich erfahrbar macht oder andeutend umschreibt. Sie fragt,
welche Funktion und welchen Wert Klang und Stille und ihr Verhältnis als
Medien und Themen der Kunst haben, ob es überhaupt Stille in der Welt
gibt und welchen Klang diese stets nur relative Stille hat, durch den sich
die Kunst einen anderen besonderen Zugang zur Welt verschafft. Die
Präsentation wird im Blick auf das Jubiläum des 250. Geburtstags von
Ludwig van Beethoven realisiert und damit im Blick auf eine Biografie, in
die sich die Wege vom Klang zur Stille und zurück, der Widerstand
gegen das Verstummen der Welt als existenzielle Aufgabe
eingeschrieben haben. Die Ausstellung, die bewusst kein Beitrag zur
Geschichte der Musik und ihrer Darstellung sein will, behandelt ihr
Thema als mediale Reflexion der Kunst. In einem breiten multimedialen
Panorama wird der Klang der Stille in ganz unterschiedlicher Weise
fassbar: als Monotonie, Wiederholung und Speicher, als Pause oder
Überlagerung und Cluster, als dröhnende Stille oder zerstörter Klang, im
Wechselspiel zwischen meditativer Versenkung, politisch erzwungenem
Schweigen und stillem Widerstand, als ambivalenter Ausdruck von Leere
und Fülle, Sehnsucht und Bedrohung, Schönheit und Scheitern.Seite 2 von 3

Seite 3
Vergabeart
x öffentlich offen (EU) aufgeforderte Firmen
beschränkt nichtoffen (EU) mit öffentlichem
Teilnahmewettbewerb
Freihändig bzw.
Verhandlungsvergabe Verhandlungsverfahren (EU) Abweichung von der
vorgeschriebenen Vergabeart
Vergabekennzahl Vergabe-/Vertragsordnung Ausführungszeitraum Schätzkosten brutto
41-298270 VOB x UVgO VgV April bis Mai 2020 65.000 Euro
Produktgruppennummer Produktgruppenbezeichnung Sachkonto
(konsumtiv) /
Finanzposition
(investiv)
CO-Kontierung
(konsumtiv) /
Finanzstelle
(investiv)
04.09 Kunstmuseum 528000 4130225
Verpflichtungsermächtigungen Verwendung von
Haushaltsresten
Mittel
ja x nein ja x nein freigegeben x vorgesehen
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 20:47 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de