190164 · Große Anfrage
Initiative Internationaler Eltern und Großeltern der Altstadt in Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 190164
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 15.10.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
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Große Anfrage öffentlich 190164 Initiative Internationaler Eltern und Großeltern der Altstadt in Bonn Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 05.11.2019 Kenntnisnahme Fragestellung 1. Wie nimmt der Oberbürgermeister zu den in der Begründung geschilderten Missständen im abgedruckten Schreiben vom 02.10.2019 der Initiative der Internationalen Eltern und Großeltern der Altstadt Stellung? 2. Welche der geschilderten Missstände waren dem Oberbürgermeister bereits bekannt und welche Maßnahmen genau hat er wann in der Vergangenheit zu deren Behebung veranlasst und sind die Maßnahmen im Nachgang auf deren Wirksamkeit überprüft worden? 3. Welche Maßnahmen plant der Oberbürgermeister, um den geschilderten Missständen künftig abzuhelfen? Begründung Öffentlicher Drogenhandel und -konsum: In und um den türkischen Kulturverein sowie die Gaststätte Nes, ebenso wie den Kulturverein in der Wolfstraße werden Tag und Nacht offen Drogen verkauft. Die Dealer bewegen sich zwischen den Lokalitäten hin und her. Den Verkauf kann man sehen und die Gespräche über Mengen und Preise hören. Teilweise werden die verkauften Drogen direkt in den Straßen von den häufig sehr jungen Käufern konsumiert. Dabei geht es so weit, dass man beobachten kann, wie in Autos sitzende Konsumenten sich auf CD-Hüllen Linien ziehen und diese schnupfen. Die Dealer verkaufen und kiffen selbst auf dem Parkplatz der Gaststätte Nes, in den Hauseingängen der an die Lokalitäten angrenzenden Häuser, aber auch im größeren Umfeld der oben genannten Straßen. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen um Geld, Waren, die sowohl verbal als auch körperlich ausgetragen werden. Die Fensterscheiben des Kulturvereins in der Heerstraße sind nun nicht zum ersten Mal bei einer solchen Eskalation zerschlagen worden und auch Messer sind schon auf der Kreuzung nachgeworfen worden. Ruhestörungen/Sicherheit: Fragesteller/in: Dipl.-Ing. Peter Kern, Johannes Schott, BBB 15.10.2019 gez. Poppe-ReinersSeite 1 von 3 Seite 2 Dealer und Käufer verursachen zudem andauernde Ruhestörungen. Verabredungen zum Kauf zwischen beiden werden laut am Handy getroffen, sie schreien, streiten um Geld, um und mit Frauen, schlagen sich und randalieren. Die mit sehr hohen Geschwindigkeiten durch die Fahrradstraßen fahrenden Dealer und Käufer gefährden tagsüber unsere Kinder und alle weiteren Fußgänger und lassen die Anwohner nicht schlafen. Schlagende Autotüren der auf Fußgängerwegen oder in zweiter Reihe parkenden Autos, in den Autos grölende junge Männer, die auch Rennen durch die Altstadt fahren, tun ihr Übriges. Vor den Lokalitäten stehende Gruppen von Männern führen dazu, dass Fußgänger sich gestört fühlen, die Straßenseite wechseln. Auch unsere Schulkinder müssen sich auf dem Schulweg durch diese Gruppen hindurchbewegen. Da Randale und Streit an der Tagesordnung sind, ist dies gefährlich. Das Schlafen mit offenen Fenstern ist in den genannten Bereichen nicht möglich, was gerade in den heißen Sommermonaten zu einer extremen Belastung wird. Fenster und Türen der Lokale sind Tag und Nacht geöffnet. Die Besitzer und Besucher halten sich vor der Tür auf, während im Lokal die Musik so laut gestellt wird, dass man sie auch auf der Straße noch gut hören kann. Öffnungszeiten: Die Öffnungszeiten der genannten Lokale sind 24/7. Die dort „arbeitenden Personen, insbesondere auch im Kulturverein der Heerstraße, stehen Tag und Nacht vor der Tür. Zu den Zeiten, wenn die Anwohner aufstehen und zur Arbeit fahren, stehen die selben Personen vor der Tür, die auch nachts dort standen und die offensichtlich dort die Nächte verbringen. Unklar ist, in welchem Beschäftigungsverhältnis sie stehen. Das Nes verfügt über eine Küche, deren Abluftanlage die ganze Nacht durchläuft. Gekocht wird eher nicht, der einzige Geruch, der wahrgenommen werden kann ist Kiffen und Müllgestank. Klientel: Die Betreiber und sich ständig aufhaltenden Personen gehören einigen Großfamilien an und zieht sich durch 4 Generationen. So werden auch schon die sich noch im Kindergartenalter befindlichen Söhne der jungen Männer mit zu den Lokalen genommen. Die in der Heerstraße über dem Verein wohnende Familie sitzt auf dem zur Straße zeigenden Balkon und selbst die Großmutter kann nicht übersehen/überhören, was unter ihr auf der Straße geschieht. Im an das Nes angrenzenden Mietshaus sind zumeist zugewanderte Familien untergebracht, die Mieter wechseln häufig, Klingeln zu den einzelnen Wohnbereichen gibt es nicht, die Mieter/Besucher stehen vor der Tür und schreien hoch, wenn Sie ins Haus gehen wollen. In wieweit aus dieser Mieterschaft Personal für die beiden Lokale gewonnen wird, ist unklar. Auch hier wohnen Kinder, denen man das Aufwachsen in einer solchen Umgebung nicht wünschen kann. Zudem wird sich das nun schon Offensichtliche weiter in die nächsten Generationen fortführen. Ergänzt wird der Personenkreis durch weitere zumeist jüngere Männer (nord)- afrikanischer und südosteuropäischer HerkunftT-die insbesondere spätnachmittags, nachts und an den Wochenenden erscheinen. Müll:Seite 2 von 3 Seite 3 Um die Lokalitäten und in den Straßen häuft sich der Müll. Nächtliche Besuche bei den Fastfoodketten und der Dönerbude sieht man am nächsten Morgen auf den Bürgersteigen, gern werden auch Ketchup- oder Majobeutel auf den Straßen zertreten, geleert und auch der Heißhunger auf Süßes der jungen Kiffer zeigt sich deutlich an dem entsprechenden Müll auf der Straße. Die Kippen der Dealer werden von den ärmsten Schluckern aufgelesen, die am Morgen die Bürgersteige abgrasen, um noch einen Restjoint zu finden. Zusammenfassend kann man sagen, dass wir diese Zustände nicht mehr hinnehmen möchten. Wir möchten nicht weiter akzeptieren, dass die Situation unser tägliches Leben noch weiter einschränkt, dass nette Nachbarn uns verlassen, dass wir, die wir teilweise auch aus anderen Ländern zugezogen sind, hier in eine Stimmung geraten, die nach einer starken Hand ruft. Gleichzeitig wünschen wir uns, dass die Kriminalität, die hier offensichtlich ist, benannt und mit den Mitteln des Rechtsstaates konsequent bekämpft wird. Denn Gleichheit bedeutet auch, dass man die Regeln des Zusammenlebens und rechtskonformes Verhalten von allen verlangt und notfalls durchsetzt. Wir fragen uns, warum Kulturvereine und Kneipen, die ganz offensichtlich Orte von Kriminalität sind, von der Kommune ermöglicht bzw. auch dann geduldet werden, wenn es vermehrt zu Beschwerden gekommen ist. Gibt es keine kommunalen Bestimmungen für Kulturvereine? Sind diese rechtsfreie Räume, in denen illegal Geld verdient werden kann und in denen Menschen ohne Rechte und Pflichten beschäftigt werden? Will man weiter zuschauen, wie sich das zu beobachtende Verhalten weiter und weiter in die nächsten Generationen fortführt? Benötigt man zum Betreiben einer Gaststätte keinen Leumund? Wird nicht geprüft, womit Geld verdient wird? Gehen Beschwerden an die Ordnungsämter nicht weiter an die zuständigen Behörden? Dieses Schreiben erreicht nun sowohl die Polizei als auch die Verantwortlichen aus der Kommune und die Vertreter der politischen Parteien. Wir bitten hiermit dringend um die Klärung dieser Fragen und um eine längst überfällige genaue Prüfung der hier geschilderten Situation. Wir erhoffen und erwarten, dass man sich ressortübergreifend dieses Problems annimmt und Abhilfe schafft. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:32 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de