190031 · Beschlussvorlage
Zukunftsoptionen für die Infrastruktur des Theaters Bonn (alt: 1812528, FF: Amt 41)
Kerndaten
- Nummer
- 190031
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 08.10.2019
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
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Beschlussvorlage öffentlich 190031 Zukunftsoptionen für die Infrastruktur des Theaters Bonn (alt: 1812528, FF: Amt 41) Beratungsfolge Rat 07.11.2019 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Der Rat nimmt die Untersuchungsergebnisse zu „Zukunftsoptionen für die Infrastruktur des Theaters Bonn“ zur Kenntnis. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, für den Rat und seine Gremien einen Vorschlag für die nun erforderliche Entscheidungsfindung sowie für ein geeignetes Bürgerbeteiligungsverfahren einschließlich eines Zeit- und Kostenrahmens zu unterbreiten. Grundlage der Bürgerbeteiligung sollen die sechs von actori untersuchten Zukunftsszenarien sowie vom Rat und seinen Gremien noch zu beschließende Eckpunkte sein. Begründung Beratungsfolge Sitzung Ergebnis Z. * Kulturausschuss 04.10.2018 1. Lesung 2 Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda 10.10.2018 einstimmig vertagt bei Anerkennung der Tagesordnung 2 Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda 20.11.2018 bei Anerkennung der Tagesordnung mit Mehrheit (CDU, Grüne, FDP und AfB gegen SPD, Linke, Sozialliberale und BBB) abgesetzt und vertagt 2 Kulturausschuss 22.11.2018 vertagt in Sondersitzung 04.12.2018 2 Kulturausschuss 04.12.2018 Sitzung abgesagt 2 Rat 11.12.2018 bei Anerkennung der TO von der TO abgesetzt und vertagt 1 Kulturausschuss 17.01.2019 mehrheitlich ohne Votum in Rat mit Maßgabe, sh. 1812528EB4 2 Federführung: Ratsbüro Dezernat: Dez. OBSeite 1 von 62 Seite 2 Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und Lokale Agenda 24.01.2019 gemeinsame Beratung mit 1.7.2 (1812983), keine gesonderte Abstimmung, erledigt durch Beschlussfassung zu 1.7.2 (1812983) 2 Rat 07.02.2019 bei Anerkennung der TO von der TO abgesetzt und vertagt 1 Rat 28.03.2019 bei Anerkennung der TO abgesetzt und vertagt bis die Evaluierung abgeschlossen ist 1 Zu Ziffer 1: Der Rat hat die Verwaltung mit Beschluss vom 09.11.2017 (DS-Nr.: 1712586EB12) beauftragt, die Wirtschaftlichkeit einer Instandsetzung des Theaters Bonn sowie eines evtl. Neubaus zu überprüfen. Der Auftrag wurde auf der Grundlage des Beschlusses des Bau- und Vergabeausschusses vom 15.02.2018 (DS-Nr.: 1810343) an die Fa. actori GmbH, vergeben, die bereits in der sog. Stufe 1 mögliche Einsparpotenziale beim Theater Bonn unter Beibehaltung von Qualität und Quantität sowie in der sog. Stufe 2 Einsparpotenziale im Kulturbereich im Gesamtumfang von 3,5 Mio. EUR ab 01.08.2023 untersucht hat. Die Untersuchungsergebnisse der Stufe 3 liegen nunmehr vor (Management- Summary sowie Ergebniszusammenfassung, s. Anlagen); sie werden von den Gutachtern in der öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses am 04.10.2018 vorgestellt, zu der der Ausschussvorsitzende, Herr Stv. Dr. Redeker, auch die Fraktionsvorsitzenden eingeladen hat. actori hat 6 Szenarien untersucht: 1. Instandsetzung des Opernhauses und des Schauspielhauses bei lfd. Betrieb, Instandsetzung Werkstätten Beuel, - (rd. 137 Mio. EUR Baukosten), 2. Instandsetzung des Opernhauses und des Schauspielhauses mit Interimsspielstätte, Instandsetzung Werkstätten Beuel – (rd. 130 Mio. EUR Bau- und Interimskosten), 3. Neubau eines Mehrspartenhauses am Standort der Stadthalle Bad Godesberg, Instandsetzung Werkstätten Beuel - (rd. 151 Mio. EUR Baukosten unter Berücksichtigung der Einsparungen im Betrieb), 4. Neubau Bonn I: Neubau eines Opernhauses (Einspartenhaus) am jetzigen Standort, Instandsetzung des Schauspielhauses sowie der Werkstätten Beuel - (rd. 161 Mio. EUR Bau- und Interimskosten unter Berücksichtigung der Einsparungen im Betrieb), 5. Neubau Bonn II: Neubau eines Mehrspartenhaus am jetzigen Standort der Oper, Errichtung einer Interimsspielstätte, InstandsetzungSeite 2 von 62 Seite 3 Werkstätten Beuel - (rd. 169 Mio. EUR Bau- und Interimskosten unter Berücksichtigung der Einsparungen im Betrieb), 6. Neubau „Beethoven Campus“: Neubau eines Mehrspartenhauses vor der Beethovenhalle, Einbindung weiterer Partner in das Gesamtkonzept, Instandsetzung Werkstätten Beuel - (rd. 149 Mio. EUR Baukosten sowie Einsparungen im Betrieb.) Die Realisierungsrisiken (monetär und nichtmonetär) der Szenarien 2 und 4 werden mit „niedrig“ bewertet. Das Realisierungsrisiko des Szenarios 5 wird mit „mittel“ bewertet. Die Realisierungsrisiken der Szenarien 1, 6 und 3 werden als „hoch“ eingeschätzt. Zusammenfassend stellt actori fest, dass 3. die Instandsetzungsszenarien 1 und 2 günstiger als die Neubauszenarien sind, aber bei der nicht-monetären Bewertung schlechter abschneiden, 4. die Instandsetzung mit einer Interimsspielstätte (Szenario 2) einer Instandsetzung im lfd. Betrieb (Szenario 1) vorzuziehen ist, 5. das Szenario 6 „Beethoven-Campus“ die günstigste Neubauvariante darstellt und im nicht-monetären Bereich die höchste Punktzahl erreicht, allerdings auch hohe Realisierungsrisiken (Urheberrechtsschutz, Denkmalschutz) aufweist, 6. das geringste Risiko das Szenario 4 (Einspartenhaus am Standort der Oper) darstellt, welches jedoch teurer ist als das Szenario 3 (Mehrspartenhaus anstelle der Stadthalle Bad Godesberg) und das Szenario 6 (Neubau „Beethoven-Campus“). Notwendigkeit einer zügigen Entscheidung über die künftige Infrastruktur des Theaters Bonn: Zur Sicherung des laufenden Spielbetriebs, zur Gewährleistung der Arbeitssicherheit und des Brandschutzes in den Gebäuden des Theaters werden in den Jahren 2018 – 2020 für bauliche Maßnahmen folgende Mittel benötigt (s. DS-Nr.: 1812006): Opernhaus Bonn rd. 7,25 Mio. EUR, Schauspielhaus rd. 2,95 Mio. EUR und Theatergelände Beuel rd. 2,26 Mio. EUR. insgesamt rd. 12,4 Mio. EUR. Diese kurzfristig umzusetzenden Maßnahmen ersetzen jedoch keinesfalls eine weiterhin dringend erforderliche umfangreiche Instandsetzung oder ggf. einen Neubau. Weitere Ausgaben in den Folgejahren (sowie für Unvorhergesehenes in 2018 – 2020) sind zu erwarten. Aus diesem Grund ist eine zeitnahe Entscheidung über die künftige Infrastruktur des Theaters Bonn sowie eine anschließende zügige Realisierung der damit verbundenen Maßnahmen erforderlich. Haushaltsmittel für eine Instandsetzung/einen Neubau:Seite 3 von 62 Seite 4 Aus dem vorgenannten Grund sind im Haushaltsplanentwurf für die Jahre 2019/20 ff. folgende Planungskosten veranschlagt (für die Instandsetzung des Opernhauses, des Schauspielhauses und des Werkstattgeländes in Beuel): 2019: 2.180.769 € 2020: 5.088.462 € 2021: 7.269.231 € 2022: 5.815.385 € 2023: 5.815.385 € 2024: 2.907.692 € insgesamt: 29.076.924 € Zu Ziffer 2: In seiner Sitzung am 29.08.2018 hat der Bürgerbeteiligungsausschuss den Beschluss gefasst, die „Zukunft von Oper und Schauspiel“ in die Vorhabenliste aufzunehmen (DS-Nr.: 1811827EB4). Dies bedeutet, dass vor einer grundsätzlichen Entscheidung über eine mögliche Instandsetzung oder Errichtung eines Neubaus über eine mögliche Bürgerbeteiligung sowie deren Art und ggf. Umfang von den Gremien des Rates zu entscheiden ist. Das Theater Bonn - mit seinen Spielstätten in Bonn und Bad Godesberg – ist die kulturelle Leitinstitution in Bonn, mit zugleich überregionaler Strahlkraft. Das Opernhaus und das Schauspielhaus (unter Einbeziehung der Theaterwerkstätten in Beuel) sind Häuser für die Bonner Bürgerinnen und Bürger sowie für Gäste aus dem In- und Ausland, die Bonn besuchen. Für die notwendige Entwicklung einer zukunftsfähigen Infrastruktur für das Theater Bonn (Opernhaus, Schauspielhaus und Werkstattgelände Beuel) hat actori eine aussagekräftige Grundlage erarbeitet. Damit liegen zu den untersuchten Szenarien alle wesentlichen Fakten vor, die für eine Entscheidung - auch im Rahmen einer Bürgerbeteiligung - von Bedeutung sind. Die Verwaltung empfiehlt auf der Grundlage der vorliegenden Szenarien eine Bürgerbeteiligung durchzuführen und dazu Eckpunkte zur Orientierung für die Bürger/innen vorzugeben, in deren Rahmen Entscheidungen, die sowohl kulturpolitische als auch haushaltsrechtliche Auswirkungen haben, vorbereitet werden können. Die Kosten werden sich – je nach Ausgestaltung der Bürgerbeteiligung – auf rd. 80.000 – 200.000 EUR belaufen. Die Verwaltung wird dem Rat und seinen Gremien einen Vorschlag unter Angabe der voraussichtlich entstehenden Kosten für ein Bürgerbeteiligungsverfahren sowie die Eckpunkte unterbreiten. Anlage/n 1 Untersuchungsergebnisse von actori (Stufe 3) (öffentlich)Seite 4 von 62 Entwicklung von Zukunftsoptionen für die Infrastruktur des Theaters Bonn – Stufe 3 Vorstellung Ergebnisse Kulturausschuss Bonn, 13. September 2018Seite 5 von 62 | 13. September 20182 Management Summary (1/11) Auftrag der Untersuchung und Vorgehensweise actori wurde am 19. Februar 2018 beauftragt, eine Untersuchung zur „Entwicklung von Zukunftsoptionen für die Infrastruktur des Theaters Bonn“ durchzuführen. actori hat im Rahmen der Untersuchung 11 Interviews zur Aufnahme von Erwartungen von Seiten des THB und weiterer Stakeholder geführt – außerdem wurde mit den politischen Fraktionen in Bonn gesprochen. Weiter wurden Interviews mit Experten im Baubereich zur Detaillierung der Berechnungsgrundlagen sowie Einschätzung der mit dem Bau verbundenen Risiken geführt, sowie 8 Interviews mit Benchmark-Häusern für die Bereiche Neubau und Interim. actori hat im Rahmen der Untersuchung eine detaillierte Standort-Analyse für folgende von der Stadt Bonn definierten Optionen für Neubauten bzw. Interim-Bauten vorgenommen: - Ehemaliges Schlachthofgelände - Beethovenhalle (Grün-/Parkfläche) - Opernhaus - Brückenforum - Werkstattgelände Beuel - ehemalige Jugendverkehrsschule - ehemaliges Landesbehördenhaus - Maritim Hotel - Südliche Rheinaue (bei caesar) - Stadthalle Bad Godesberg - Rigal‘sche WieseSeite 6 von 62 | 13. September 20183 Management Summary (2/11) Von den Mitgliedern des Lenkungsausschusses wurde beschlossen, im Rahmen der Untersuchung folgende sechs Zukunftsszenarien zu berücksichtigen. Diese fußen u. a. auf den Erkenntnissen der Standort-Analyse: - 1. Instandsetzung des Oper- und Schauspielhauses bei lfd. Spielbetrieb: Instandsetzung und damit Erhalt der etablierten Gebäude des Theater Bonn bei lfd. Betrieb. - 2. Instandsetzung mit Interim: Instandsetzung und damit Erhalt der etablierten Gebäude des Theater Bonn – Verlagerung des Spielbetriebs während Baumaßnahmen in eine Interimspielstätte. - 3. Neubau Mehrspartenhaus Bad Godesberg: Zusammenlegung von Oper und Schauspiel am Standort der Stadthalle Bad Godesberg. Neubau einer zeitgemäßen Theaterinfrastruktur inkl. räumliche Möglichkeit der Tagesnutzung/-öffnung und großzügige Educationflächen. - 4. Neubau Bonn I (Opernhaus) mit Interim: Neubau eines Einspartenhauses am Standort der jetzigen Oper. Möglichkeit der Tagesnutzung/-öffnung und großzügige Educationflächen durch zeitgemäße Theaterinfrastruktur. Instandsetzung des Schauspielhauses in Bad Godesberg. - 5. Neubau Bonn II ( (Mehrspartenhaus) mit Interim: Zusammenlegung der Sparten von Oper und Schauspiel am Standort der jetzigen Oper. Neubau einer zeitgemäßen Theaterinfrastruktur inkl. räumliche Möglichkeit der Tagesnutzung/-öffnung und großzügige Educationflächen. - 6. Beethoven Campus: Neubau eines Mehrspartenhauses auf der Freifläche vor der Beethovenhalle. Der Neubau beherbergt nicht nur Oper und Schauspiel der THB sondern auch weitere Partner/Akteure aus Bonns Kulturszene. Zeitgemäße Theaterinfrastruktur mit Möglichkeit der Tagesnutzung/-öffnung sowie großzügigen Educationflächen. Den Szenarien 1 und 2 liegt jeweils das Gutachten zur Instandsetzung von Opern- und Schauspielhaus der Münchner Planungsgesellschaft theapro zu Grunde. Eine Prüfung des Gutachtens war nicht Teil des Auftrags.Seite 7 von 62 | 13. September 20184 Management Summary (3/11) Ermittlung von Flächenbedarfen Die Benchmark-Analyse sowie die Erfahrung von actori mit vergleichbaren Projekten zeigt, dass eine moderne Theaterinfrastruktur folgende Anforderungen erfüllen sollte: - Sichtbare Öffnung des Hauses und Erhöhung der Aufenthaltsqualität durch eine Zusammenführung von gastronomischen Flächen, Außenflächen sowie einer Ticketing-Zone zu einer sogenannten „Welcome Zone“ zur Tagesnutzung - Ein Multifunktionssaal (zusätzlich zu vorhandenen Bühnen) ermöglicht experimentelle Veranstaltungen und bietet zudem die Möglichkeit zur externen Vermietung - Großzügige Education-Räumlichkeiten sind in einem “Theater der Zukunft“ unbedingt mit einzuplanen Interviews mit Benchmark-Institutionen machen deutlich, dass die Bühnentechnik auf die standortspezifische Situation des Hauses angepasst und in Zusammenarbeit mit der künstlerischen und technischen Direktion entwickelt werden muss. Eine pauschale Definition von Anforderungen ist daher nicht zielführend. actori hat für das Ein- sowie Mehrspartenhaus Flächen in Abstimmung mit dem THB sowie auf Basis von Flächen(-verteilungen) von Benchmark-Institutionen ermittelt und Zusatzflächen für eine zeitgemäße Theaterinfrastruktur ermittelt (s.o.).Seite 8 von 62 | 13. September 20185 Management Summary (4/11) Daraus ergaben sich folgende Flächenbedarfe für ein Einspartenhaus, ein Mehrspartenhaus sowie den Beethoven Campus (= BGF in m2): - Einspartenhaus: 21.950 m2 Dies entspricht einer Erhöhung des Flächenbedarfs von rd. 7% im Vergleich zum Status quo bei qualitativer Aufwertung der Flächen durch Welcome Zone, Integration eines Multifunktionssaals sowie Schaffung von Education-Räumlichkeiten. - Mehrspartenhaus: 26.585 m2 Dies entspricht einer Erhöhung des Flächenbedarfs von rd. 3% im Vergleich zum Status quo bei qualitativer Aufwertung der Flächen durch Welcome Zone, Integration eines Multifunktionssaals sowie Schaffung von Education-Räumlichkeiten. - Beethoven Campus: 27.459 m2 Dies entspricht einer Erhöhung des Flächenbedarfs von rd. 6% im Vergleich zum Status quo bei qualitativer Aufwertung der Flächen durch Welcome Zone, Integration eines Multifunktionssaals sowie Schaffung von Education-Räumlichkeiten. Bei den Instandsetzungsszenarien erfolgte lediglich eine geringe qualitative Anpassung innerhalb der bestehenden Flächen, es wurden keine Zusatzflächen vorgesehen. Die Neubauszenarien sehen einen Umzug der im Hauptgebäude bestehenden Kostümwerkstätten auf das Werkstattgelände in Beuel vor. Dieser zieht weitere Anpassungen (u. a. Einrichten eines Chorprobensaals etc.) mit sich.Seite 9 von 62 | 13. September 20186 Management Summary (5/11) Auswahl und Bewertung einer geeigneten Interim-Option actori bewertete im Rahmen eines mehrstufigen Prozesses mögliche und geeignete Interim-Optionen, die als Grundlage für die weiteren Berechnungen dienen. Auf Basis einer Analyse der drei Interim-Optionen „Zelt“, „Holzbau“ sowie "bestehende Theaterinfrastruktur“ sowie der Ergebnisse der Standort-Analyse zeigt sich, dass die Variante „Holzbau“ am Standort der Beethovenhalle die am besten bewertete Option darstellt. Auf Basis einer Benchmark-Analyse und ergänzenden Daten aus der actori-Datenbank zur Interim-Phase von deutschen Theatern sowie einzelner Experteninterviews ließen sich folgende Rahmenparameter für die Weiterberechnung ableiten: - Durchschnittliche Dauer der Interim-Phase: 4 Jahre - Einmalige Anschaffungskosten: 8 Mio. EUR - Laufende Betriebskosten während der Interim-Laufzeit: rd. 500 TEUR/Jahr - Sowie Besucherverluste ggü. den Ticketeinnahmen des THB im Status quo für die Phase während der Interim-Zeit (-25%), das 1. bis 4. Jahr nach der Interim-Zeit (-10%) sowie die darauf folgenden 10 Jahre (-5%) Monetäre Bewertung der Szenarien Für die Abschätzung der Baukosten auf Basis der im Benchmark erhobenen durchschnittlichen Kosten je BGF wurden auch die Zusatzkosten für das Interim, die Baukosten sowie je nach Szenario mögliche Einsparungen beim Gebäudebetrieb, die durch eine verbesserte bauliche Infrastruktur möglich sind, berücksichtigt. Bei der Baukostenkostenschätzung wurde zwischen konsumtiven und investiven Kosten unterschieden. Für die Szenarien 1 und 2 wurde eine Nutzungsdauer des Gebäudes von 40 Jahren, für die Szenarien 3-6 eine Nutzungsdauer von 60 Jahren angesetzt, wobei sich investive Kosten linear über die jew. Zeiträume verteilen.Seite 10 von 62 | 13. September 20187 Management Summary (6/11) actori ermittelte auf der Basis von Benchmark-Analysen durchschnittliche Baukosten von 3.800 EUR pro m2 im Jahr 2017. Dabei wurden nur Baukosten von Neubauten mit Stadttheater-Charakter und der Möglichkeit Musiktheater zu zeigen berücksichtigt – repräsentative Musiktheater-Gebäude sowie reine Schauspielhäuser wurden aus der Berechnung ausgeschlossen. Unter Berücksichtigung der Baukostensteigerung bis 2023, sowie einem Risikopuffer von 30%, wurde auf Basis des Benchmarks für die Berechnung ein durchschnittlicher m2 -Preis von 5.730 EUR angenommen. Zusätzlich zu den Baukosten wurden Interimskosten mit einkalkuliert. Bei den betreffenden Szenarien 2, 4 und 5 geht actori von Anschaffungskosten von 8 Mio. EUR und jährlichen Betriebskosten von 500 TEUR aus. Außerdem wird mit 25% Ticketverlusten während der Interimzeit, sowie mit 10% in den 4 Jahren danach und 5% Verlust bis 10 Jahren nach der Interimphase gerechnet. Bei Szenarien bei denen das Grundstück des jetzigen Opernhauses nicht genutzt wird, wurden mögliche Veräußerungsgewinne der Fläche auf Basis des Wertgutachtens der Stadt berücksichtigt. In allen Szenarien wurden die Instandsetzungskosten von 13,9 Mio. EUR für die Werkstätten Beuel inkludiert. Außerdem beachtet wurden jährliche Einsparungen bei Betriebskosten: Sz. 3/5 -330 TEUR (Gebäudebetr., Personal); Sz. 4 -160 TEUR (Gebäudebetr.); Sz. 6 -360 TEUR (Gebäudebetr., Personal, Orchesterbüro) Unter Berücksichtigung des Verhältnisses von konsumtiven und investiven Kosten sowie der Nutzungsdauer des Gebäudes ermittelte actori folgende kumulierte Baukostenabschätzung sowie weitere Kosten im Betrachtungszeitraum:1 – Szenario 1: 137 Mio. EUR, davon 50% konsumtive und 50% investive Kosten – Szenario 2: 130 Mio. EUR, davon 10% konsumtive und 90% investive Kosten – Szenario 3: 151 Mio. EUR, 100% investive Kosten 1) Detailliertere Erklärung der Rahmenbedingungen, sowie Ableitungen ab S.50ff.Seite 11 von 62 | 13. September 20188 Management Summary (7/11) – Szenario 4: 161 Mio. EUR, 100% investive Kosten – Szenario 5: 169 Mio. EUR, 100% investive Kosten – Szenario 6: 149 Mio. EUR, 100% investive Kosten Durch Diskontierung wurde eine Vergleichbarkeit der Abschätzung der Kosten zum Betrachtungszeitpunkt 2020 möglich. Diese zeigen folgende Ergebnisse: – Szenario 1: 84 Mio. EUR – Szenario 2: 80 Mio. EUR – Szenario 3: 79 Mio. EUR – Szenario 4: 83 Mio. EUR – Szenario 5: 88 Mio. EUR – Szenario 6: 77 Mio. EUR Dabei wurde deutlich, dass die Instandsetzungsszenarien kaum günstiger als die Neubauszenarien ausfallen. Szenario 6 stellte dabei das kostengünstigste Neubauszenario dar. Nicht-monetäre Bewertung der Szenarien Die nicht-monetäre Bewertung wurde in Abstimmung mit den Mitgliedern des LA anhand folgender zentraler Kriterien vorgenommen: Infrastruktur (35% Gewichtung), Standortattraktivität (20% Gew.), Zukunftsfokus (25% Gew.) und Strategie Fit (20% Gew.). Diese wurden, aufgeteilt in mehrere, wiederum unterschiedlich gewichtete Teilkriterien auf einer Skala von 1 (= niedrigster Wert) bis 5 (= höchster Wert) bewertet. Zusammengefügt ergaben sich folgende Resultate für die unterschiedlichen Kriterien: – Szenario 1: 2,3 von 5 Punkten – Szenario 2: 2,1 von 5 Punkten – Szenario 3: 3,4 von 5 Punkten – Szenario 4: 3,5 von 5 Punkten – Szenario 5: 3,8 von 5 Punkten – Szenario 6: 4,5 von 5 Punkten Die beste nicht-monetäre Bewertung erhielt der Beethoven Campus, welcher bei Strategie Fit und Zukunftsfokus jeweils mit der Bestnote 5 ausgezeichnet wurde.Seite 12 von 62 | 13. September 20189 Management Summary (8/11) Die niedrigste Bewertung erhielt Szenario 2, welches nicht nur wie Szenario 1 bei den Kriterien Zukunftsfokus und Strategie Fit niedrige Bewertungen erhielt, sondern auch aufgrund der Notwendigkeit einer Interim- spielstätte eine niedrige Punktzahl erhält. Realisierungsrisiken Neben der monetären und nicht-monetären Bewertung wurden zu der Gesamtbewertung auch die Realisierungsrisiken je Szenario analysiert und berücksichtigt: - Szenario 1: Hohes Realisierungsrisiko durch hohe Auslastung des Marktes (Baugewerbe). Für ein Instandsetzungsvorhaben im laufenden Betrieb mit einem Volumen > 100 Mio. EUR liegen im Markt keine Erfahrungen vor. - Szenario 2: Geringes Realisierungsrisiko, ggfs. Verzögerungen aufgrund unbekannter Bausubstanz. - Szenario 3: Hohes Realisierungsrisiko durch unklare Situation bzgl. Erhalt/Denkmalschutz der Bad Godesberger Stadthalle und somit Frage der Möglichkeit eines Neubaus an dem Standort. - Szenario 4: Erfordernis eines Interims birgt ein gewisses Realisierungsrisiko. - Szenario 5: Mittleres Realisierungsrisiko durch Notwendigkeit eines Interims für die Oper sowie erwartete Kritik der Aufgabe des Standortes Bad Godesberg. - Szenario 6: Hohes Realisierungsrisiko durch nicht geklärte Situation Denkmalschutz/Urheberrecht der Beethovenhalle sowie durch mögliche Bodenfunde aus der Römerzeit. Interdependenzen mit der „Untersuchung zu Einsparpotenzialen im Kulturbereich d. Stadt Bonn“ (Stufe 2) Die Interdependenzen zw. Stufe 2 und Stufe 3 sind im Status quo und aufgrund der Mannigfaltigkeit von Optio- nen in beiden Szenarien derzeit nicht kalkulierbar. Szenario 6 (Stufe 3) bietet eine inhaltlich/programmatisch passende Ausgangssituation zur Verschränkung mit Szenario 0 (Stufe 2): Das Kulturangebot bleibt im Status quo bestehen, kann durch Landesmittel ausgebaut werden und stärkt die Beethoven-Profilierung. | 13. September 20189 Management Summary (8/11) Die niedrigste Bewertung erhielt Szenario 2, welches nicht nur wie Szenario 1 bei den Kriterien Zukunftsfokus und Strategie Fit niedrige Bewertungen erhielt, sondern auch aufgrund der Notwendigkeit einer Interim- spielstätte eine niedrige Punktzahl erhält. Realisierungsrisiken Neben der monetären und nicht-monetären Bewertung wurden zu der Gesamtbewertung auch die Realisierungsrisiken je Szenario analysiert und berücksichtigt: - Szenario 1: Hohes Realisierungsrisiko durch hohe Auslastung des Marktes (Baugewerbe). Für ein Instandsetzungsvorhaben im laufenden Betrieb mit einem Volumen > 100 Mio. EUR liegen im Markt keine Erfahrungen vor. - Szenario 2: Geringes Realisierungsrisiko, ggfs. Verzögerungen aufgrund unbekannter Bausubstanz. - Szenario 3: Hohes Realisierungsrisiko durch unklare Situation bzgl. Erhalt/Denkmalschutz der Bad Godesberger Stadthalle und somit Frage der Möglichkeit eines Neubaus an dem Standort. - Szenario 4: Erfordernis eines Interims birgt ein gewisses Realisierungsrisiko. - Szenario 5: Mittleres Realisierungsrisiko durch Notwendigkeit eines Interims für die Oper sowie erwartete Kritik der Aufgabe des Standortes Bad Godesberg. - Szenario 6: Hohes Realisierungsrisiko durch nicht geklärte Situation Denkmalschutz/Urheberrecht der Beethovenhalle sowie durch mögliche Bodenfunde aus der Römerzeit. Interdependenzen mit der „Untersuchung zu Einsparpotenzialen im Kulturbereich d. Stadt Bonn“ (Stufe 2) Die Interdependenzen zw. Stufe 2 und Stufe 3 sind im Status quo und aufgrund der Mannigfaltigkeit von Optio- nen in beiden Szenarien derzeit nicht kalkulierbar. Szenario 6 (Stufe 3) bietet eine inhaltlich/programmatisch passende Ausgangssituation zur Verschränkung mit Szenario 0 (Stufe 2): Das Kulturangebot bleibt im Status quo bestehen, kann durch Landesmittel ausgebaut werden und stärkt die Beethoven-Profilierung.Seite 13 von 62 | 13. September 201810 Management Summary (9/11) OHNE DISKONTIERUNG Realisierungs- risiko = hoch = mittel = gering nicht- monetäre Bewertung 4 2 Kosten in Mio. EUR 130120 160140 170150 180 0 5 3 1 1 2 3 4 5 6 Szenarien: 1 = Instandsetzung bei lfd. Betrieb; 2 = Instandsetzung mit Interim; 3= Neubau Mehrspartenhaus am Standort Bad Godesberg; 4 = Neubau Einspartenhaus am Standort Oper; 5 = Neubau Mehrspartenhaus am Standort Oper; 6 = Beethoven CampusSeite 14 von 62 | 13. September 201811 Management Summary (10/11) MIT DISKONTIERUNG Realisierungs- risiko = hoch = mittel = gering nicht- monetäre Bewertung 4 2 Kosten in Mio. EUR 8070 90 0 5 3 1 1 2 3 4 5 6 Szenarien: 1 = Instandsetzung bei lfd. Betrieb; 2 = Instandsetzung mit Interim; 3= Neubau Mehrspartenhaus am Standort Bad Godesberg; 4 = Neubau Einspartenhaus am Standort Oper; 5 = Neubau Mehrspartenhaus am Standort Oper; 6 = Beethoven CampusSeite 15 von 62 | 13. September 201812 Management Summary (11/11) Instandsetzung Szenario 2 ist Szenario 1 vorzuziehen, da es nur geringfügig schlechter in der nicht- monetären Bewertung abschneidet, jedoch nicht nur günstiger als Szenario 1 ist, sondern auch mit deutlich weniger Risiko behaftet ist. Neubau Szenario 6 ist die günstigste Neuvariante (diskontiert auch gesamthaft günstigste) und erreicht auch bei der nicht-monetären Bewertung mit Abstand die höchste Punktzahl – allerdings ist hierbei aufgrund der Urheberrechts- und Denkmalschutz- Frage mit einem erhöhten Realisierungsrisiko zu rechnen. Unter den Neubauszenarien weist Szenario 4 das geringstes Risiko auf, welches jedoch teurer als Szenario 3 und 6 ist. Allgemein Instandsetzungsszenarien 1 und 2 sind günstiger als Neubauszenarien 3, 4, 5 und 6.; schneiden jedoch bei der nicht-monetären Bewertung deutlich schlechter ab. Das günstigste Neubauszenario kostet etwa 15% mehr als die günstigste Instandsetzungsmöglichkeit.Seite 16 von 62 A. Projektvorgehen B. Zukunftsszenarien C. Realisierungsrisiken D. BewertungSeite 17 von 62 A. ProjektvorgehenSeite 18 von 62 | 13. September 201815 2. LA 11. Juli Projekt in enger Abstimmung mit allen relevanten Stakeholdern durchgeführt – Ergebnisse im Lenkungsausschuss verabschiedet 1. LA heute Interviews • Konzeption der Interims- und Neubauszenarien 3.1.1 < Erarbeitung von fünf inhaltlichen Bausteinen als Basis zur Szenarienkonzeption < Entwicklung eines Bewertungsschemas Projekt- abschluss heute Kick-off 15. März März < Prüfung möglicher Szenarien < Bewertung und Vergleich der möglichen Szenarien < Entwicklung einer Entscheidungsgrundlage für die Politik 1. LA 11. Juni April Mai Juni Juli August September …Oktober Bewertung der Interims- und Neubauszenarien 3.1.2 < Erarbeitung eines Raumprogramms < Berechnung eines Betriebskonzepts Konkretisierung eines Infrastruktur- szenarios 3.2 noch nicht beauftragt KA- Ausschuss 04.10Seite 19 von 62 | 13. September 201816 15.03./13:00 Uhr actori hat umfangreiche Gespräche mit Stakeholdern, Fraktionen und verschiedenen Experten geführt (1/2) Name Funktion Termin Martin Schumacher Dezernent Kultur/Sport/Wissenschaft Dipl.-Ing. Michael Isselmann Leiter Stadtplanungsamt Rüdiger Frings Kaufmännischer Direktor 28.03./10:30 Uhr 16.03./14:30 Uhr Stadt Bonn Dr. Bernhard Helmich Generalintendant 16.03./16:00 Uhr Theater Bonn Jens Lorenzen Technischer Direktor 15.03./15:30 Uhr Marion Duisberg Stellv. Betriebsleiterin Städt. Gebäudemanagement 16.03./13:00 Uhr Hans Jakob Heuser Leiter Kulturamt 15.03./13:00 Uhr 11.04./14:00 UhrAshok-Alexander Sridharan Oberbürgermeister Jens Groß Designierter Schauspieldirektor 10.04./14:00 Uhr GeneralmusikdirektorDirk Kaftan 16.03./09:00 UhrOrchesterdirektorMichael Horn Beethoven Orchester 16.03./08:00 Uhr Zusätzlich: 8 Experten-Interviews zur Verifizierung der BenchmarkergebnisseSeite 20 von 62 | 13. September 201817 actori hat umfangreiche Gespräche mit Stakeholdern, Fraktionen und verschiedenen Experten geführt (2/2) Termin CDU 09.04./ 20:00 Uhr Bündnis 90/ Die Grünen Die Linke 10.04./ 12:00 Uhr 09.04./ 16:00 Uhr 12.04./ 10:00 Uhr Bürger Bund Bonn (BBB) 09.04./ 12:00 UhrAllianz für Bonn (AfB) FDP 09.04./ 20:00 Uhr SPD –1) Die Sozialliberalen 09.04./ 18:00 Uhr Fraktionen 1) Der BBB hat auf mehrfache Anrufversuche und E-Mails zur Koordinierung eines Termins vor Ort oder telefonisch nicht reagiert. 06.08.Stephan Lenzen Urheberrechtsvertreter Hr. Raderschall Katrin Bisping Stadtkonservatorin Bonn 17.07. 18.07.Constanze Falke Urheberrechtsvertreterin Hr. Wolske Urheberrecht und Denkmalschutz Name FunktionSeite 21 von 62 | 13. September 201818 In der ersten Phase werden die fünf inhaltlichen Bausteine erarbeitet – Grundlage für die Ausgestaltung der Zukunftsszenarien Neubau Interim Standort Benchmark InstandsetzungSeite 22 von 62 B. ZukunftsszenarienSeite 23 von 62 | 13. September 201820 Anmerkung: = mit Interim. Sechs Zukunftsszenarien wurden monetär und nicht-monetär bewertet Neubau eines Opernhauses am jetzigen Standort Instandsetzung des Schauspielhauses Einrichtung einer Interimsspielstätte Neubau eines Mehrspartenhauses am jetzigen Standort Einrichtung einer Interimsspielstätte Neubau eines Mehrspartenhauses vor der Beethovenhalle Einbindung weiterer Partner in Gesamtkonzept Neubau Bonn I Neubau Bonn II Beethoven Campus Instandsetzung des Opernhauses und des Schauspielhauses bei laufendem Spielbetrieb Instandsetzung1. Instandsetzung des Opernhauses und des Schauspielhauses Einrichtung einer Interimsspielstätte Instandsetzung2. 6.5.4. Neubau eines Mehrspartenhauses am Standort der Stadthalle Bad Godesberg Neubau Bad Godesberg3.I I I 1 2 4 5 6 3 ISeite 24 von 62 | 13. September 201821 In Szenario 1 werden Opern- und Schauspielhaus im laufendem Betrieb instandgesetzt – Wiederherstellung der historischen Spielstätten Instandsetzung bei lfd. Betrieb Instandsetzung des Opernhauses und des Schauspielhauses bei laufendem Spielbetrieb Erhaltung der Architektur zweier im Stadtbild etablierter Gebäude Die Kontinuität des Ortes kann zu der Identifikation der Besucher und Mitarbeiter mit dem Theater während der Instandsetzungs- phase beitragen Im Vergleich zu Neubau nur sehr eingeschränkte inhaltliche Weiterentwicklung der Theater- Infrastruktur und Optimierung der betrieblichen AbläufeSeite 25 von 62 | 13. September 201822 Szenario 1 verfügt über eine BGF von 25.760 m2 – Status quo der Flächen wird nicht verändert Großer Saal Oper 1.024 PAX Großer Saal Schauspiel 476 PAX1) Werkstattb. Schauspiel 121 PAX 1 INSTANDSETZUNG Bruttogeschossfläche 25.760 m2 Flächen Flächen bleiben bei Instandsetzung größten Teils unverändert (Ergänzungen bei Anlieferung und Foyer der Werkstattbühne) THB verfügt über einen großen Saal Oper (1.024 PAX), einen großen Saal Schauspiel (476 PAX) und einer Werkstattbühne (121 PAX). Die bestehenden Gastronomieflächen von insgesamt 550 m2 (inklusive Panorama-Bar, Pausenbuffet und Kantine) können erneut in Betrieb genommen werden. Education Gastronomie 550 m2 Kosten [in Mio. EUR] Welcome Zone Multi- funktionssaal 500 PAX Kosten Infrastruktur über 30 Jahre2) 1) Kapa. wird um geringe Anzahl an Sitzplätzen verkleinert. Aufgrund geringer Auslastung kein Einfluss auf Einnahmen; folglich keine Berechnung im Business Case. 2) Ohne Berücks. lfd. Instandhaltungsaufwand; siehe Rahmenbedingungen Kapitel D „Berechnungsgrundlage“. Anm.: Sitzplatzkapa. Angaben THB. Investitionskosten tbd. Interim tbd. ∆ Betriebsaufwand p.a. tbd. tbd. Erläuterungen Nicht-monetäre Bewertung 2,28Seite 26 von 62 | 13. September 201823 Vorteile Laufende Instandsetzung sichert Stabilität, ermöglich jedoch keine optimierte bauliche Anpassung an zukünftige Bedarfe/Anforderungen Nachteile Erhalt der Architektur zweier im Stadtbild etablierter Gebäude Kontinuierliches Theaterangebot an „vertrauten“ Standorten Fortführung des Besuchererlebnisses und keine Einschränkung durch ein Interim; dadurch weitest gehende Vorbeugung von interimsbedingten Abonnentenverlusten möglich Anforderungen an eine zeitgemäße Theaterinfrastruktur (sichtbare Verortung und räumliche Erweiterung für den Education-Bereich, Integration einer Welcome Zone) bei bestehender Raum- und Flächenkonzeption nur sehr eingeschränkt umsetzbar Bestehende bauliche Herausforderungen (geringe Lagerfläche im Opernhaus, enge Gänge, teilweise ungeeignete Büroräume) können nicht optimiert werden; dabei Verlagerung der Werkstattflächen, des Kostümbereichs und des Chorprobensaals nach Beuel Keine Integration des Schauspielhauses am selben Standort verhindert Synergieeffekte und Möglichkeit einer neuen Profilbildung Gefahr, dass (bei baulichen Verzögerungen) Eindruck eines „Theaters auf einer andauernden Baustelle“ entsteht 1 INSTANDSETZUNGSeite 27 von 62 | 13. September 201824 Instandsetzung mit Interim Instandsetzung des Opernhauses und des Schauspielhauses mit Bespielung einer Interimstätte Die Verlagerung des Spielbetriebes in ein Interim erleichtert Baumaßnahmen am Theater Erhaltung der Architektur zweier im Stadtbild etablierter Gebäude Weitestgehend frei von offensichtlicher Veränderung, bietet dieses Szenario Gästen nach der Instandsetzungsphase das vertraute Theatererlebnis Im Vergleich zu Neubau nur sehr eingeschränkte inhaltliche Weiterentwicklung der Theater- Infrastruktur und Optimierung der betrieblichen Abläufe Szenario 2 stellt das „vertraute Theatererlebnis“ sicher – Theaterbetrieb in Interimsspielstätte verringert Gefahr von VerzögerungenSeite 28 von 62 | 13. September 201825 Szenario 2 verfügt über eine BGF von 25.760 m2 – Status quo der Flächen wird nicht verändert 2 Bruttogeschossfläche 25.760 m2 Flächen Flächen bleiben bei Instandsetzung größten Teils unverändert. THB verfügt über einen großen Saal Oper (1.024 PAX), einen großen Saal Schauspiel (476 PAX) und einer Werkstattbühne (121 PAX). Die bestehenden Gastronomieflächen von insgesamt 550 m2 (inklusive Panorama-Bar, Pausenbuffet und Kantine) können erneut in Betrieb genommen werden. Während der Instandsetzungsmaßnahmen wird der Theaterbetrieb in eine Interimsspielstätte verlegt.Kosten [in Mio. EUR] Multi- funktionssaal 500 PAX Kosten Infrastruktur über 30 Jahre2) Education Gastronomie 550 m2 Welcome Zone Investitionskosten tbd. Interim tbd. ∆ Betriebsaufwand p.a. tbd. tbd. Großer Saal Oper 1.024 PAX Großer Saal Schauspiel 476 PAX1) Werkstattb. Schauspiel 121 PAX INSTANDSETZUNG + INTERIM 1 ) Kapa. wird um geringe Anzahl an Sitzplätzen verkleinert. Aufgrund geringer Auslastung kein Einfluss auf Einnahmen; folglich keine Berechnung im Business Case. 2) Ohne Berücks. lfd. Instandhaltungsaufwand; siehe Rahmenbedingungen Kapitel D „Berechnungsgrundlage“. Anm.: Sitzplatzkapa. Angaben THB. Erläuterungen Nicht-monetäre Bewertung 2,13Seite 29 von 62 | 13. September 201826 Vorteile Instandsetzung sichert langfristig „vertrautes Theatererlebnis“ – Interim birgt Gefahr des Abonnenten- bzw. Besucherverlustes Nachteile Erhalt der Architektur zweier im Stadtbild etablierter Gebäude Nach Instandsetzung „Zurückkommen“ an „vertrauten“, etablierten Standort Ausweichen auf ein Interim birgt Vorteil, dass Instandsetzung und Rückzug in die Theater zügig erfolgen kann Interim bietet Möglichkeit, neue künstlerische Formate und Konzepte auszuprobieren und birgt Chance, neue Zielgruppen zu erreichen Anforderungen an eine zeitgemäße Theaterinfrastruktur (sichtbare Verortung und räumliche Erweiterung für den Education-Bereich, Integration einer Welcome Zone) bei bestehender Raum- und Flächenkonzeption nur sehr eingeschränkt umsetzbar Bestehende bauliche Herausforderungen (geringe Lagerfl. im Opernhaus, enge Gänge, teilw. unge- eignete Büroräume) können nicht optimiert werden Keine Integration des Schauspielhauses am selben Standort verhindert Synergieeffekte und Möglichkeit einer neuen Profilbildung Mögliche qualitative Einschränkungen durch ein Interim bergen Risiko des Abonnenten- bzw. Besucherverlustes und erfordert substantiellen Aufwand in der Ausgestaltung und Belebung einer Interimsspielstätte – Interim hat besonders negative Auswirkungen auf das Schauspielhaus und sollte dort möglichst vermieden werden 2 INSTANDSETZUNG + INTERIMSeite 30 von 62 | 13. September 201827 Neubau Bad Godesberg Neubau eines Mehrspartenhauses am Standort der Stadthalle Bad Godesberg Eine Kulturinstitution dieser Größe kann zu Aufwertung des Stadtteils Bad Godesberg führen Das Zusammenlegen der Oper und des Schauspiels an einem Standort erleichtert Arbeitsabläufe und stärkt den internen/externen Zusammenhalt des Theaters Durch den Neubau wird eine zeitgemäße Theaterinfrastruktur geschaffen, die eine räumliche Möglichkeit der Tagesnutzung/- öffnung erlaubt und somit zu einer Belebung des Theaters führen kann Der Bau eines Mehrspartenhauses am Standort Bad Godesberg führt zur Vereinigung der Sparten und setzt ein stadtpolitisches ZeichenSeite 31 von 62 | 13. September 201828 Szenario 3 verfügt über eine BGF von 26.585 m2 – Zusammenlegung beider Sparten steigert Effizienz des Betriebs Großer Saal Oper 1.020 PAX Großer Saal Schauspiel 480 PAX Werkstattb. Schauspiel 120 PAX 3 NEUBAU BAD GODESBERG Bruttogeschossfläche 26.585 m2 Flächen Bei dem Neubau eines Mehrspartenhauses kommt neben einem großen Saal Oper (1.020 PAX), einem großen Saal Schauspiel (480 PAX) und einer Werkstattbühne (120 PAX) ein weiterer multifunktioneller Saal mit einer Kapazität von 500 Plätzen dazu; der modulierbare Saal ist ein wichtiger Faktor für die Weiterentwicklung von VA-Formaten und Ansprache neuer Zielgruppen. Um die Aufenthaltsqualität zu steigern bekommt der Theaterbau mehr Flächen im Gastronomiebereich und wird um eine Welcome Zone erweitert. Eine weitere Ergänzung sind die großzügigen Education-Flächen mit 400 m2. Kosten [in Mio. EUR] Multi- funktionssaal 500 PAX Kosten Infrastruktur über 30 Jahre1) Education 400 m2 Gastronomie 600 m2 Welcome Zone 200 m2 Investitionskosten tbd. Interim tbd. ∆ Betriebsaufwand p.a. tbd. tbd. 1) Ohne Berücksichtigung lfd. Instandhaltungsaufwand; siehe Rahmenbedingungen Kapitel D „Berechnungsgrundlage“. Anm.: Sitzplatzkapa. Angaben THB. Erläuterungen Nicht-monetäre Bewertung 3,41Seite 32 von 62 | 13. September 201829 Vorteile Neubau eines Mehrspartenhauses mit positivem Effekt auf Effizienz des Betriebes – Standort Bad Godesberg ist aber große Herausforderung Nachteile Chance der Aufwertung des Stadtteils Bad Godesberg. Integration des Schauspielhauses am selben Standort fördert Synergieeffekte und stärkt den internen/externen Zusammenhalt des Theaters; Möglichkeit einer stärkeren Profilbildung Neubau ermöglicht Umsetzung einer modernen Theaterinfrastruktur (inklusive Welcome Zone, einladendem Gastronomiebereich und Education- Räumlichkeiten); Möglichkeit der Tagesnutzung/- öffnung erlaubt Belebung des Theaters Neubau kann hohe Strahlkraft entwickeln – ist ein klares Signal der Unterstützung der Politik für langfristigen Erhalt des THB Während der Bauphase kontinuierliches Theaterangebot und qualitativer Erhalt des Besuchererlebnisses möglich, sowie keine Gefahr interimsbedingter Besucherverluste Aufgabe dreier im Stadtbild etablierter Gebäude (Opernhaus, Schauspielhaus, Stadthalle Bad G.) sowie des attraktiven Standortes der Oper Standort Bad Godesberg ist historisch gesehen kein „typischer“ Standort für Musiktheater und muss sich als solcher erst etablieren Bad Godesberg wird in Bonn als relativ weit außerhalb wahrgenommen und der Ortswechsel stellt Herausforderung zur Beibehaltung der bestehenden Besucher dar Längere Anfahrten für Besucher und Logistik (von den Werkstätten Beuel und der Bonner Innenstadt) 3 NEUBAU BAD GODESBERGSeite 33 von 62 | 13. September 201830 Foto wählen Neubau Opernhaus mit Interim Neubau eines Opernhauses am jetzigen Standort mit Bespielung einer Interimsstätte; Instandsetzung des Schauspielhauses bei lfd. Betrieb Durch den Neubau wird eine zeitgemäße Theaterinfrastruktur geschaffen, die eine räumliche Möglichkeit der Tagesnutzung/- öffnung erlaubt und somit zu einer Belebung des Theaters führen kann Bekannter und attraktiver Standort erleichtert Etablierung der neuen Infrastruktur und ergänzenden Angebote in der Stadtgesellschaft Szenario 4 behält vertraute Standorte der Oper und des Schauspiels – Neubau bietet zeitgemäße TheaterinfrastrukturSeite 34 von 62 | 13. September 201831 Szenario 4 verfügt über eine BGF von 21.950 m2 – modernes Raumkonzept ermöglicht auch inhaltliche Weiterentwicklung 4 Bruttogeschossfläche 21.950 m2 Flächen Kosten [in Mio. EUR] Multi- funktionssaal 500 PAX Kosten Infrastruktur über 30 Jahre1) Education 400 m2 Gastronomie 600 m2 Welcome Zone 200 m2 Bei dem Neubau eines Opernhauses kommt neben einem gr. Saal (1.020 PAX) und einer Werkstattbüh- ne (120 PAX) ein weiterer multifunktioneller Saal mit einer Kapa. von 500 PAX dazu; der modulierbare Saal ist ein wichtiger Faktor für die Weiterentw. von VA-Formaten und Ansprache neuer Zielgruppen. Der große Saal des Schauspielhauses (476 PAX) bleibt in Bad Godesberg bestehen. Um die Aufenthaltsqualität zu steigern, bekommt der Theaterbau mehr Flächen im Gastronomiebereich und wird um eine Welcome Zone erweitert. Eine weitere Ergänzung sind die großzügigen Education-Flächen mit 400 m2. Während der Instandsetzungsmaßnahmen wird der Theaterbetrieb in eine Interimsspielstätte verlegt. Investitionskosten tbd. Interim tbd. ∆ Betriebsaufwand p.a. tbd. tbd. Großer Saal Oper 1.020 PAX Großer Saal Schauspiel 476 PAX Werkstattb. Schauspiel 120 PAX 1) Ohne Berücksichtigung lfd. Instandhaltungsaufwand; siehe Rahmenbedingungen Kapitel D „Berechnungsgrundlage“. Anm.: Sitzplatzkapa. Angaben THB. Erläuterungen Nicht-monetäre Bewertung 3,84 NEUBAU BONN ISeite 35 von 62 | 13. September 201832 Vorteile Der Neubau eines Opernhauses am jetzigen Standort wertet Opern-, aber nicht Schauspielsparte auf Nachteile Besucher kennen attraktiven Standort des Neubaus; daher keine Sorge ob dieser angenommen wird – „vertrautes“ Theatererlebnis im Schauspielhaus Neubau ermöglicht Umsetzung einer modernen Theaterinfrastruktur (inklusive Welcome Zone, einladendem Gastronomiebereich und Education- Räumlichkeiten); Möglichkeit der Tagesnutzung/- öffnung erlaubt Belebung des Theaters, allerdings nur am Opernhaus Neubau kann hohe Strahlkraft entwickeln und ist ein klares Signal der Unterstützung der Politik für langfristigen Erhalt der THB Interim bietet Möglichkeit, neue künstlerische Formate und Konzepte auszuprobieren und birgt Chance, neue Zielgruppen zu erreichen Schauspielhaus wird nur instand gesetzt und kann so nicht heutigen Anforderungen gerecht werden – Gefahr einer Verstärkung der unterschiedlichen Wahrnehmungen der Sparten Keine Integration des Schauspielhauses in den Neubau verhindert Synergieeffekte und Möglichkeit einer neuen Profilbildung Aufgabe eines im Stadtbild etablierten Gebäudes Mögliche qualitative Einschränkungen durch ein Interim bergen Risiko des Abonnenten- bzw. Besucherverlustes und erfordern substantiellen Aufwand in der Ausgestaltung und Belebung einer Interimsspielstätte 4 NEUBAU BONN ISeite 36 von 62 | 13. September 201833 Szenario 5: Mehrspartenhaus am Standort Oper vereint erstmals beide Sparten des Theater Bonn an einem Ort Neubau Mehrspartenhaus Bonn Neubau eines Mehrspartenhauses am Standort Oper mit Bespielung einer Interimstätte Das Zusammenlegen der Oper und des Schauspiels an einen Standort erleichtert Arbeitsabläufe und stärkt den internen/externen Zusammenhalt des Theaters Durch den Neubau wird eine zeitgemäße Theaterinfrastruktur geschaffen, die eine räumliche Möglichkeit der Tagesnutzung/- öffnung erlaubt und somit zu einer Belebung des Theaters führen kann Bekannter und attraktiver Standort erleichtert Etablierung der neuen Infrastruktur und ergänzenden Angebote in der StadtgesellschaftSeite 37 von 62 | 13. September 201834 Szenario 5 verfügt über eine BGF von 26.585 m2 – Zusatzbedarfe entstehen durch Education-Räume und neuer Welcome Zone 5 Bruttogeschossfläche 26.585 m2 Flächen Kosten [in Mio. EUR] Multi- funktionssaal 500 PAX Kosten Infrastruktur über 30 Jahre1) Education 400 m2 Gastronomie 600 m2 Welcome Zone 200 m2 Bei dem Neubau eines Mehrspartenhauses kommt neben einem großen Saal Oper (1.020 PAX), einem großen Saal Schauspiel (480 PAX) und einer Werkstattbühne (120 PAX) ein weiterer multifunktioneller Saal mit einer Kapazität von 500 PAX dazu; der modulierbare Saal ist ein wichtiger Faktor für die Weiterentwicklung von VA-Formaten und Ansprache neuer Zielgruppen. Um die Aufenthaltsqualität zu steigern bekommt der Theaterbau mehr Flächen im Gastronomiebereich und wird um eine Welcome Zone erweitert. Eine weitere Ergänzung sind die großzügigen Education-Flächen mit 400 m2. Während der Instandsetzungsmaßnahmen wird der Theaterbetrieb in eine Interimsspielstätte verlegt. Investitionskosten tbd. Interim tbd. ∆ Betriebsaufwand p.a. tbd. tbd. Großer Saal Oper 1.020 PAX Großer Saal Schauspiel 480 PAX Werkstattb. Schauspiel 120 PAX 1) Ohne Berücksichtigung lfd. Instandhaltungsaufwand; siehe Rahmenbedingungen Kapitel D „Berechnungsgrundlage“. Anm.: Sitzplatzkapa. Angaben THB. Erläuterungen Nicht-monetäre Bewertung 3,76 NEUBAU BONN IISeite 38 von 62 | 13. September 201835 Vorteile Der Neubau eines Mehrspartenhauses am jetzigen Standort hat viele Vorteile, führt jedoch zur Aufgabe zweier etablierter Gebäude Nachteile Besucher kennen attraktiven Standort des Neubaus; daher keine Sorge ob dieser angenommen wird Integration des Schauspielhauses am selben Standort fördert Synergieeffekte und stärkt den internen/externen Zusammenhalt des Theaters; Möglichkeit einer neuen Profilbildung Neubau ermöglicht Umsetzung einer modernen Theaterinfrastruktur (inklusive Welcome Zone, einladendem Gastronomiebereich und Education- Räumlichkeiten); Möglichkeit der Tagesnutzung/- öffnung erlaubt Belebung des Theaters Neubau kann hohe Strahlkraft entwickeln und ist ein klares Signal der Unterstützung der Politik für langfristigen Erhalt der THB Interim bietet Möglichkeit, neue künstlerische Formate und Konzepte auszuprobieren und birgt Chance, neue Zielgruppen zu erreichen Aufgabe zweier im Stadtbild etablierter Gebäude der Theater Bonn und des Standortes Bad Godesberg Mögliche qualitative Einschränkungen durch ein Interim bergen Risiko des Abonnenten- bzw. Besucherverlustes und erfordern substantiellen Aufwand in der Ausgestaltung und Belebung einer Interimsspielstätte 5 NEUBAU BONN IISeite 39 von 62 | 13. September 201836 Quelle: xxx. Szenario 6 hat nicht nur betriebliche Vorteile sondern macht Bonn auch zu einem zukunftsorientierten Kulturstandort Beethoven Campus Neubau eines Mehrspartenhauses vor der Beethovenhalle Beethoven Campus (BC) ist ein Gewinn in der Positionierung Bonns als Kulturstadt und bietet einen Ort für bekanntesten Sohn der Stadt Campus-Gedanke ist zeitgemäß und schafft eine moderne Kulturinfrastruktur, die die nächsten Jahrzehnte Bestand hat BC soll nicht nur THB an einem Ort vereinen, sondern auch weitere Partner/Akteure aus Bonns Kulturszene (z. B. Büros BOB) was betriebl. Vorteile hat und einen stärkeren Austausch zwischen Akteuren fördern kannSeite 40 von 62 | 13. September 201837 Szenario 6 verfügt über eine BGF von 27.459 m2 – Zusatzbedarfe entstehen durch die großzügigen Education-Räumlichkeiten 6 BEETHOVEN CAMPUS Bruttogeschossfläche 27.459 m2 Flächen Erläuterungen Kosten [in Mio. EUR] Multi- funktionssaal 500 PAX Kosten Infrastruktur über 30 Jahre1) Education 700 m2 Gastronomie 600 m2 Welcome Zone 200 m2 Flächen des BC schließen neben einem gr. Saal Oper (1.020 PAX), einem gr. Saal Schauspiel (480 PAX) und einer Werkstattbühne (120 PAX) einen weiteren multifunktionellen Saal mit einer Kapa. von 500 PAX ein; der modulierbare Saal ist ein wichtiger Faktor für die Weiterentwicklung von VA-Formaten und Ansprache neuer Zielgruppen. Um die Aufenthaltsqualität zu steigern bekommt der Theaterbau mehr Flächen im Gastronomiebereich und wird um eine Welcome Zone erweitert. Durch die Nutzung verschiedener Akteure wird ein besonderer Fokus auf Education-Flächen gelegt, die insgesamt 700 m2 umfassen. Außerdem wird der Bau um knapp 400 m2 Bürofl. für das Beethovenfest und das Beeth. Orch. ergänzt. Investitionskosten tbd. Interim tbd. ∆ Betriebsaufwand p.a. tbd. tbd. Großer Saal Oper 1.020 PAX Großer Saal Schauspiel 480 PAX Werkstattb. Schauspiel 120 PAX 1) Ohne Berücksichtigung lfd. Instandhaltungsaufwand; siehe Rahmenbedingungen Kapitel D „Berechnungsgrundlage“. Anm.: Sitzplatzkapa. Angaben THB. Nicht-monetäre Bewertung 4,47Seite 41 von 62 | 13. September 201838 Vorteile Beethoven Campus vereint mehrere Akteure und ist eine zukunftsge- richtete Theaterimmobilie Nachteile Beethoven Campus positioniert Bonn als Kulturstadt und bietet einen Ort für Beethoven Zeitgemäßer Campus-Gedanke wird durch Kooperationen verschiedener Akteure und gemeinsamen Education-Angebot umgesetzt Integration des Schauspielhauses am selben Standort fördert Synergieeffekte und stärkt den internen/externen Zusammenhalt des Theaters; Möglichkeit einer neuen Profilbildung – Effekt durch Kooperationen noch gestärkt Neubau ermöglicht Umsetzung einer modernen Theaterinfrastruktur (inklusive Welcome Zone, einladendem Gastronomiebereich etc.); Möglichkeit der Tagesnutzung/-öffnung erlaubt Belebung Neubau kann hohe Strahlkraft entwickeln Während der Bauphase kontinuierliches Theaterangebot und qualitativer Erhalt des Besuchererlebnisses möglich sowie keine Gefahr interimsbedingter Besucherverluste Aufgabe zweier im Stadtbild etablierter Gebäude der Theater Bonn Aufgabe der bekannten Standorte am Rhein und in Bad Godesberg 6 BEETHOVEN CAMPUSSeite 42 von 62 C. RealisierungsrisikenSeite 43 von 62 | 13. September 201840 Realisierungsrisiken in Szenario 1 vor allem aufgrund noch unbekannter Herausforderungen der Instandsetzung und schwieriger Marktnachfrage 1 „Baustellen- atmosphäre“ Besucher erleben über längeren Zeitraum Baustellenatmosphäre. Bauarbeiten im Haus können unmittelbares Theatererlebnis einschränken. Planung Koordination von Theaterbetrieb und Baufortschritt stellt große Herausforderung dar. Baubetrieb kann auch tagsüber künstlerischen Betrieb stark limitieren. Marktsituation (Bau) Hohes Risiko bei Realisierung aufgrund hoher Auslastung im Markt – SGB hält Instandsetzung im laufendem Betrieb daher für nicht realisierbar. INSTANDSETZUNG Gefahr einer langen Sanierungsphase Gefahr, dass Verzögerungen bei Sanierungsarbeiten entstehen (Dauerbaustelle), da bisher nur grobe Abschätzung erfolgt (auf Basis Sichtung; unbekannt in Bezug auf Schadstoffbelastung etc.). Gefahr, dass bei Bauverzögerungen Eindruck einer dauerhaften Baustelle entsteht. Anmerkung: SGB= Städtisches Gebäudemanagement Bonn.Seite 44 von 62 | 13. September 201841 Realisierungsrisiken in Szenario 2 bestehen in der zeitigen Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen 2 Gefahr einer langen Sanierungsphase Gefahr, dass Verzögerungen bei Sanierungsarbeiten entstehen (Dauerbaustelle), da bisher nur grobe Abschätzung erfolgt (auf Basis Sichtung; unbekannt in Bezug auf Schadstoffbelastung etc.). INSTANDSETZUNG + INTERIM Interim Dringend erforderliche Stärkung der Verankerung in der Stadt mit Interim eher nicht zu realisieren (es ist mit Besucher-/Einnahmeverlusten zu rechnen).Seite 45 von 62 | 13. September 201842 Realisierungsrisiken in Szenario 3 bestehen in der ungeklärten Zukunft der Stadthalle Bad Godesberg 3 Stadthalle Bad Godesberg Unklare Situation ob der Zukunft der Stadthalle Bad Godesberg. Bei Beschluss diese zu erhalten/sanieren ist kein Neubau eines Theaters an dem Standort möglich. Gutachten CIMA Heterogene, preissensible Mieter (Flohmarkt, Sparkasse,…) bieten vielfältiges Angebot – Kein Alternativstandort für diese vorhanden. Wegfall der Stadthalle wird voraussichtlich negativen Einfluss auf Markt haben (Rückgang von Vielfalt und Umfang des Angebots). NEUBAU BAD GODESBERG Zentrumsfern Verlagerung Stadttheater aus dem Zentrum ist große Veränderung und birgt Risiken. Denkmalschutz Aktuell unklare Situation bezüglich des Denkmalschutzes der Stadthalle Bad Godesberg – Klärung vor Planungsbeginn nötig. Anmerkung: CIMA= CIMA Beratung + Management GmbH.Seite 46 von 62 | 13. September 201843 Dringend erforderliche Stärkung der Verankerung in der Stadt mit Interim nicht zu realisieren (es ist mit Besucher-/Einnahmeverlusten zu rechnen). Realisierungsrisiken in Szenario 4 bestehen in der Notwendigkeit einer Interimsspielstätte 4 NEUBAU OPERNHAUS InterimSeite 47 von 62 | 13. September 201844 Dringend erforderliche Stärkung der Verankerung in der Stadt mit Interim eher nicht zu realisieren (es ist mit Besucher-/Einnahmeverlusten zu rechnen). Ein Realisierungsrisiko in Szenario 5 besteht in der Aufgabe des Standortes Bad Godesberg 5 NEUBAU BONN Interim Kritik an Aufgabe des Standortes Bad Godesberg zu erwarten. StandortaufgabeSeite 48 von 62 | 13. September 201845 Verdacht auf Boden- denkmalfunde Verdacht auf Bodendenkmalfunde aus der Römerzeit. Gefahr der erschwerten Bebauung bzw. Verzögerung des Bauplans. Realisierungsrisiken in Szenario 6 bestehen aufgrund Rechtslage des Standortes Denkmalschutz/ Urheberrecht Anlage Beethovenhalle unter Denkmalschutzes und mit Urheberrechtsanspruch – evt. problematisch bei Neubebauung. Klärung vor Planungsbeginn nötig. Signale aus Politik, dass Denkmalschutz-Fragestellungen gelöst werden können. Urheberrechtsvertreter sehen Hürden, sind jedoch gesprächsbereit und benennen und erkennen Potenzial eines Beethoven Campus 6 BEETHOVEN CAMPUS Kritik an Aufgabe der etablierten Standorte des Opern- und des Schauspielhauses zu erwarten.Standortaufgabe Möglichkeit des Verlusts finanzieller Mittel der Stiftung Denkmalschutz für die Sanierung der Beethovenhalle bei evtl. Verletzung von Bedingungen durch einen Neubau auf dem Gelände. Verlust von finanziellen MittelnSeite 49 von 62 D. BewertungSeite 50 von 62 | 13. September 201847 Lenkungsausschuss verständigt sich auf Stadttheater-Cluster für Benchmark – deutliche Abgrenzung zu Repräsentationsbauten 1) Berücksichtigung der Parkgarage (Abzug bei Fläche und Kosten). Quelle: actori-Analyse. Repräsentationsbauten mit internationaler Strahlkraft (häufig mit dem Anspruch eine „Nationaloper“ bzw. “Königliche Oper“ zu sein) Engagement bekannter Architekten Valencia Bratislava Kopenhag. Bialystok St. Petersb. Florenz Oslo Frankfurt Kosten/m2 BGF: 5.200 – 20.000 EUR Cluster 3 Kein Neubau (An-/bzw. Umbau) Reine Schau- spielbühnen z. B.: Salzburg London Bremen Darmstadt Cluster 1 Cluster 2 Tatsächliche Neubauten (keine Umbauten/ Anbauten) Bauten haben Stadttheater-Charakter Theater können Musiktheaterproduktionen zeigen Linz1) Enschede Potsdam Lelystad Krakau Erfurt Pilsen Antibes Kosten/m2 BGF: 2.100 – 4.300 EUR Vom LA ausgewähltes BM-Cluster m2Seite 51 von 62 | 13. September 201848 Quelle: actori-Analyse. Kostenabschätzung wurde detailliert im Zeitverlauf und in Rücksprache mit den zuständigen Experten ermittelt Zur Erstellung der Kostenschätzung (u. a. Baukosten, Kosten für die Interim-Phase und Einsparungen im Betrieb in Folge einer verbesserten baulichen Infrastruktur) hat actori detaillierte Hochläufe je Szenario erstellt. Absprache actori, u. a. mit theapro, zur Klärung Einzelheiten für die Berechnungen der Instandsetzungsszenarien 1 und 2. Zur Klärung weiterer Fragen (Verteilung konsumtiver und investiver Kosten, Abschreibungszeit der geschätzten Baukosten etc.) stand actori in intensivem Austausch mit der Kämmerei der Stadt Bonn sowie dem SGB.Seite 52 von 62 | 13. September 201849 Für den Hochlauf der Baukostenschätzung gelten folgende Rahmenbedingungen (1/4) Für den Hochlauf werden die Zusatzkosten für das Interim, ggfs. Veräußerungsgewinne bestehender Grundstücke, die Baukosten sowie veränderte Betriebskosten berücksichtigt. actori legt den Berechnungen der Instandsetzungskosten (Szenarien 1 und 2) das Gutachten der Firma theapro zugrunde. actori rechnet die geschätzten Baukosten um den jährlichen Baupreisindex von 2,6%1) hoch. Alle weiteren Kosten und Einnahmen werden um eine Inflationsrate von 1,36%2) hochgerechnet. Kosten Interim Die Interimkosten umfassen die Anschaffungskosten des Interims, die Betriebskosten sowie die Ticketeinnahmenverluste, die in Folge des Interims entstehen. actori nimmt an, dass in Szenario 2 ein Interim für die Musiktheater- und Schauspielsparte besteht. In den Szenarien 4 und 5 besteht das Interim nur für die Musiktheatersparte, das Schauspielhaus wird im laufenden Betrieb saniert. Die Anschaffungskosten werden für die am besten bewertete Interim-Variante „Holzbau“ angesetzt. Sie lie-gen bei 8 Mio. EUR, die laufenden Betriebskosten bei 500 TEUR. actori nimmt an, dass das Interim während der Instandsetzungszeit von 7 Jahren (Szenario 2) bzw. der Bauzeit von 4 Jahren (Szenarien 4 und 5) besteht. Für die Berechnung der Ticketeinnahmenverluste legt actori die Ticketeinnahmen aus der SZ 2016/17 zugrunde, hochgerechnet auf die jeweiligen Interim-Jahre, in denen die Verluste zu Buche schlagen. Auf der Basis von Erfahrungswerten anderer Interims rechnet actori während des Interims mit einem Verlust gegenüber dem Status quo von 25%, für das 1. bis 4. Jahr nach Interim mit einem Verlust von 10%, für die darauf folgenden 10 Jahre mit einem Verlust von 5% gegenüber dem Status quo. 1) Durchschnittliche jährliche Steigerungsrate der Baukosten seit 2010. 2) Durchschnittliche jährliche Inflationsrate seit 2008. Quelle: Baupreisindizes Neubau von Wohn-und Nichtwohngebäuden IV Quartal. DESTATIS Statistisches Bundesamt.Seite 53 von 62 | 13. September 201850 Für den Hochlauf der Baukostenschätzung gelten folgende Rahmenbedingungen (2/4) Die Ticketeinnahmenverluste werden nur für diejenigen Gebäude angesetzt, die instand gesetzt bzw. neu gebaut werden. Das heißt, dass in den Jahren 2022 und 2023, in denen die Instandsetzung des Schauspielhauses erfolgt, zunächst nur die Ticketeinnahmenverluste im Bereich Schauspiel angerechnet werden. Ähnliches gilt für die Szenarien 4 und 5, in denen nur die Ticketeinnahmenverluste für den Bereich Musiktheater/Tanz berücksichtigt werden. Geschätzte Baukosten Die geschätzten Baukosten umfassen die Instandsetzungs- bzw. Baukosten für das Operngebäude sowie das Schauspielhaus sowie die Kosten für die Instandsetzung der Werkstatt in Beuel, einschließlich der Kosten, die im Zuge des Umzugs der Kostümwerkstätten sowie des Chorprobensaals nach Beuel entstehen. Änderungen zu den von theapro ermittelten Instandsetzungskosten ergeben sich aus drei Gründen: – Verschiebung des Planungs- bzw. Baubeginns um zwei Jahre nach hinten bei entsprechender Erhöhung der Kosten um den jährlichen Baupreisindex – Erhöhung des Risikoaufschlags von 20% auf 30% – keine Berücksichtigung der Kosten für den 1. Maßnahmenschnitt1) Die Baukosten für Neubauten berechnet actori auf Basis der ermittelten Bruttogeschossfläche (BGF) und einem Baukostensatz von 5.730 EUR/ m2.2) Auf dieser Basis ergeben sich folgende kumulierte geschätzte Baukosten im Zeitverlauf: – Szenario 1: 137 Mio. EUR (Erhöhung der für Szenario 2 ermittelten Instandsetzungskosten um 30%3) – Szenario 2: 108 Mio. EUR – Szenario 3: 185 Mio. EUR (BGF von 26.270 m2) 1) Der 1. Maßnahmenschnitt findet nach theapro im Status quo statt und wird finanziell durch Sondermittel gedeckt. 2) Herleitung reine Baukosten siehe LA 2, S. 80. 3) Absprache mit der SGB am 16.03.2018. Quelle: actori-Analyse.Seite 54 von 62 | 13. September 201851 Für den Hochlauf der Baukostenschätzung gelten folgende Rahmenbedingungen (3/4) – Szenario 4: 159 Mio. EUR (BGF von 21.950 m2) – Szenario 4: 184 Mio. EUR (BGF von 26.585 m2) – Szenario 6: 186 Mio. EUR (BGF von 27.459 m2) Für den Hochlauf der Instandsetzungskosten in den Szenarien 1+2 orientiert sich actori an dem von Theapro vorgegebenen Zeitplan bei Verschiebung aller angesetzter Kosten um je zwei Jahre nach hinten. Für den Hochlauf der geschätzten Baukosten in den Szenarien 3-6 orientiert sich actori an der Bauzeit von Benchmark-Häusern, die bei durchschnittlich vier Jahren liegt und nimmt einen Baubeginn in 2023 an. Darüber hinaus umfassen die geschätzten Baukosten auch die Niederlegungskosten des Operngebäudes (Szenario 3-6) bzw. der Stadthalle Bad Godesberg (Szenario 3), die im Fall von Szenario 3+6 mit den Einnahmen für die Veräußerung des Grundstücks1) vom Operngebäude gegengerechnet werden. Die geschätzten Baukosten werden in konsumtive und investive Baukosten unterschieden. In Szenario 1 werden jeweils 50% der Instandsetzungskosten für Opern- und Schauspielgebäude als konsumtive und investive Kosten angesetzt2). In Szenario 2 werden 10% der Instandsetzungskosten für Opern- und Schauspielgebäude als konsumtive und 90% als investive Kosten angesetzt.2) In den Szenarien 3-6 werden die Baukosten zu 100% als investive Baukosten angesetzt. Die investiven Kosten werden in den Szenarien 1+2 über einen Zeitraum von 40 Jahren, in den Szenarien 3-6 über einen Zeitraum von 60 Jahren, ab dem Zeitpunkt der Fertigstellung des Gebäudes linear abgeschrieben. In den Szenarien 4-6 wird der verbleibende Herstellungswert für das Operngebäude, in Szenario 3 zudem der verbleibende Herstellungswert für das Gebäude der Stadthalle Bad Godesberg, zu dem Jahr des Baubeginns zu 100% abgeschrieben. 1) In Orientierung am Wertermittlungsgutachten der Standorte Opernhaus, Schauspiel und Stadthalle Bad Godesberg der Stadt Bonn vom 09.11.2017. 2) Angaben des Städt. Gebäudemanagements der Stadt Bonn. Quelle: „Empfehlungen zur Erstellung einer Abschreibungstabelle für Gemeinden“ Stand Okt. 2007; actori-Analyse.Seite 55 von 62 | 13. September 201852 Für den Hochlauf der Baukostenschätzung gelten folgende Rahmenbedingungen (4/4) Für alle sechs Szenarien werden die Instandsetzungskosten für die Werkstatt Beuel in Höhe von 13,9 Mio. EUR, die vom THB berechnet wurden, einkalkuliert. Darüber hinaus werden die Kosten für den Umzug der Kostümwerkstätten und des Chorprobensaals vom Hauptgebäude auf das Werkstattgelände in den Szenarien 3 bis 6 eingepreist. Diese werden mit einem Zuschlag von 20% der Instandsetzungskosten für die Werkstatt (2,8 Mio. EUR) kalkuliert. Die Instandsetzungskosten der Werkstatt Beuel werden zu je 50% als investive bzw. konsumtive Baukosten angesetzt. Einsparungen in den Betriebskosten Einsparungen bei den Betriebskosten resultieren aus Einsparungen an Personal- und Sachkosten durch eine verbesserte Bauinfrastruktur bzw. Haustechnik. actori ermittelt für die Neubauszenarien 3-6 folgende Einsparungen bei den Betriebskosten: – Szenario 3+5: 330 TEUR (Gebäudebetrieb und Personal) – Szenario 4: 160 TEUR (Gebäudebetrieb) – Szenario 6: 360 TEUR (Gebäudebetrieb, Personal und Orchesterbüro) Quelle: actori-Analyse.Seite 56 von 62 | 13. September 201853 Szenario 6 ist auf den gesamten Betrachtungszeitraum gerechnet (2020- 2086) das günstigste der Neubauszenarien Kumulierte Interimkosten [Mio. EUR] Anmerkung: Kumulierte Kosten über den Zeitverlauf. Alle Zahlen gerundet. Quelle: actori-Analyse. Kumulierte Baukostenschätzung [Mio. EUR] Kumulierte Einsparungen Be- triebskosten [Mio. EUR] Kumulierte GESAMTKOSTEN [Mio. EUR] – 137 – 137 22 108 – 130 – 185 -34 151 19 159 -17 161 19 184 -34 169 – 186 -37 149 Szenario 1 Szenario 2 Szenario 3 Szenario 4 Szenario 5 Szenario 6 INSTAND- SETZUNG INSTAND- SETZUNG + INTERIM NEUBAU BAD GODESBERG NEUBAU BONN I NEUBAU BONN II BEETHOVEN CAMPUSSeite 57 von 62 | 13. September 201854 Summe – gewichtet im Vgl zum Status quo Standortattraktivität Infrastruktur Attraktivität Umgebung Erreichbarkeit 35% 20% 26 70% 50% 50% Zeitliche Realisierbarkeit 15% Zukunftsfokus Raum für Experimente Raum für Education 25% 33% 33% Besucherorientierung Szenario 1 33% Szenario 2 Szenario 3 Szenario 4 Szenario 5 Szenario 6 Besuchererlebnis während Bauphase 15% Strategie Fit 20% Nicht-monetäre Bewertung mit umfangreichem, im LA abgestimmten Kriterienkatalog – Beethoven Campus mit bester Bewertung 2,3 2,1 3,4 3,5 3,8 4,5 Anmerkung: Bewertung in Punkten auf einer Skala von 1-5: 1= niedrigste Punktzahl, 5= höchste Punktzahl.Seite 58 von 62 | 13. September 201855 Instandsetzungsszenarien mit niedrigsten Kosten bei gleichzeitig deutlich schlechterer nicht-monetärer Bewertung OHNE DISKONTIERUNG Realisierungs- risiko = hoch = mittel = gering nicht- monetäre Bewertung 4 2 Kosten in Mio. EUR 130120 160140 170150 180 0 5 3 1 1 2 3 4 5 6 Szenarien: 1 = Instandsetzung bei lfd. Betrieb; 2 = Instandsetzung mit Interim; 3= Neubau Mehrspartenhaus am Standort Bad Godesberg; 4 = Neubau Einspartenhaus am Standort Oper; 5 = Neubau Mehrspartenhaus am Standort Oper; 6 = Beethoven CampusSeite 59 von 62 | 13. September 201856 Bei Diskontierung der geschätzten Baukosten und weiteren Kosten sind die Instandsetzungsszenarien kaum günstiger als die Neubauszenarien 1) Von Seiten des Auftraggebers konnten im Rahmen der Projektbearbeitung keine konkreten Rahmenparameter ermittelt werden. Anmerkung: Alle Zahlen gerundet. Quelle: actori-Analyse. Bauk.-schätzung /weitere Kosten [Mio. EUR] Diskontierte Bau- kosten/weitere Kosten [Mio. EUR] 84 80 79 83 88 77 137 130 151 161 169 149 Eine reine Betrachtung der zu erwartenden Kosten auf das Jahr 2020 spiegelt nicht die Höhe der gegenwärtigen Kosten korrekt wider, da die zukünftige Entwertung des Geldes nicht berücksichtigt ist. Zur Ermittlung des tatsächlichen gegenwärtigen Werts der Baukosten werden diese mit einem beispielhaften Zinssatz von 1% diskontiert. Dies ermöglicht eine Vergleichbarkeit der Baukosten zum Betrachtungszeitpunkt 2020. Die zu Grunde liegenden Annahmen sind Abschätzungen auf Basis von marktüblichen Rahmenbedingungen unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen Inflation von 2% und kommunale Finanzierungskosten von 1%.1) Szenario 1 Szenario 2 Szenario 3 Szenario 4 Szenario 5 Szenario 6 INSTAND- SETZUNG INSTAND- SETZUNG + INTERIM NEUBAU BAD GODESBERG NEUBAU BONN I NEUBAU BONN II BEETHOVEN CAMPUSSeite 60 von 62 | 13. September 201857 Inklusive Diskontierung vereint das Szenario Beethoven Campus niedrigste Kosten und beste nicht-monetäre Bewertung MIT DISKONTIERUNG Realisierungs- risiko = hoch = mittel = gering nicht- monetäre Bewertung 4 2 Kosten in Mio. EUR 8070 90 0 5 3 1 1 2 3 4 5 6 Szenarien: 1 = Instandsetzung bei lfd. Betrieb; 2 = Instandsetzung mit Interim; 3= Neubau Mehrspartenhaus am Standort Bad Godesberg; 4 = Neubau Einspartenhaus am Standort Oper; 5 = Neubau Mehrspartenhaus am Standort Oper; 6 = Beethoven CampusSeite 61 von 62 DISCLAIMER Die Ausführungen der actori GmbH beruhen auf Annahmen, die aufgrund des zugänglichen Datenmaterials und der Auskünfte der jeweiligen Ansprechpartner im Unternehmen für richtig erachtet werden. Gleichwohl übernimmt die actori GmbH für die Richtigkeit der gemachten Annahmen sowie die darauf aufbauenden Aussagen keine Haftung. In der vorliegenden Unterlage wird aus Gründen der leichteren Lesbarkeit auf eine geschlechterspezifische Differenzierung, wie z.B. Besucher/Innen, verzichtet. Im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes sind diese Bezeichnungen als nicht geschlechtsspezifisch zu betrachten. 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Verbal agreements shall not be deemed valid. actori GmbH Büro München Gundelindenstraße 2 80805 München Tel +49-89-540 447 400 Fax +49-89-540 447 499 team@actori.de Büro Dresden Maxstraße 15 01067 Dresden Tel +49-351-484 319 6 Fax +49-351-484 320 9 team@actori.de www.actori.de Beirat: Prof. Dr. h.c. Roland Berger (Vorsitzender) Sir Peter Jonas Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Wildemann Geschäftsführer: Prof. Maurice Lausberg Frank SchellenbergSeite 62 von 62
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