190071 · Große Anfrage
Neuordnung des Raumes Bonn zum 1.August 1969 Hier: Gleichmäßige Entwicklung des Stadtgebietes (alt: 1810210NV7, FF: BBB-Fraktion)
Kerndaten
- Nummer
- 190071
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 09.10.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 190071 Neuordnung des Raumes Bonn zum 1.August 1969 Hier: Gleichmäßige Entwicklung des Stadtgebietes (alt: 1810210NV7, FF: BBB-Fraktion) Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 06.11.2019 Kenntnisnahme Fragestellung Wie gedenkt der Oberbürgermeister, der mit dem Gesetz zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn verbundenen Auflage, nach der die neue Stadt Bonn für eine gleichmäßige Entwicklung ihres Gebietes zu sorgen hat, künftig für den Stadtbezirk Bad Godesberg nachzukommen? Welche konkreten Verbesserungen für die Infrastruktur von Bad Godesberg plant der Oberbürgermeister für welchen Zeitpunkt? Begründung Vorberatung: Gremien Sitzung Ergebnis Bezirksvertretung Bad Godesberg 04.09.2019 vertagt Am 1.August 2019 hat sich das Inkrafttreten des Gesetzes zur kommunalen Neugliederung des Raumes Bonn (Bonn-Gesetz) zum fünfzigsten Mal gejährt. Fragesteller/in: BBB-Fraktion und Stv. Marcel SchmittSeite 1 von 3 Seite 2 Mit dem von der damaligen SPD/FDP-Mehrheit im NRW-Landtag beschlossenen und unter dem 20.Juni 1969 verkündeten Gesetz vom 10.Juni 1969 wurden die Städte Bonn, Bad Godesberg und Beuel, sechs Gemeinden des Amtes Duisdorf (Buschdorf, Duisdorf, Ippendorf, Lengsdorf, Lessenich und Röttgen), die Gemeinden Oberkassel und Holzlar sowie der Ortsteil Hoholz zu einer neuen kreisfreien Stadt Bonn zusammengelegt. Ganz neu war der Gedanke eines Zusammenschlusses der Städte Bonn, Bad Godesberg, Beuel und mehrerer Gemeinden des Landkreis Bonn sowie des Siegkreis nicht. Schon am 9. Juli 1949 wurde das aus der Stadt Bonn, der Stadt Bad Godesberg, der heutigen Gemeinde Wachtberg, den Gemeinden Beuel (Stadtrechte erst ab 1952), Königswinter und Honnef (heute: Bad Honnef) sowie dem Siebengebirge und einigen östlich und nördlich davon gelegenen Ortschaften bestehende Gebiet durch die designierten Hohen Kommissare zur „Enklave Bonn“ bestimmt. Die auch als internationale Zone bekanntgewordene, der Alliierten Hohen Kommission (AHK) unterstehende Enklave bestand bis zum Inkrafttreten des Deutschlandvertrags am 5. Mai 1955. Die Sonderzone wurde zum 1. August 1950 mit Verabschiedung des „Bonn Enclave Statute“ auf das Verwaltungsgebiet der einbezogenen Gemeinden räumlich konkretisiert und kann somit als ein Vorbild für die fast 20 Jahre lang diskutierte kommunale Neugliederung des Raumes Bonn im Jahr 1969 gelten.* Die von der sozialliberalen Landesregierung unter Führung des SPD- Ministerpräsidenten Heinz Kühn forcierte und sodann gegen den Willen der Beueler und Bad Godesberger durchgesetzte Zwangsheirat zur neuen Gebietskörperschaft mit dem Namen „Bonn“ wurde zwar mit der Auflage „Die neue Stadt Bonn hat für eine gleichmäßige Entwicklung ihres Gebietes zu sorgen“ verbunden, daran gehalten haben sich Rat und Stadtverwaltung aber nur in den Anfangsjahren, später nicht mehr. Besonders davon betroffen ist der Stadtbezirk Bad Godesberg, der schon länger vernachlässigt wird: Seit über 3 Jahren gibt es dort kein öffentliches Hallenbad mehr, Standesamt und Bürgerdienste wurden weitgehend nach Bonn zentralisiert, die Fußgängerzone ist eine Stolperfalle geworden, die Stadthalle und das Theater müssten dringend erneuert werden, viele Schulen und Sportanlagen sind stark sanierungsbedürftig und das Rheinufer ist ungepflegt und verkommt zusehens. Auch der Zustand des Mehlemer Bahnhofs ist seit über 10 Jahren beklagenswert. Dessen zeitnahe Erneuerung und barrierefreier Ausbau sollte von der Stadt Bonn endlich beim Vorstand der Bahn AG in Berlin mit dem nötigen Engagement eingefordert werden.Seite 2 von 3 Seite 3 Dr. Martin Greiff, ehemals für die SPD im Vorläufer der Bezirksvertretung Bad Godesberg, dem Bezirksausschuss, ab 1970 tätig, hat die mit dem Bonn-Gesetz verbundene Entwicklung für Bad Godesberg in einem Leserbrief, der am 16. Januar 2015 im Bonner General Anzeiger erschienen ist, in treffender Weise so ausgedrückt: „Als ehemaliges Mitglied des ersten Godesberger Bezirksausschusses nach der Zusammenlegung der Städte im Jahr 1969 und Befürworter der damaligen Neuordnung muss ich nun feststellen, dass sich aus Sicht Bad Godesbergs die Skepsis der Gegner dieser Zusammenlegung großteils leider als berechtigt erwiesen hat.“ *(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Enklave_Bonn). Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 17:10 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de