← Vorlagen

190119 · Große Anfrage

Sogenannte Linksrheinische Radschnellroute durch die Rheinaue: Flächenversiegelung am Rheinufer (alt: 1912151)

Nummer
190119
Art
Große Anfrage
Veröffentlicht
10.10.2019
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 28.01.2020 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 102,5 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 190119-1 ST Sogenannte Linksrheinische Radschnellroute durch die Rheinaue: Flächenversiegelung am Rheinufer (alt: 1912151)

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (3.587 Zeichen)
Große Anfrage
öffentlich
190119
Sogenannte Linksrheinische Radschnellroute durch
die Rheinaue: Flächenversiegelung am Rheinufer
(alt: 1912151)
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 05.11.2019 Kenntnisnahme
Fragestellung
Die Stadtverwaltung wird um Beantwortung folgender Fragen gebeten:
1. Wie viel der im Landschaftsschutzgebiet liegenden Grünfläche soll im
Zuge des Baus der Radschnellroute am Rhein entlang mit Asphalt
versiegelt werden? Bitte exakte Quadratmeterzahl benennen.
2. An wie vielen Tagen im Jahr wurde in den vergangenen 20 Jahren auf
dem Gebiet von „Alt Bonn“ das für die Linksrheinische Radschnellroute
vorgesehene Rheinufer von Hochwasser überspült? Bitte tabellarisch
auflisten.
3. Ist es richtig, dass auf dem rheinnahen Hochufer in der Rheinaue
bereits eine durchgängige 3,50 Meter breite und nicht durch
Hochwasser gefährdete Fahrbahn gibt, die den Bismarckturm östlich
und das Gelände des Grundstücks Charles-de-Gaulle-Str. 4 westlich
tangiert?
4. Warum wurde diese Fahrbahn bislang nicht spezifisch für den
Radverkehr ausgewiesen, könnten hierdurch doch die in der Planung
der Radschnellroute vorgesehenen Baumfällungen und
Flächenversiegelungen zur Gänze vermieden werden?
5. Stimmt es, dass durch die geplante Radschnellroute mehrere
Wegeknotenpunkte durchkreuzt werden, die seit Jahren mit Spieltischen
und Pavillons als Aufenthalts- und Erholungszonen in der Rheinaue
definiert? Falls ja, wie gedenkt die Stadtverwaltung die an diesen
Stellen zu erwartende Konflikte zwischen schnellfahrenden
Radfahrenden und Fußgängern/innen präventiv abzuwenden?
6. Stimmt es, dass in der vorliegenden Planung im Abschnitt zwischen
Konrad-Adenauer-Brücke und Stresemannufer der aus Bonn über den
Leinpfad geführte Radweg und der aus Bad Godesberg über den
Leinpfad geführte Fußweg, d.h. zwei sehr unterschiedliche
Nutzergruppen, in einander geführt werden statt sie konsequent zu
trennen?
Begründung
Fragesteller/in:
Bzv. Elmar Conrads- Hassel, Stv. Werner Hümmrich, und FDP-Fraktion (15.07.2019 gez. Brigitta Poppe-
Reiners)Seite 1 von 2

Seite 2
Vorberatung:
Gremien Sitzung Ergebnis
Bezirksvertretung Bonn 03.09.2019 vt (e) wg. fehlender
Stellungnahme
Bezirksvertretung Bonn 01.10.2019 vt (e)
Die Anfragesteller wenden sich nicht gegen die Antragstellung durch die Stadt Bonn auf
Förderung der Anlage einer Radroute durch die Rheinaue.
Die vorgesehene Planung weist jedoch nach Auffassung der Anfragesteller
mehrere kardinale Schwächen auf:
die sogenannte Radschnellroute wurde nicht hochwasserfrei geplant
durch die sogenannte Radschnellroute werden erhebliche
Baumfällungen und Flächenversiegelungen im Umfang eines gesamten
Fußballfeldes erforderlich
statt Fußgänger- und Radverkehr zu entflechten wird im Abschnitt
Gronau sogar durch das Aufeinandertreffen von Fußweg und Radweg
auf dem Leinpfad ein Konflikt zwischen beiden Nutzergruppen förmlich
in die Planung hineinkonstruiert.
Die Anfragesteller sind überzeugt, Fällungen, Flächenversiegelungen sowie
vorprogrammierte Konflikte zwischen Nutzergruppen ließen sich vermeiden und
eine hochwasserfreie Streckenführung ließe sich realisieren, wenn die bereits
in 3,50 Meter Breite auf dem Hochufer durchgängig bestehende Fahrbahn
eindeutig dem Radverkehr zugewiesen und wenn der Leinpfad durchgängig
dem Fußgängerverkehr zugewiesen würde.
Die Anfragesteller würden allerdings einen Ausbau der 3,50 Meter breiten
Fahrbahn auf dem Hochufer mit Beleuchtung sehr begrüßen, weil hierdurch
eine seit Jahrzehnten bestehende unbeleuchtete Lücke zwischen Bad
Godesberg und Bonn geschlossen würde.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 02.11.2026, 18:44 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de