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190071-1 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Neuordnung des Raumes Bonn zum 1.August 1969 Hier: Gleichmäßige Entwicklung des Stadtgebietes (alt: 1810210NV7)

Nummer
190071-1 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
06.11.2019
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 11.12.2019 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 190071 Neuordnung des Raumes Bonn zum 1.August 1969 Hier: Gleichmäßige Entwicklung des Stadtgebietes (alt: 1810210NV7, FF: BBB-Fraktion)

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
190071-1 ST
Neuordnung des Raumes Bonn zum 1.August
1969 Hier: Gleichmäßige Entwicklung des
Stadtgebietes (alt: 1810210NV7)
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 06.11.2019 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Die Stadt Bonn ist nach der kommunalen Neugliederung dem Auftrag
nachgekommen, über die Jahrzehnte gesehen eine gleichmäßige Entwicklung
ihrer Stadtbereiche zu betreiben. Stadtentwicklung ist jedoch niemals ein
kontinuierlicher, mechanistisch zu verstehender Prozess. Vielmehr vollzieht sie
sich räumlich und zeitlich differenziert. Sowohl bezogen auf die Gesamtstadt
als auch in den Stadtbezirken wechseln sich Phasen hoher Ereignisdichte und
Entwicklungssprünge mit Phasen geringer Dynamik ab. Daher sei es zunächst
erlaubt den Blick darauf zu lenken, dass Bad Godesberg Anteil an der positiven
Entwicklung der Stadt und der Region hatte und in diesem Rahmen sowohl
vom Ausbau der Hauptstadtfunktion, insbesondere seit den siebziger Jahren
bis zur Wiedervereinigung und vom Strukturwandel nach der Bonn-Berlin-
Entscheidung mit den dadurch induzierten neuen Dienstleistungsstandorten
und neuen Wohnstandorten profitiert hat. Auch wurden durch die Stadt
gemeinsam mit Bund und Land hohe Summen in den Ausbau der
Verkehrsinfrastruktur in Form des Stadtbahntunnels und des Straßentunnels
Bad Godesberg investiert. Dies vorausgeschickt werden nachstehend aktuelle
für die Entwicklung Bad Godesbergs bedeutsame Projekte und Prozesse kurz
beschrieben:
Leitbildprozess und Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK)
Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie dem Büro „Stadt- und
Regionalplanung Dr. Jansen GmbH“ als externe Dienstleisterin ist ein Leitbild
für den Stadtbezirk Bad Godesberg erarbeitet worden. In diesem einjährigen
partizipativen Prozess wurden die interessierten Bevölkerungs- und
Interessengruppen umfassend beteiligt, um eine breit getragene Vision für den
Stadtbezirk Bad Godesberg sowie ein konkretes Maßnahmenpaket zu
entwickeln.
Im Zuge des Leitbildprozesses wurde ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept
(ISEK) für die Bad Godesberger Innenstadt erarbeitet, das Maßnahmen zur
städtebaulichen Aufwertung der Bad Godesberger Innenstadt vorsieht.
Aktuell sind mit der Umgestaltung des Bahnhofes Bad Godesberg und des
Ria-Maternus-Platzes zentrale Projekte in Umsetzung, die zu einer
Aufwertung führen werden.
Federführung:
61 Stadtplanungsamt Dezernat:
Dez. IIISeite 1 von 5

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Die Ergebnisse des Leitbildprozesses für den Stadtbezirk und das Integrierte
Stadtentwicklungskonzept für die Innenstadt von Bad Godesberg werden der
Bezirksvertretung Bad Godesberg in einer der nächsten Sitzungen vorgelegt.
Hieraus ergeben sich bereits konkrete Maßnahmen, auch infrastrukturelle
Veränderungen, die von der Verwaltung weiterentwickelt werden sollen.
Bahnhof Bonn Mehlem
Der Bahnhof Mehlem ist Teil der „Modernisierungsoffensive 3“ (MOF3)
geworden. Die entsprechende Finanzierungsvereinbarung zwischen NVR bzw.
dem Land und der Deutschen Bahn wurde im Juni 2019 unterzeichnet. Die
ausgewählten 35 Bahnhöfe in NRW sollen demnach bis 2023 modernisiert
werden. Im nächsten Schritt werden hierzu konkrete Pläne von der Bahn
erstellt.
Städtische Liegenschaften
Der bauliche Zustand der städtischen Liegenschaften ist in allen Stadtbezirken
vergleichbar und kann daher nicht als Argument für die vom Fragesteller
empfundene „Vernachlässigung“ des Stadtteils Bad Godesberg herangezogen
werden.
Kulturbereich
Für den Bereich Kultur ist festzuhalten, dass viele der städtischen
Kultureinrichtungen in Bad Godesberg besonders präsent sind. Zudem gibt es
verschiedene positive Entwicklungen insbesondere in den vergangenen 5
Jahren:
Der Standort des Schauspielhauses in Bad Godesberg wurde gesichert. Das
Theater hat im vergangenen Jahr Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung und
Optimierung der Nutzbarkeit des Foyers durchgeführt. Beim Theaterfest zum
Saisonauftakt 2018/2019 in Bad Godesberg wurden die ehemaligen
Kammerspiele in Schauspielhaus umbenannt, um den zentralen Ort des
Schauspiels bereits im Namen zum Ausdruck zu bringen. In der Spielzeitpause
2019 wurde insbesondere die Fluchtwegsituation im Zuschauerbereich
verbessert. Für kommendes Jahr sind zwingend erforderliche Maßnahmen an
der Bühnentechnik vorgesehen.
Die Bezirksbibliothek Bad Godesberg, seit 1991 im Lindeblock beheimatet,
ist die zweitgrößte Einrichtung der Stadtbibliothek im Stadtgebiet.
Die Zweigstelle der VHS in Bad Godesberg ist nach dem Haus der Bildung der
zweite wichtige Standort in Bonn. Die Zweigstelle ist 2016 in neue Räume Am
Michaelshof 2 gezogen. Sie bietet dort sowie an anderen Veranstaltungsorten
im Stadtbezirk wohnortnah ein vielfältiges Programm. Durch den Umzug in die
neuen Räumlichkeiten steht nun auch ein schöner Atelierraum zur Verfügung.
Neben regelmäßigen und kontinuierlichen Angeboten werden
semesterspezifische Akzente gesetzt. Dazu gehören auch Ausstellungen zu
Bad Godesberger und überlokalen Themen.
Die Musikschule hat ihren Hauptsitz in Bad Godesberg und unterrichtet dort
über 1.000 Schülerinnen und Schüler wöchentlich. Darüber hinaus führt dieSeite 2 von 5

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Musikschule in Bad Godesberg jährlich zahlreiche Veranstaltungen (z. B. in den
Musikschulgebäuden, in der Stadthalle, in Kirchen, im Pädagogium, im
Gemeindesaal der Erlöserkirche etc.) durch.
Das Hansa-Haus wurde von 2013 bis 2016 in vier Bauabschnitten komplett
saniert. Neben dem Musiknetzwerk ist dort ein Jugendzentrum eingezogen.
Auch wurde dort ein Proberaum für das Fringe-Ensemble mit partieller
Eröffnung für Publikum eingerichtet.
Für das Kleine Theater wurde 2019 ein Nachfolger gefunden, der vor kurzem
mit seiner ersten Spielzeit begonnen und damit das Angebot ohne
Unterbrechung fortgeführt hat.
Weiterhin werden besondere in Bad Godesberg stattfindende Projekte von der
Stadt finanziell gefördert („Musik im Park“, Schmöker-Insel Heiderhof).
Sportbereich
Folgende infrastrukturelle Maßnahmen an Sportanlagen sind u.a. in den
letzten Jahren im Stadtbezirk durchgeführt worden bzw. stehen in naher
Zukunft an:
 Umwandlung des Sportplatzes in Plittersdorf in einen Kunstrasenplatz
(2013)
 Umwandlung des Sportplatzes in Mehlem in einen Kunstrasenplatz
(2018)
 Modernisierung des Baseballstadions in der Rheinaue im Hinblick auf
die Durchführung der Baseball-Europameisterschaft 2019
 Modernisierung des Stadions Pennenfeld (Baubeginn in 2019)
 Austausch des Kunstrasenbelages am Sportplatz Friesdorf
(Durchführung in 2019)
 Neubau einer Turnhalle an der Gotenschule (in Planung)
 Sanierung der Turnhalle Lannesdorf (Maßnahme läuft)
 Umwandlung des Alten Godesberger Stadions in einen Kunstrasenplatz
einschl. Errichtung eines zusätzlichen Kleinspielfeldes (in Planung)
 Umwandlung des Sportplatzes Heiderhof in eine multifunktional
nutzbare Sport- und Freizeitfläche (Beginn des
Bürgerbeteiligungsverfahrens in 2019)
Der Stadtbezirk verfügt mit dem Panoramabad Rüngsdorf und dem Freibad
Friesdorf über zwei Freibäder, die jährlich von Ende Mai bis Anfang September
geöffnet haben.
Als Kompensation für das im Jahr 2016 aus technischen Gründen
geschlossenes Kurfürstenbad ist das Freibad Friesdorf mit einer Traglufthalle
ausgestattet worden, so dass das Freibad ganzjährig genutzt werden kann. Seit
dem Herbst 2018 steht im Stadtbezirk Bad Godesberg damit wieder ein für die
Öffentlichkeit nutzbares Schwimmangebot auch in der Wintersaison zur
Verfügung.
Kinder- und Jugendbereich
Die Verwaltung legt im Rahmen der Jugendhilfeplanung in regelmäßigen
Abständen Bedarfspläne für die Entwicklung von Betreuungsangeboten inSeite 3 von 5

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Kindertagesstätten, für die Offene Jugendarbeit sowie für die Ausstattung mit
Spielplätzen vor.
Im Kindertagesstättenbedarfsplan (DS-Nr.: 1510064) wurde detailliert für
alle Bad Godesberger Bezirke eine Übersicht über bestehende
Kinderbetreuungsplätze und geplante Maßnahmen dargelegt.
Mit dem Freizeitstättenbedarfsplan (DS-Nr.: 1513731) wurden
Entwicklungspotentiale für die Offene Jugendarbeit aufgezeigt. Dabei wurde ein
einheitlicher, sozialraumorientierter Maßstab für alle Bonner statistischen
Bezirke angewandt.
Ca. 71.000 m2 auf über 50 öffentlichen Spielplätzen stehen in Bad Godesberg
für Kinder zur Verfügung. Zuletzt wurde mit dem Spielflächenkonzept (DS-Nr.:
1512322) auf der Basis eines einheitlichen Bewertungsverfahrens eine
Übersicht der Spielplätze mit Handlungsbedarf wiedergegeben.
Schulbereich
Die Verwaltung legt im Rahmen der Schulentwicklungsplanung für den
Primarbereich jährlich die aktuellen Entwicklungen der Schülerzahlen sowie die
aus den Prognosen resultierenden Bedarfe dar. Ein entsprechendes ebenfalls
regelmäßig fortzuschreibendes Modell für die weiterführenden Schulen wird
derzeit erarbeitet.
Für den Stadtbezirk Bad Godesberg sind danach u.a. folgende Maßnahmen
geplant bzw. befinden sich bereits in der Umsetzung:
 Erweiterung der GGS Gotenschule um einen dritten Zug und
Realisierung eines Erweiterungsbaus sowie Ersatzneubau für die
Turnhalle
 Erweiterung der GGS Robert-Koch-Schule um einen dritten Zug durch
partielle Ertüchtigung und Inanspruchnahme der auslaufenden Carl-
Schurz-Realschule
 Inanspruchnahme der übrigen Räume der Carl-Schurz-Realschule für
andere weiterführende Schulangebote
 Erweiterung des Konrad-Adenauer-Gymnasiums um 3 Klassenräume
vor dem Hintergrund der Rückkehr zu G9 sowie Ersatzneubau für das
bestehende Varielgebäude
 Erweiterung des Nicolaus-Cusanus-Gymnasiums um 3 Klassenräume,
Sanierung des NW-Bereichs sowie Grundsanierung
 Sanierung der Gebäudeteile G-I des Friedrich-List-Berufskollegs
 Sanierung der ehemaligen Michaelschule (Aennchenstraße) für eine
nachhaltige schulische Nutzung
 Erweiterung der KGS Donatusschule im Rahmen des Programms „Gute
Schule 2020“Ertüchtigung aller Bad Godesberger Schulen für die
Erfordernisse aus „Bildung in der digitalen Welt“ (Glasfaser, strukturierte
Verkabelung, WLan, Endgeräte).
Soziales und Wohnen
Das Quartier ist eine wichtige Bezugsgröße für eine zukunftsfähige Entwicklung
einer Stadt. Die Verwaltung verfolgt daher das Ziel, nachhaltige Entwicklungen
in den einzelnen Quartieren zu stärken. Seit 2014 finanziert das Amt fürSeite 4 von 5

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Soziales und Wohnen Quartiermanagements, welche die Aufgabe haben,
Netzwerke zu stärken, Nachbarschaften zu unterstützen und bürgerliches
Engagement zu fördern. Die Quartiersmanagements organisieren darüber
hinaus Sonderprojekte wie Aktionstage zur Sauberkeit im öffentlichen Raum,
Feste für die Bewohnerschaft, Verschönerungsaktionen und
Beteiligungsformate. Ein wichtiges Instrument zur Förderung des freiwilligen
Engagements und gesellschaftlichen Miteinanders ist der Quartiersfond, der in
den Quartieren mit Quartiersmanagements eingeführt wurde. Mit dem
Quartiersfonds werden unter aktiver Beteiligung der Bewohnerinnen und
Bewohner Kleinprojekte und Aktionen finanziell gefördert, die Verbesserungen
für das Quartier mit sich bringen. Ein wichtiges Instrument zur Beteiligung der
Bewohnerschaft an Entwicklungsprozessen sind die in der Regel jährlich
stattfindenden Stadtteilkonferenzen, zu denen die Quartiersmanagements
einladen. In Bad Godesberg sind mit Lannesdorf/Obermehlem und Pennenfeld
zwei Quartiersmanagements eingesetzt.
Ein weiteres Angebot der Gemeinwesenarbeit und Sozialberatung bietet das
Stadtteilcafé Am Nippenkreuz. Es ist ein Angebot an die Mieter der
Wohnsiedlung Am Nippenkreuz sowie an die Bewohner der angrenzenden
Siedlungen des geförderten Wohnungsbaus. Ziel ist auch hier die
Verbesserung der Lebensqualität und des Miteinanders in den Wohnsiedlungen
und im Ortsteil Mehlem.
Seniorenbegegnungsstätten sind ein weiteres niedrigschwelliges und
dezentrales Angebot zur wohnortnahen Unterstützung besonders älterer
Menschen (DS 1712174). In diesen Einrichtungen werden verschiedene
Angebote der Beratung, Begegnung und Bildung vorgehalten. Das Amt für
Soziales und Wohnen finanziert in Bad Godesberg neben dem Betrieb der
eigenen städtischen Begegnungsstätte in Mehlem weitere Begegnungsstätten
in der Dürenstraße sowie das Nachbarschaftszentrum in Friesdorf.
Ziele für die Zukunft der Begegnungseinrichtungen sind u.a. die Vernetzung der
Einrichtungen im Sozialraum und eine Öffnung der (Senioren-)
Begegnungsstätten ins Quartier und für andere Zielgruppen.
Anlage/n
KeineSeite 5 von 5

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Datenstand: 02.11.2026, 20:58 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de