190136-3 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Maßnahmen zur Umgestaltung des Platzes Auerberger Mitte
Kerndaten
- Nummer
- 190136-3 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 25.10.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Entscheidung federführend
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 190136-3 ST Maßnahmen zur Umgestaltung des Platzes Auerberger Mitte Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 05.11.2019 Entscheidung Inhalt der Stellungnahme: Zur Umsetzung des Integrierten Entwicklungskonzepts (IEK) hat die Verwaltung ein Begleitgremium gebildet, in dem die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen koordiniert wird. Hier bringen die jeweils federführenden Fachämter Berichte über die aktuellen Sachstände und den Fortgang ein. Die Koordination des Gesamtprozesses hat das Amt für Soziales und Wohnen übernommen. Unabhängig von der Koordinationsverantwortung des Amtes 50 obliegt die Verantwortung für die Umsetzung den zuständigen Fachämtern. Die Durchführung eines kooperativen Werkstattverfahrens zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität auf dem Platzbereich der Auerberger Mitte ist seitens der Verwaltung unter Beteiligung des Quartiersmanagements bis Juli 2020 geplant. Mit Unterstützung von Fachexperten sollen in dem Werkstattverfahren gemeinsam mit der Bewohnerschaft Ziele, Ideen und Szenarien für Gestaltung und Nutzung der Platzfläche gebündelt werden. Neben der atmosphärischen Gestaltung und weiteren Ausstattung der Auerberger Mitte soll es im Werkstattverfahren auch um die Diskussion und Identifizierung eines unverwechselbaren und wiedererkennbaren Symbols gehen, welches auf andere Teilbereiche Auerbergs übertragen werden kann. Der Ablauf des Werkstattverfahrens soll folgende Elemente beinhalten: Um einen gleichen Wissensstand der Teilnehmenden zu ermöglichen, wird eine Einführung zu den Möglichkeiten der Weiterentwicklung hinsichtlich der technischen, ökonomischen und gestalterischen Aspekte gegeben. Aufbauend auf den bereits gewonnenen Einschätzungen wird das Werkstattverfahren mit einer Bestandsaufnahme zur derzeitigen Situation sowie zu den wahrgenommenen Qualitäten und Defiziten beginnen. In einer sich anschließenden Workshop- und Arbeitsphase werden Ideen und kleinteilige Gestaltungsansätze für die Platzfläche ermittelt und unter ein übergeordnetes Motto gestellt. Gerade die Identifizierung eines übergeordneten Mottos für die Auerberger Mitte kann wichtige Hinweise für die kleinteilige Umgestaltung geben. Parallel sollen eine Workshop- und Arbeitsphase zu den erweiterten Nutzungsmöglichkeiten der Auerberger Mitte (u. a. Wochenmarkt, Flohmarkt, Weihnachtsmarkt, Open-Air-Kino, Street-Food-Festivals etc.) durchgeführt Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. VSeite 1 von 3 Seite 2 werden. Dieser Schritt dient der Feststellung, inwiefern diese Nutzungen auch Anforderungen an die technische Infrastruktur des Platzes erfordern. Die Einbeziehung der Interessen und Meinungen der Anlieger, Mieter und Einzelhändler der Auerberger Mitte ermöglicht dabei die frühzeitige Ermittlung von Konflikten. Im Rahmen des Werkstattverfahrens sollen die ermittelten Ideen auf ihr Konfliktpotenzial überprüft und ggf. weitere Aufgaben gemeinsam erörtert werden. Die Ergebnisse des Werkstattverfahrens werden dokumentiert und hinsichtlich einer Kosten-Nutzen-Relation priorisiert. Das Werkstattverfahren erfolgt unter Mitwirkung des Quartiersmanagements. Beteiligt werden sollen Bewohnerschaft Auerbergs, Anlieger und Mieter, Gewerbetreibende aus der Auerberger Mitte. Dieses wird voraussichtlich bis Juli 2020 durchgeführt werden können. 30.000€ Verfahrenskosten (Planungs- und Moderationsleistungen) werden für das Werkstattverfahren vorgesehen. Investitionskosten können erst auf Grundlage einer Konzeption ermittelt werden. Derzeit sind die für derartige Aufgaben vorhandenen personellen Ressourcen des Stadtplanungsamtes jedoch in anderen wichtigen Projekten der Bauleitplanung und der Erarbeitung integrierter Stadtentwicklungskonzepte als Voraussetzung für die Akquirierung von Fördermitteln gebunden, so dass eine kurzfristige Vorbereitung und Durchführung eines Werkstattverfahrens nicht möglich ist. Zu den Eingebrachten Aspekten zur Neugestaltung nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: 1)Entsiegelung Grundsätzlich sind Entsiegelungen zugunsten ökologisch wertiger Bepflanzungen zu begrüßen, solange dies unter den gegebenen technischen Voraussetzungen sowie unter Berücksichtigung von Nutzung und Funktion des Platzes umsetzbar ist. 2)ökologische und hitzeresistente Bepflanzung Ökologisch und hitzeresistent lässt sich nicht immer in allen Punkten übereinbringen. Baumpflanzungen müssen in erster Linie standortgerecht sein, was sich nach den Erfordernissen im Baumumfeld richtet. Es besteht die Notwendigkeit bei der Auswahl von Baumarten auch auf nicht heimische Gattungen, Arten und Sorten zurückzugreifen, um eine Artenvielfalt aufrecht zu halten und noch zu vergrößern. Bei der Auswahl von Baumarten im innerstädtischen Bereich spielen z.B. auch die Wuchsform, die Trockentoleranz, Bienennährgehölz und die Erfahrungen in Bonn eine Rolle, nicht nur die Herkunft. 3)Aufstellung von PflanzkübelnSeite 2 von 3 Seite 3 Kübelpflanzungen sind nicht optimal für eine hitzeresistente Ausgestaltung einer Platzfläche. Alles was keinen Bodenschluss mit dem gewachsenen Boden hat, ist auf zusätzliche, aufwendige Wassergaben oder auf aufwendige technische Lösungen angewiesen. 4)Bepflanzung mit Bäumen Drei fehlende Bäume (s. DS-Nr. 1711412) werden im Herbst 2019 nachgepflanzt, der vierte Baum kann aufgrund der sonst blockierten Feuerwehrzufahrt nicht gepflanzt werden. 5)Sitzgelegenheiten Aufgrund des verbindenden Charakters aller Gestaltungselemente ist eine dauerhafte Lösung für die Schaffung von Sitzgelegenheiten im Kontext mit der Durchführung des Werkstattverfahrens zu prüfen. Als kurzfristige Übergangslösung werden jedoch zeitnah im Randbereich des Platzes „der Querspange“ einfache Bänke (z. B. für die Boule-Spieler) aufgestellt. 6)Dezentrale Sport- und Bewegungsflächen für den Freizeitsport mit ggf. Freizeitspielfeldern für das spontane Mannschaftsspiel Die Verwaltung begrüßt die Idee, öffentlichen Raum für Sport und Bewegung zu aktivieren, und wird insbesondere im Kontext mit der Sportentwicklungsplanung zu gegebener Zeit auf das Thema zurückkommen. 7)Aufstellung von Spielgerät Die Entscheidung über das Aufstellen von Spielgeräten auf dem Platz Auerberger Mitte wird zurückgestellt bis das Ergebnis der Spielleitplanung für Auerberg vorliegt. Im Zusammenhang mit der Umsetzung des IEK Auerberg wird eine Spielleitplanung durch ein externes Büro für ganz Auerberg erstellt. Die Beauftragung wird zurzeit durch die Verwaltung vorbereitet. Mit der Spielleitplanung wird eine Konzeption erarbeitet, die über die Ausgestaltung einzelner Spielplätze hinausgeht und bei der auch die Bewertung von Freiflächen und Wegebeziehungen im Sozialraum betrachtet wird. Der Platz Auerberger Mitte wird in die Analyse einbezogen. Das Ergebnis der Spielleitplanung und die daraus abgeleiteten Maßnahmen werden den politischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 00:24 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de