190276-1 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Bürgerantrag: Wiedereinführung der ursprünglichen Linienführung der Linie 550 durch Niederkassel-Rheidt und Mondorf (alt: 1912783NV4)
Kerndaten
- Nummer
- 190276-1 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 13.11.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Planung, Verkehr und Denkmalschutz Entscheidung federführend
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 190276-1 ST Bürgerantrag: Wiedereinführung der ursprünglichen Linienführung der Linie 550 durch Niederkassel- Rheidt und Mondorf (alt: 1912783NV4) Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda 19.11.2019 Entscheidung Inhalt der Stellungnahme: Die zum Fahrplanwechsel im August 2019 veränderte Linienführung der Buslinie 550 ist in folgendem Kontext zu sehen: Sowohl aus Niederkassel als auch aus Troisdorf gibt es wichtige Verkehrsbeziehungen sowohl nach Beuel als auch in die Bonner Nordstadt. Vor der Fahrplanumstellung gab es aus Niederkassel ausschließlich Direktverbindungen nach Beuel (Linien SB55 und 550) und aus Troisdorf ausschließlich in die Nordstadt (Linie 551). Regelmäßige Busverbindungen von Niederkassel in die Nordstadt bzw. von Troisdorf nach Beuel fehlten. Mit dem neuen Konzept gibt es sowohl aus Niederkassel als auch aus Troisdorf jeweils eine Linie nach Beuel und eine zweite in die Nordstadt: aus Niederkassel SB55 unverändert über Beuel und 550 neu über die Nordbrücke, aus Troisdorf 551 neu über Beuel und 552 als ganz neue Linie über die Nordbrücke. Damit gibt es insgesamt mehr Verbindungen als vorher. Zwischen Beuel und Niederkassel wurde gleichzeitig die Linie SB55 über den gesamten Nachmittag (ca. 13 bis 18 Uhr) vom heutigen 20- Minuten-Takt auf einen 10-Minuten-Takt verstärkt, um die Verlegung der Linie 550 auf den neuen Linienweg zu kompensieren. Das Angebot an Fahrten zwischen der Bonner Innenstadt und Niederkassel (Summe Linien 550 und SB55) wurde damit in der Hauptverkehrszeit um 50% ausgeweitet. Für die Schülerschaft des KFG aus dem Rhein-Sieg-Kreis stellt sich die Situation seit dem 28.08.2019 wie folgt dar: Niederkassel hat mit dem SB55 weiterhin eine Anbindung an den Konrad-Adenauer-Platz. Diese verkehrt neu auch nachmittags im 10- Minuten-Takt, wodurch sich die Wartezeiten verkürzen (bisher nur 20- Minuten-Takt). Für die Ortsteile Niederkassel, Ranzel und Lülsdorf sowie die landeinwärts gelegenen Bereiche in Mondorf und Rheidt ist das Angebot dadurch deutlich besser als vorher. Für die rheinnahen Bereiche in Mondorf und Rheidt sind dagegen die Fußwege im Vergleich zur Linie 550 länger, der gesamte Siedlungsbereich ist aber maximal 900 m von der L269 mit der SB55 entfernt (Zumutbarkeitsgrenze laut Schulgesetzgebung NRW: 2 km). Alternativ Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. IIISeite 1 von 3 Seite 2 können Fahrgäste der Linie 550 entweder die Umsteigeverbindung 550 -> SB55 -> 607/607 nutzen, oder die Linie 550 bis zum Bertha-von- Suttner-Platz mit nur einem Umstieg direkt in die 606/607. Bei letzterer Variante muss zwar zweimal der Rhein gequert werden, dafür verkehren 606/607 am Bertha-von-Suttner-Platz im Gegensatz zum Konrad-Adenauer-Platz von derselben Haltestelle. Aus diesem Grund wurde diese Umsteigeverbindung auch bereits vor dem Fahrplanwechsel von einigen Fahrgästen genutzt. Schülerinnen und Schüler aus Troisdorf, die bislang überhaupt nicht direkt zum Konrad-Adenauer-Platz fahren konnten, können dies neu mit der Linie 551 alle 20 Minuten. Für Meindorf/Menden gibt es neu den 10‘-Takt von 540/640, also doppelt so viele Fahrten wie bisher. Im Bezug auf die Schüler/-innen des SAG verhält es sich ähnlich. Um die Verknüpfung der Linien 550 und SB55 zu verbessern wird zudem zum Fahrplanwechsel am 01.01.2020 die Haltestelle Bergheim Fährhaus in den Fahrplan der Linie SB55 neu aufgenommen. Hierfür entfällt der Halt an der Haltestelle Schwarzrheindorf Siegaue für die Linie SB55. Die Änderung ist auf einen politischen Antrag der CDU-Kreistagsfraktion zur Verlagerung des Umsteigepunktes 550/SB55 zurückzuführen, da die Haltestelle Fährhaus über einen höheren Ausbaustandard (ausreichende Wartefläche und Witterungsschutz) verfügt. Die Kapazität der SB55 morgens wurde von der RSVG bereits mehrfach überprüft. Unmittelbar nach der Fahrplanumstellung gab es hier in der Tat Engpässe. Durch den Einsatz von zusätzlichen Gelenkbussen soll die Situation zügig wieder normalisiert werden. Insgesamt fahren in Höhe der Siegaue/Stadtgrenze seit dem 28.08.2019 morgens mehr Busse als vorher, oft muss sich aber die Verteilung der Fahrgäste auf die Fahrten nach einem derart umfangreichen Fahrplanwechsel erst „einspielen“. Als Aufgabenträger verfolgen der Rhein-Sieg-Kreis und die Stadt Bonn eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung des Nahverkehrsangebotes mit dem Ziel den Nahverkehr in der Gesamtschau attraktiver zu gestalten. Zur Bewertung der Maßnahmen werden nach den Herbstferien 2019 und in weiteren Zeiträumen Erhebungen und Befragungen, u.a. auf den Linien 550, 551, 552 und dem SB55 durchgeführt. Dabei wird der veränderte Linienweg der 550 mit besonderem Augenmerk untersucht, um festzustellen, ob er sich bewährt und langfristig aufrechterhalten wird oder nicht. In diesem Rahmen wird auch geprüft, ob zusätzliche Verstärkungsfahrten notwendig sind. Da die Angebotsanpassungen zwischen Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis Bestandteil des Förderprojektes Lead City sind, werden diese zudem von den Bundesministerien evaluiert und bewertet. Weiterhin werden auch die Ergebnisse der Online-Umfrage zum Förderprojekt Lead City in die Bewertung miteinfließen, in denen die oben aufgeführten Maßnahmen einzeln bewertet werden konnten und an der ca. 14.000 Personen teilgenommen haben. In der Gesamtschau hält die Verwaltung daher die Wiedereinführung des ursprünglichen Linienweges der Linie 550 und die Einrichtung zusätzlicher Schulbusfahrten aus verkehrlicher und wirtschaftlicher Sicht, sowie vor dem Hintergrund der Evaluation im Förderprojekt Lead City, derzeit nicht für sinnvoll.Seite 2 von 3 Seite 3 Beschlussvorschlag für Bürgerausschuss: Die Antragsstellenden erhalten eine Antwort im Sinne der Stellungnahme der Verwaltung. Mit diesem Votum ist das in § 24 GO NRW für die formelle Beratung von Bürgeranträgen vorgesehene Verfahren abgeschlossen. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 06:50 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de