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190016 · Mitteilungsvorlage

Neuausrichtung der Sozialarbeit an städtischen Schulen in Bonn - aktueller Sachstand (August 2019) (alt: 1912755)

Nummer
190016
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
08.10.2019
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Schulausschusses 13.11.2019 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie 21.11.2019 Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
190016
Neuausrichtung der Sozialarbeit an städtischen
Schulen in Bonn - aktueller Sachstand (August
2019)
(alt: 1912755)
Beratungsfolge
Schulausschuss 13.11.2019 Kenntnisnahme
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie 21.11.2019 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Mit der Neuausrichtung der Sozialarbeit an städtischen Schulen durch
Beschluss des Rates vom 20.10.2011 (vgl. DS 1112939EB6) wurde die
Verwaltung auch beauftragt, diesen Prozess zu dokumentieren und zu
evaluieren.
Im vorliegenden 9. Sachstandsbericht stellt die Verwaltung nun nach einer
kurzen Darstellung des aktuellen Standes der Umsetzung die Dokumentation
der Schuljahre 2015/2016 bis 2017/2018 vor.
1. Aktuelle Rahmenbedingungen
Seit dem 01.01.2017 sind die im Rahmen der Neuausrichtung der Sozialarbeit
an Bonner Schulen eingerichteten 25 Vollzeitstellen entfristet. Aktuell sind noch
rund 75 Prozent der in 2012 eingestellten Schulsozialarbeiter*innen in ihren
Schulbezugsräumen aktiv, es konnte also eine hohe Kontinuität in den Teams
erreicht werden.
In den vier Hauptschulen der Bundesstadt Bonn ist weiterhin jeweils eine
städtische Mitarbeiterin tätig. Die Sozialpädagogin der zwischenzeitlich
ausgelaufenen Anne-Frank-Hauptschule wurde bedarfsgerecht in der
Realschule Beuel eingesetzt.
Mit Erlass vom 02.02.2016 hat das Ministerium für Schule und Bildung NRW
das Förderprogramm „Multiprofessionelle Teams zur Integration durch Bildung
für neu Zugewanderte Schüler und Schülerinnen“ ins Leben gerufen. Seitens
der Bundesstadt Bonn wurden in diesem Rahmen vier Landesstellen beantragt,
die auch zeitnah besetzt werden konnten. Korrespondierend wurden zwei
kommunale Stellen als „Matching-Stellen“ eingerichtet, die im Schuljahr
2017/2018 ebenfalls besetzt und in die Schulbezugsraumteams Bonn Nord und
Bad Godesberg Nord integriert wurden. Aufgrund der flexiblen Konzeption der
„Bonner Neuausrichtung von Sozialarbeit an Schulen“, die eine Ausrichtung an
der jeweils aktuellen Bedarfslage ermöglicht, war die Zielgruppe der neu
Zugewanderten Schüler*innen bereits mit im Fokus, sodass der Auftrag der neu
eingestellten Mitarbeiter*innen auf bewährte Verfahrensabläufe zurückgreifen
Federführung:
40 Schulamt Dezernat:
Dez. VSeite 1 von 10

Seite 2
und den Kindern und Jugendlichen ein verlässliches Angebot an Unterstützung
gewährleisten konnten. Gleichzeitig ist dadurch sichergestellt, dass die
entsprechenden Bedarfe anderer Bonner Schulen durch die
Schulbezugsraumteams ebenfalls gedeckt werden können.
Zusammenfassend kann man festhalten, dass die Personalsituation im
Rahmen der Sozialarbeit an Schulen durch eine hohe Kontinuität
gekennzeichnet war. Dadurch wurde die Implementierung der Schulsozialarbeit
in hohem Maß gefestigt und eine kontinuierliche qualitative Weiterentwicklung
der inhaltlichen Arbeit der Schulbezugsraumteams ermöglicht. Dies spiegelt
sich in der zunehmenden Offenheit seitens der Schulen gegenüber den
Angeboten der Schulbezugsraumteams wider. Bewährt hat sich auch in
besonderem Maße die konzeptionelle Ausrichtung an den jeweiligen
Bedarfslagen der Schulen. Aufgrund der Zusammenfassung der
Schulsozialarbeiter*innen in schulübergreifende Teams kann schnell auf evtl.
erforderliche Spezialisierungen zurückgegriffen werden und bei übergreifenden
Problemlagen kann auf bereits bestehenden Erfahrungen und Kontakten
aufgebaut werden. So war es zum Beispiel möglich, zügig auf individuelle
Bedarfe, die sich aus der Lebens-, Bildungs- und Flüchtlingsbiographie der
Kinder und Jugendlichen ergaben, zielgerichtet und sachgerecht zu reagieren.
2. Schwerpunkthemen der Sozialarbeit an Schulen in den letzten Jahren
Um das Konzept „Neuausrichtung der Sozialarbeit an Bonner Schulen“ zu
dokumentieren und evaluieren, wurden die mit Beginn der Einführung der
Sozialarbeit an Schulen beschriebenen qualitativen und quantitativen
Instrumentarien für eine Auswertung genutzt (siehe DS 1311655, Punkt 2).
Auch in diesem Berichtszeitraum (2015 bis 2018) hat sich das Konzept der
Arbeit in Schulbezugsräumen als sinnvoll erwiesen. Neben einer intensiven
Zusammenarbeit mit einzelnen Schulen und einer entsprechenden Kenntnis
der jeweiligen Bedarfslagen kennen sich die Schulsozialarbeiter*innen auch in
ihrem Schulbezugsraum aus und sind über Problemlagen in anderen Schulen
frühzeitig informiert. So können Ressourcen aus dem Sozialraum bei den
Hilfsangeboten genutzt und es kann auch verstärkt präventiv agiert werden.
Das, was zu Beginn „Projektcharakter“ hatte, hat sich so zu einer langfristigen
strukturellen Einbindung in die Schulen und Sozialräume entwickelt.
Die Schulsozialarbeiter*innen kennen die Kinder und Jugendlichen und deren
Familien auch schulübergreifend. Sie begleiten sie entlang ihrer
Bildungsbiographie und auch generationenübergreifend. Zum Beispiel beriet
ein Schulsozialarbeiter die Eltern bereits im Kindergarten über das Bildungs-
und Teilhabepaket. In der Grundschule bestand dann weiterhin Kontakt
bezüglich anderer Anliegen und zugleich arbeitete er mit dem Kind zu seinem
sozialen Verhalten. In Absprache mit den Eltern konnte zudem Kontakt zur
Schulsozialarbeiterin einer weiterführenden Schule des Geschwisterkindes
aufgenommen werden. Durch die Beratung der ganzen Familie war Kontinuität
und Qualität der Arbeit gewährleistet und wurde die Stabilität des Systems
Familie gefördert.
Bereits in den Vorjahren bestehende Schwerpunkte der Arbeit haben noch
mehr an Profil gewonnen:Seite 2 von 10

Seite 3
Beratung über das Bildungs- und Teilhabepaket und weitere
soziale und erzieherische Fragen
Beratung in schwierigen Fällen u.a. bei Verdacht auf
Kindeswohlgefährdung
Inklusion von Schüler*innen mit Fluchterfahrungen
Präventive und interventive Maßnahmen in den Bereichen
Stärkung von Kindern, Förderung von sozialem Verhalten,
Gewaltprävention, Mobbing bzw. Cybermobbing sowie Antidis-
kriminierung
2.1. Beratungen und Einzelfallhilfe
Bei den Beratungen und der Einzelfallhilfe stehen nach wie vor die Beratung in
Bezug auf das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) und die Allgemeine
Sozialberatung im Vordergrund.
Die Beratungen zum Bildungs- und Teilhabepaket blieben in allen drei Jahren
weitgehend gleich stabil. Aus den Rückmeldungen der Sozialarbeiter*innen
wurde ersichtlich, dass häufig dieselben Familien die Beratung für die
Antragsstellung und weitere Unterstützung (z.B. Vereinssuche) in Anspruch
nahmen. Aufgrund des gewachsenen Vertrauensverhältnisses suchten Eltern
auch Hilfe wegen Verständnisschwierigkeiten bei Verwaltungsvorgaben oder
Bescheiden.
Die mittlerweile mehrjährige Begleitung durch die Schulsozialarbeit wurde
durchaus als Türöffner zu individuellen Beratungsbedarfen genutzt.
Insbesondere in den Schulbezugsräumen mit einem hohen Anteil an
einkommensschwachen Familien wurde eine steigende Belastung aufgrund
finanzieller Schwierigkeiten wahrgenommen.
Die Allgemeine Beratung der Sozialarbeit an Schulen wurde jeder städtischen
Schule, unabhängig der Schulform, angeboten und von ca. 80 Prozent der
Schulen genutzt. Innerhalb der einzelnen Schulen ist die Aufgeschlossenheit
gegenüber den Angeboten von Schulsozialarbeit auch von Einzelpersonen
abhängig, was sicherlich auch mit dem Rollenverständnis der jeweiligen
handelnden Personen zusammenhängt.
Das Angebot der Beratung richtete sich an Schüler*innen, Eltern und alle
Professionen der Schulen. Beratungen von Lehrkräften erfolgten im Rahmen
von Schulsozialarbeit mittelbar zum Wohle der Schüler*innen. Innerhalb der
Elternberatung beriet die Schulsozialarbeit in Erziehungsfragen und in Fragen
des Kinderschutzes, informierte über spezifische Themenbereiche, vermittelte
bei Konflikten und motivierte Eltern zur Zusammenarbeit mit den Schulakteuren
und zur Teilnahme am Schulleben.
Bei den Beratungen wurden nach fachlicher Notwendigkeit unterschiedliche
Methoden (beispielsweise lösungsorientierte, systemische oder motivierende)
angewandt. Je nach Bedarf wurden bei einer Beratung Kinder/Jugendliche,
Eltern, Lehrkräfte oder andere relevante Personen miteinbezogen.
Die Zielgruppe der Beratungen ist schulformabhängig. Innerhalb der
Grundschulen suchten am meisten Lehrer*innen, dann Eltern aber auch Kinder
die Beratungen auf. Beratungen erfolgten hier also verstärkt über das Kind.
Schwerpunktthemen innerhalb der ersten drei Schuljahre waren neben
Beratungen zum Bildungs-und Teilhabepaket und der Allgemeinen Beratung
Anlässe wie Familienschwierigkeiten (durchschnittlich 11 %) oder soziales
Verhalten (7,5 %).Seite 3 von 10

Seite 4
Schwierige familiäre Konstellationen und Lebensumstände erfordern
individuelle Lösungen, weshalb unterschiedliche Vorgehensweisen gewählt
wurden. In der Hauptsache waren empathische und kooperative Ansätze
notwendig, um gemeinsam mit den Betroffenen eine Lösung zu finden. In
anderen Situationen wurden die Adressat*innen, wenn dies aufgrund der
Problemlage und/oder der Grenzen schulsozialpädagogischer Kompetenzen
angezeigt war, – im Sinne einer Scharnierfunktion – in passgenaue
außerschulische Hilfen vermittelt.
Zudem erforderte die Gruppe der Kinder und Jugendlichen mit Fluchterfahrung
erhöhte Aufmerksamkeit. Es erfolgte in diesem Zusammenhang eine
Information der Eltern über das deutsche Bildungssystem. Kinder- und
Jugendliche erfuhren Unterstützung beim Ankommen in ihrer Schule/Klasse
und in ihrem neuen Lebensumfeld. Familien wurden bei Problemen und
Traumata zu speziellen Anlaufstellen begleitet und auch bei der Überwindung
von Sprachbarrieren unterstützt.
2.2. Schwerpunkte der sozialen Gruppenarbeit
In den letzten drei Jahren wurden durchschnittlich 130 Gruppenangebote pro
Schuljahr angeboten. Schwerpunkte der Angebote lagen in den Bereichen
„Soziales Lernen“, „Gewaltprävention“ sowie „Stärkung der
Bildungsbiographie“. Außerdem erfolgten Angebote im Bereich der
„Genderarbeit“ sowie sonstige Angebote wie Elterngruppen und
sozialräumliche Projekte. Hinzu kamen Ferienangebote im Schulbezugsraum,
häufig in Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern. Dabei sind die
unterschiedlichen Bereiche nicht immer trennscharf voneinander zu
unterscheiden und greifen ineinander über.
Unter dem Titel „Soziales Lernen“ wurden unterschiedliche anerkannte
Angebote für Kleingruppen oder auch im Klassenverband angeboten. Die
methodische Vielfalt und die Erfahrungen damit wurden von den
Schulsozialarbeiter*innen in einer Handreichung dokumentiert. Die Auswahl der
Methoden orientierte sich an der jeweiligen Gruppe in Verbindung mit der
Zielsetzung. Hauptthema beim „Sozialen Lernen“ war nach wie vor der Umgang
mit Konflikten.
Im Bereich Gewaltprävention wurden in Absprache oder auch gemeinsam mit
Lehrkräften und/oder pädagogischem Personal vor allem partizipative und
konfliktlösungsorientierte Angebote durchgeführt mit dem Ziel, das Klima in der
Klasse bzw. in der Schule zu verbessern und somit der Entstehung von
Konflikten vorzubeugen. Zum Thema Mobbing und Cybermobbing wurden
individuelle Beratungsgespräche angeboten und auch innerhalb einzelner
Klassenverbände gearbeitet. Eine enge Zusammenarbeit mit den
Klassenlehrer*innen trug hierbei zum Erfolg und der Nachhaltigkeit der
Maßnahmen bei.
Die Angebote im Bereich Stärkung der Bildungsbiographie hatten vornehmlich
das Ziel, Kinder und Jugendliche in ihrer schulischen Laufbahn durch die
Stärkung der sprachlichen Kompetenzen und des Selbstbewusstseins zu
unterstützen. Eine besondere Rolle spielte dabei die Durchführung spezieller
Angebote für Kinder und Jugendliche in den Übergangsbereichen von
Kindertagesstätte, Grundschule und weiterführender Schule. Der Übergang von
der Primarstufe in die Sekundarstufe wurde durch vorbereitende MaßnahmenSeite 4 von 10

Seite 5
der Schulsozialarbeit in Zusammenarbeit mit der Grundschule unterstützt. So
erhielt die aufnehmende Schule für die Kinder ein „Gesicht“, was einen
positiven Start in der neuen Schule begünstigte.
Im Bereich Genderarbeit wurden Angebote für Mädchen oder Jungen bzw.
auch für geschlechtsgemischte Gruppen durchgeführt. Das Ziel war vor allem
die Schaffung eines geschützten und angstfreien Raums für die
Teilnehmer*innen. Gemeinsame Aktivitäten und Austausch wie zum Beispiel
„Kochen für Jungen“, „Mädchengruppen“ und „Respektvoll Spiel und Sport“
trugen zur Persönlichkeitsentwicklung der einzelnen Kinder bei. Die Kinder und
Jugendlichen nahmen an dieser Art von Angeboten sehr gerne teil.
3. Gesamtstädtische Koordination, Vernetzung mit andern
Fachämtern und Qualifizierungsmaßnahmen
Mit dem Ziel den Aufbau von Parallelstrukturen zu vermeiden, vorhandene
Ressourcen gezielt zu nutzen und den Austausch der Schulsozialarbeiter*innen
in Schulen zu fördern, wurde gemeinsam mit der Schulaufsicht eine
Qualitätsstruktur entwickelt, die fachlichen Austausch und Qualitätsentwicklung
sowohl schulbezugsraumbezogen als auch gesamtstädtisch und
schulformbezogen ermöglicht.
Die regelmäßigen Großteamsitzungen boten Gelegenheit für fachlichen
Austausch und für Input zu relevanten Themen/Tätigkeiten anderer
Fachbereiche. Folgende Fachdienste waren vertreten:
Jugendamt Bonn / Besondere Fachdienste (Thema
„Kindeswohlgefährdung“)
Schulpsychologie Bonn (Thema „Kennenlernen,
Tätigkeitsvorstellung und Schnittpunkte“)
Medienzentrum Bonn (Thema Jugendschutz „Social Media“ und
Durchführung der „Bipacour App“)
Beratungsstelle für schulpflichtige Kinder –und Jugendliche ohne
ausreichende Deutschkenntnisse beim Schulamt für die Stadt
Bonn
Jugendamt / Fachdienst Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
Sozialamt / Unterkünfte für Flüchtlinge
Kommunales Integrationszentrum (Thema Vielfalt und Sprache)
Erziehungsberatungsstelle der Stadt Bonn
Die Wahl der Vernetzungspartner in diesem Zeitraum ergab sich einerseits aus
den originären Aufgaben der Schulsozialarbeit wie Kinderschutz und
Jugendschutz sowie andererseits als Reaktion auf aktuelle Bedarfslagen,
insbesondere den Zuzug Geflüchteter und das veränderte
Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen.
Zusätzlich konnte erfolgreich von den Kompetenzen und dem speziellen
Fachwissen einzelner Sozialarbeiter gelernt werden, indem Methoden aus
unterschiedlichen Bereichen (z.B. Soziales Lernen) für die restliche Gruppe
angeboten wurde.
Eine sehr gute Kooperation entstand mit der Schulpsychologie Bonn und dem
Kommunalen Integrationszentrum. In diesem Zusammenhang erfolgte eine
Fortbildung mit dem Titel „Resilienz, Trauma und Schule als sicherer Ort“ durch
die Schulpsychologie Bonn und eine zweitägige Fortbildung zum ThemaSeite 5 von 10

Seite 6
„Diskriminierungssensible Sprache und Praxis in der Schulsozialarbeit“ seitens
des Kommunalen Integrationszentrums.
Zum Intensivieren der Handlungssicherheit bei Beratungen und Gesprächen in
der täglichen Arbeit erfolgte eine Fortbildung zum Thema „Milieusensible
Elternarbeit“.
Die Sozialpädagog*innen der Hauptschulen wurden über die Fortbildungs-
veranstaltungen informiert und hatten die Möglichkeit der Teilnahme. Die
Initiierung einer gemeinsamen Supervision der Teilnehmer*innen des
Arbeitskreises Hauptschulen trotz unterschiedlicher Anstellungsträger,
ermöglichte eine gemeinsame Entwicklung der Tätigkeit.
Daneben gab es vielfache Angebote innerhalb und außerhalb der Stadt, die
Interessierte zur Fundierung selbst durchgeführter Angebote an den Schulen
wahrnahmen (z.B. Vortrag „Haram als identitätsstiftendes Konstrukt“).
Zur systematischeren Einführung von neuen Mitarbeiter*innen wurde ein
Leitfaden entworfen. Weiter war es möglich die Teamzusammenarbeit zu
festigen. Der gegenseitige Rückhalt untereinander durch die Teamarbeit stärkt
jede/n einzelnen Schulsozialarbeiter*in, um eine fachgerechtere
lösungsorientierte Vorgehensweise in der Arbeit mit dem Hilfesuchenden zu
planen und umzusetzen.
5. Ausblick
Die Arbeit der Schulsoziarbeiter*innen hat in den letzten drei Jahren neben der
Reaktion auf aktuelle Entwicklungen und Themen wie Integration von
Zugewanderten, Gewaltprävention und Bekämpfung von Armut und sozialer
Ungleichheit eine direkte fachliche Unterstützung von zahlreichen
Schüler*innen und Eltern geleistet.
Bestärkt durch dieses Ergebnis ist die Intensivierung der Arbeit in den Schulen
und den Schulbezugsräumen weiterhin zu verfolgen. Dies erfordert allerdings
verbindliche Absprachen mit den Akteuren innerhalb der Schulen sowie eine
zuverlässige Möglichkeit der Raumnutzung seitens der Sozialarbeiter*innen.
Daneben müssen Kooperationen weiter ausgebaut werden und die Einbindung
von Schulsozialarbeit in Netzwerke wie „Konzeption Gewaltprävention“ und
„Kinderschutz der Insoweit erfahrenen Kinderschutzfachkräfte“
selbstverständlich bleiben.
Angesichts der zusätzlich eingestellten sozialpädagogischen Fachkräfte (z.B.
Schuleingangsphase, Integration gemeinsames Lernen etc.) ist es erforderlich
die eigenen Aufgabenprofile zu schärfen,
weitere Qualifizierungen im Hinblick auf Rollenverständnis und
Methodenvielfalt zu ermöglichen,
die Rolle und die Aufgaben mit den einzelnen in Schulen tätigen
sozialpädagogischen Fachkräften und dem Lehrpersonal
abzustimmen und
eine sinnvolle Struktur zur Nutzung von Ressourcen und der
Vermeidung von Parallelstrukturen in Schulen
im Sinne der Stärkung der Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu
schaffen.Seite 6 von 10

Seite 7
Daher findet 2019 zum ersten Mal ein Fachtag für alle in Schulen tätigen
Schulsozialarbeiter*innen mit dem Titel „Rollenverständnis von
Schulsozialarbeit - ein Arbeitsfeld zwischen den Stühlen“ statt.
Anlage/n
1 Sozialarbeit an Schulen - Angebote und Leistungsbilanz 15/16 (öffentlich)Seite 7 von 10

SOZIALARBEIT AN SCHULEN (BuT)
ANGEBOTE UND LEISTUNGSBILANZ 2015/2016
Beratung und
Einzelfallhilfe Vernetzungsarbeit
Gruppen- und
Projektarbeit
Erreichte Personen Erreichte Personen Kooperationspartner
• Schulen
• Städtische Einrichtung der
Jugendarbeit und
Jugendhilfe
• Gesundheitsamt
• Stabstelle Integration
• Kommunales
Integrationszentrum
• Medienzentrum
• Kindertagesstätten
• Schulaufsicht
• Psychologische
Beratungsstelle
• Freie Träger der
Jugendarbeit
• Freie Wohlfahrtsverbände
• Soziale Beratungsstellen
• Sportvereine
• Kulturelle Einrichtungen
• Ehrenamtliche Vereine
• Träger der offenen
Ganztagsschule
• Stadtteilvereine
• Polizei
• Weiterbildungs-
einrichtungen
• Diagnostische Zentren
Bildungs- und
Teilhabepaket
1762
Allgemeine Beratung 1537
Familiäre Probleme 1446
Soziales Verhalten 1042
Schulprobleme
(Lernschwierigkeit,
Schulmüdigkeit,
Versetzungsgefährdung)
982
Freizeit/Teilhabe 457
Mobbing 95
Kindeswohlgefährdung 251
Sucht 42
Noch nicht hospitation
Anzahl der Beratungen 7588
Erreichte Personen 7614
Soziale
Kompetenzförderung
2424
Stärkung der
Bildungsbiographie
736
Genderarbeit 130
Gewalt-
/Mobbingprävention
645
Sonstiges
(Elterngruppen,
interkulturelle und
sozialräumliche Projekte)
329
Ferienprogramm
Anzahl der Angebote 148
Erreichte Personen 4264
ohne
ferie
n
Gesamtbilanz 11.878 Personen
ANLAGE 1Seite 8 von 10

SOZIALARBEIT AN SCHULEN (BuT)
ANGEBOTE UND LEISTUNGSBILANZ 2016/2017
Beratung und
Einzelfallhilfe Vernetzungsarbeit
Gruppen- und
Projektarbeit
Erreichte Personen Erreichte Personen Kooperationspartner
• Schulen
• Städtische Einrichtung der
Jugendarbeit und
Jugendhilfe
• Gesundheitsamt
• Stabstelle Integration
• Kommunales
Integrationszentrum
• Medienzentrum
• Kindertagesstätten
• Schulaufsicht
• Psychologische
Beratungsstelle
• Freie Träger der
Jugendarbeit
• Freie Wohlfahrtsverbände
• Soziale Beratungsstellen
• Sportvereine
• Kulturelle Einrichtungen
• Ehrenamtliche Vereine
• Träger der offenen
Ganztagsschule
• Stadtteilvereine
• Polizei
• Weiterbildungs-
einrichtungen
• Diagnostische Zentren
Bildungs- und
Teilhabepaket
1821
Allgemeine Beratung 1240
Familiäre Probleme 1313
Soziales Verhalten 994
Schulprobleme
(Lernschwierigkeit,
Schulmüdigkeit,
Versetzungsgefährdung)
941
Freizeit/Teilhabe 329
Mobbing 177
Kindeswohlgefährdung 272
Sucht 69
Anzahl der Beratungen 7156
Erreichte Personen 5367
Soziale
Kompetenzförderung
2546
Stärkung der
Bildungsbiographie
1466
Genderarbeit 455
Gewalt-
/Mobbingprävention
1033
Sonstiges
(Elterngruppen,
interkulturelle und
sozialräumliche Projekte)
237
Ferienprogramm ???
Anzahl der Angebote 128
Erreichte Personen 5737
Gesamtbilanz 11.104 Personen
ANLAGE 2Seite 9 von 10

SOZIALARBEIT AN SCHULEN (BuT)
ANGEBOTE UND LEISTUNGSBILANZ 2017/2018
Beratung und
Einzelfallhilfe Vernetzungsarbeit
Gruppen- und
Projektarbeit
Erreichte Personen Erreichte Personen Kooperationspartner
• Schulen
• Städtische Einrichtung der
Jugendarbeit und
Jugendhilfe
• Gesundheitsamt
• Stabstelle Integration
• Kommunales
Integrationszentrum
• Medienzentrum
• Kindertagesstätten
• Schulaufsicht
• Psychologische
Beratungsstelle
• Freie Träger der
Jugendarbeit
• Freie Wohlfahrtsverbände
• Soziale Beratungsstellen
• Sportvereine
• Kulturelle Einrichtungen
• Ehrenamtliche Vereine
• Träger der offenen
Ganztagsschule
• Stadtteilvereine
• Polizei
• Weiterbildungs-
einrichtungen
• Diagnostische Zentren
Bildungs- und
Teilhabepaket
1716
Allgemeine Beratung 1363
Familiäre Probleme 1339
Soziales Verhalten 842
Schulprobleme
(Lernschwierigkeit,
Schulmüdigkeit,
Versetzungsgefährdung)
857
Freizeit/Teilhabe 439
Mobbing 124
Kindeswohlgefährdung 216
Sucht 29
Anzahl der Beratungen 8562
Erreichte Personen 6925
Soziale
Kompetenzförderung
1242
Stärkung der
Bildungsbiographie
1292
Genderarbeit 560
Gewalt-
/Mobbingprävention
1060
Sonstiges
(Elterngruppen,
interkulturelle und
sozialräumliche Projekte)
270
Ferienprogramm
Anzahl der Angebote 129
Erreichte Personen 4424
ohne
Ferie
n
Gesamtbilanz 11.349 Personen
ANLAGE 3Seite 10 von 10

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Datenstand: 02.11.2026, 21:03 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de